Festivals, Konzerte und Performance-Highlights - der Sommer bei PACT

(lifePR) ( Essen, )
Die Sommerzeit ist Festivalsaison! Erneut ist PACT Partner von tanz nrw 19 und der Ruhrtriennale. Gemeinsam mit dem medienwerk.nrw wird im Juli außerdem eine neue Festivalreihe vorgestellt: ›Blue Skies‹ widmet sich als mehrjähriges Format den großen Umbrüchen der Gegenwart vom Körper bis hin zu Gemeinschaft und Ökologie.

Das Programm bei PACT steht im Zeichen einer Reihe von Festivals, aufregenden künstlerischen Positionen und Premieren. So erarbeiteten Michiel Vandevelde mit dem Folkwang Tanzstudio und die langjährige Forsythe-Tänzerin Dana Caspersen mit dem Kölner MichaelDouglas Kollektiv neue Produktionen. Besucher*innen dürfen auf aktuelle Arbeiten von Rimini Protokoll, The Agency, Johannes Paul Raether, Marlene Monteiro Freitas, Alice Ripoll sowie zahlreiche weitere künstlerische und diskursive Beiträge gespannt sein. Unter dem Schwerpunkt ›Bodies in Trouble‹ (Körper in Aufruhr) findet im Juli außerdem die erste Edition der neuen Festivalreihe ›Blue Skies‹ statt: fünf Tage bietet diese ein dichtes Programm aus Performances und Konzerten, zeitgenössischer Kunst und Vorträgen. Im Mittelpunkt steht der Körper unter dem Einfluss neuer Technologien.

tanz nrw 19 bei PACT: zwei Premieren an einem Wochenende

Das Festival tanz nrw geht vom 08. bis zum 19.05. in eine neue Runde: bei PACT sind an einem Wochenende zwei Premieren zu sehen: Der gefeierte belgische Choreograph Michiel Vandevelde arbeitete für ›Neuer Neuer Neuer Tanz‹ (10. & 11.05., Uraufführung) über Monate intensiv mit dem renommierten Folkwang Tanzstudio zusammen. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage nach der Zukunft des westlichen, zeitgenössischen Tanzes. Wie könnte der Tanz von morgen aussehen? Und wie positionieren sich die jungen Tänzer*innen zum Erbe und der Geschichte des legendären Folkwang Tanzstudios, das 1928 von Kurt Jooss gegründet wurde?
Auch ›The Polarity Party‹ (11. & 12.05.), ebenfalls als Uraufführung bei PACT, ist das Resultat einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit: Dana Caspersen ist weltweit gefragte Konfliktmediatorin und als Choreographin und langjährige Forsythe-Tänzerin auf den internationalen Bühnen zu Hause. Das MichaelDouglas Kollektiv, 2009 in Köln gegründet, ist bekannt für seine prozessbetonte und interdisziplinäre Arbeitsweise. Mit ›The Polarity Party‹ entsteht nun ein partizipatives Experiment, an dem die Besucher*innen teilhaben können. Welche Rolle spielen wir als Individuen und Gemeinschaften im Gefüge sozialer Verbindungen und Abgrenzungen?
Ein eigener Schwerpunkt widmet sich unter dem Titel ›off stage‹ (12.05.) 15 jungen Künstler*innen, die ihre Arbeiten außerhalb des klassischen Bühnenraums realisieren. Die Themen ihrer Werke reichen dabei von traditionellen Kampfritualen bis hin zu urbanen Tanztechniken. Bei freiem Eintritt wird ein lebendiges Programm aus Performances, Artist Talks, Installationen und Präsentationen geboten, das nicht nur die Räume von PACT, sondern auch das umliegenden Gelände der Zeche Zollverein einbezieht.

Internationale Nachwuchstalente im Blick: der Kurt-Jooss-Preis

Junge und internationale Nachwuchstalente lassen sich erneut bei der Verleihung des Kurt-Jooss-Preises am 01.06. entdecken. Unter 81 Bewerbungen aus 28 Staaten wählte die Fachjury drei Finalist*innen aus, die zur Preisverleihung ihre Arbeiten auf der großen Bühne präsentieren: Emma Evelein (Niederlande), Chun Zhang (China) und Kai Strathmann (Deutschland) sind für den mit 10.000 Euro dotierten Preis nominiert. Neben dem durch die Jury vergebenen Hauptpreis wird außerdem ein Publikumspreis ausgelobt.

Beats, Rhymes und einzigartige Konzertabende

Gleich drei Veranstaltungen widmen sich im Sommer verschiedenen Facetten von Musik: Bereits zum vierten Mal findet das ›International Summer Battle‹ am 15.06. in Kooperation mit Pottporus e.V. bei PACT statt. In der großen Urban-Dance-Arena im Foyer messen sich Szenegrößen und Newcomer*innen in ihren besten Rhymes und akrobatischen Moves. Eine Fachjury kürt nach jedem Battle die Gewinner*innen.
Anlässlich der ExtraSchicht präsentiert PACT am 29.06. einen besonderen Konzertabend: Jan Plewka, Frontmann der Popband Selig, widmet sich in dem wunderbar unterhaltsamen Musiktheaterabend ›Sound of Silence‹ dem Duo Simon & Garfunkel.
Auch das beliebte ›Sommer Open Air‹ (06.07.) findet erneut statt – dieses Mal gestaltet von John The Houseband. Das internationale Kollektiv aus Performer*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen ist bekannt für experimentelle Shows und große Unterhaltung: für das ›Sommer Open Air‹ verwandeln sie nun die PACT Terrasse in ein Sonnendeck mit eigenen Cocktail-Kreationen an der Strandbar, einem Planschbecken für Kinder, singenden Barkeeper*innen und Live-Musik von Milkywhale, WoWaWiWa und Kala Brisella. Der Eintritt ist frei.

›Blue Skies‹ – Auftakt einer neuen Festivalreihe unter dem Schwerpunkt ›Bodies in Trouble‹

Mit dem wachsenden Einfluss der Technologie auf das Leben verändern sich unsere Körper, unsere Gemeinschaften und unsere Umwelt – was gilt es zu tun? Die gemeinsam mit dem medienwerk.nrw konzipierte Festivalreihe ›Blue Skies‹ lädt als mehrjähriges Format ein, den drängenden Fragen unserer Zeit gemeinsam zu begegnen. Unter dem Schwerpunkt ›Bodies in Trouble‹ (Körper in Aufruhr) findet vom 10.–14.07. die erste Edition des Festivals mit Performances und zeitgenössischer Kunst, Panels, Konzerten, Diskussionen und Workshops statt.

In einem Symposium blicken internationale Akteur*innen aus Philosophie und Wissenschaft auf die virulenten ethischen und biopolitischen Fragestellungen des technologischen Wandels, darunter Marie-Luise Angerer (Universität Potsdam), Astrid Deuber-Mankowsky (Ruhr-Universität Bochum), Gabriele Gramelsberger (RWTH Aachen), Kaushik Sunder Rajan (University of Chicago) und Emilia Sanabria (Centre National de la Recherche Scientifique). Den Blick zeitgenössischer Künstler*innen auf diese neuen Realitäten öffnet ein Ausstellungsprogramm, in dem u.a. Heather Dewey-Hagborg, knowbotiq, Mary Maggic, Špela Petrič, Johannes Paul Raether und Silke Schönfeld vertreten sind. Der Eintritt zu allen Vorträgen, Gesprächen sowie zu der Ausstellung ist frei.

Im Performanceprogramm wagen zwei Inszenierungen einen spekulativen Ausblick auf die kommenden Veränderungen des Körpers: Stefan Kaegi / Rimini Protokoll präsentiert die vieldiskutierte Arbeit ›Uncanny Valley‹ (10. – 13.07.), die in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Thomas Melle entstand. Das Stück zeigt sich als eine ungewöhnliche Versuchsanordnung: nicht der Schriftsteller selbst, sondern seine animatronische Kopie spricht zum Publikum. Durch Feinmechanik, Maske und Kostüm wird der humanoide Roboter zu einem Darsteller, dessen Mimik, Gestik und Sprache Empathie auslösen – doch Empathie mit wem? Wer spricht in diesem Szenario tatsächlich? In ›Uncanny Valley‹ wird die Maschine zur Projektionsfläche für Zukunftsvisionen und fordert dazu heraus, die Relation von Mensch und Maschine neu zu denken.
Zu einem Selbstversuch im Trainingscamp der futuristischen Körper lädt das Kollektiv The Agency in ›Medusa Bionic Rise‹ (11. – 12.07.) ein. Die Mitglieder der Untergrundbewegung ›Medusa Bionic Rise‹ betreiben Biohacking am eigenen Körper: exzessive Fitnessübungen treffen auf Schönheitsoperationen, technische Gadgets werden gleich neuer Organe im Körper verbaut. The Agency treiben in ihrer immersiven Inszenierung transhumanistische Selbstoptimierungsphantasien spektakulär auf die Spitze.

Programm im Rahmen der Ruhrtriennale

Erneut ist PACT Partner der Ruhrtriennale und bringt mit Marlene Monteiro Freitas’ ›Bacchae – Prelude to a Purge‹ (28.08. – 01.09.) und Alice Ripolls Arbeit ›aCORdo‹ (13.09. –15.09.) zwei Produktionen in das Programm ein. Wie im Vorjahr unterstützte PACT das Nachwuchskünstler*innenkollektiv Mit Ohne Alles, das mit ›#nofear: Macht den Weg frei!‹ (23.08. – 25.08.) Premiere feiert. Mit zwei Produktionen ist außerdem die Künstler*in Ofira Henig vertreten. (›KIND OF‹, 12. – 15.09. und ›THE BEES’ ROAD‹, 13. – 15.09.).

Rund um Euripides Drama ›Die Bakchen‹ lässt Marlene Monteiro Freitas, Preisträgerin des Silbernen Löwen der Venedig Biennale, mit ›Bacchae – Prelude to a Purge‹ (29.08. – 01.09.) ein rauschhaftes und groteskes Spektakel entstehen: in einer frenetischen Choreographie überträgt sie die antike Ekstase in die Gegenwart und sampelt diese mit Elementen aus Filmkunst sowie Hoch- und Popkultur. Groteske und Lächerlichkeit, Selbstoptimierung und Selbstaufgabe verbinden sich zu einem grenzüberschreitenden Werk.

Alice Ripoll gilt als Neuentdeckung der internationalen Tanzszene: die brasilianische Choreographin richtet in ›aCORdo‹ (13. – 15.09.) den Blick auf die gesellschaftlichen Missstände und die polarisierende soziale Realität Rio de Janeiros. Mit ihrer Kompanie, deren Tänzer selbst aus den Armenvierteln der Stadt stammen, nimmt sie die unangekündigten Polizeikontrollen gegen die Ärmsten der Stadt zum Ausgangspunkt für eine Aufführung, in der nichts so ist, wie es zu sein scheint und erwartbare Rollen aufgelöst werden.

Außerdem: PACT Café und Projekte in der WerkStadt

Weiterhin öffnet jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr das PACT Café. PACT lädt zu einem Begegnungsraum ein, in dem die Erwachsenen bei Kaffee und Tee miteinander ins Gespräch kommen können, während Kinder zwischen 4 und 6 Jahren, angeleitet von einer professionellen Tanzpädagogin, spielerisch in Bewegung kommen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, tänzerische Vorerfahrung oder deutsche Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Für jüngere Kinder ist eine Spielecke eingerichtet.

Als unabhängiger Satellit existiert der Projektraum WerkStadt (Viktoriastr. 5, Essen-Katernberg) seit Juni 2017: Ein vielfältiges Programm lädt Besucher*innen und Bewohner*innen der Stadt Essen zu Workshops, Aktionen und Konzerten ein. Immer dienstags bis freitags von 12 – 16 Uhr ist die WerkStadt für alle geöffnet, um gemeinsam Ideen auszutauschen, ins Gespräch zu kommen, zu lesen oder Musik zu hören. Ein besonderes Programm für Kinder wird immer freitags von 15 – 17 Uhr angeboten.

Mit der Ausstellung ›Solid Skills‹ (04.05. – 30.06.) ist die WerkStadt außerdem Teil des Netzwerkes ›Memory Stations‹ der Akademie der Künste der Welt sowie des Ausstellungsformats ›RuhrDing‹ von Urbane Künste Ruhr. Mit künstlerischen Beiträgen von Clarisse Akouala, Pascal Bovée, Lenio Kaklea, Katharina Pelosi und Barbara Raes sowie im Zusammenspiel mit den Besucher*innen entsteht in der Ausstellung ein Archiv der Widerstandskraft: Wie gehen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersstufen mit Herausforderungen um? Die eingeladenen Künstler*innen sammelten und sammeln Stimmen und Geschichten aus dem Stadtteil. Ihre Arbeiten widmen sich Möglichkeiten des Widerstands und individuellen emanzipatorischen Strategien zur Bewältigung des Alltäglichen bis hin zu existenziellen Notsituationen. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet: so erfahren Besucher*innen bei einem lockeren sommerlichen Aperitivo mit den Künstler*innen mehr über die gezeigten Arbeiten.

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