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Pressemitteilung BoxID: 557955 (ORTHOGEN AG)
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Neue internationale Leitlinien für die nicht-operative Behandlung der Arthrose wurden im ORTHOGEN Lunchsymposium "Conservative Management of Knee Osteoarthritis" vorgestellt

Konservative Methoden zur Vermeidung operativer Eingriffe stärken - unter dem Motto "Operation vermeiden, Schmerz lindern, Heilung fördern"

(lifePR) (Berlin, ) In Deutschland bestehen nach Ansicht der Experten Peter Wehling und Timothy McAlindon der Bedarf und die Notwendigkeit, die sogenannten konservativen Therapien zur Vermeidung von operativen Eingriffen zu stärken. Die Osteoarthritis Research Society International (OARSI) plädiert in ihren publizierten Leitlinien für eine Stärkung der konservativen Behandlung der Kniearthrose. „Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Arthrose der Gelenke. Aufgrund der Häufigkeit und der oftmals nicht zufrieden stellenden Behandlungsergebnisse ist der Bedarf an alternativen, sicheren und wirksamen orthopädischen Behandlungsmethoden sehr hoch“, stellte Prof. Wehling während des Deutschen Kongresses der Orthopäden und Unfallchirurgen (DKOU) fest.

Der Rheumatologe Prof. Dr. Timothy McAlindon von der Tufts University School of Medicine der University Boston berichtete über den aktuellen Stand der Internationalen Leitlinien der Osteoarthritis Research Society International (OARSI) zur Behandlung der Knie-Osteoarthrose in der konservativen Arthrosetherapie. Professor McAlindon erläuterte, wie die Leitlinien von den amerikanischen Fachärzten in die tägliche Praxis umgesetzt werden und bemerkte, dass „einige Leitlinien immer noch widersprüchliche Empfehlungen haben, etwa die Therapie mit Hyaluronsäure, was durchaus Relevanz für den klinischen Alltag und für die Behandlungsergebnisse bei den Patienten hat.“ Auch die neuen Leitlinien der American Association of Orthopaedic Surgeons (AAOS) raten zum Beispiel aufgrund nicht nachgewiesener Wirksamkeit davon ab, Hyaluronsäurepräparate bei Arthrose in die betroffenen Gelenke zu injizieren.

Prof. Wehling bewertete die klinische Studienlage zur Arthrosetherapie mit operativen Eingriffen, Cortison, Hyaluronsäure, PRP, ACS, Mesenchymalen Stammzellen und mit der Gentherapie im Detail. Insbesondere waren die Kosteneffektivität der Totalen Endoprothese (TEP) sowie anderer üblicher chirurgischer Eingriffe und die wissenschaftliche Evidenz der jeweiligen Verfahren gegenüber konservativen Alternativen ein zentrales Thema seines Vortrags. Die in Studien publizierten Ergebnisse konservativer Behandlungsmethoden wie der intraartikulären Injektion von körpereigenen, entzündungshemmenden Substanzen wurden von Professor Wehling aufgrund der klinischen Evidenz bewertet. Eine Stärkung der konservativen Therapie sollte in Zukunft auch in den Deutschen Leitlinien zur Behandlung der Osteoarthrose berücksichtigt werden, so wie dies schon in vielen anderen internationalen Leitlinien der Fall ist. Des Weiteren sprach Prof. Wehling über die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die damit verbundenen zukünftigen Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung der Osteoarthrose.

Anpassung der Behandlungsrichtlinien in Deutschland nötig

Unter dem Druck der jährlich zunehmenden Anzahl von Gelenk-Operationen bei Arthrose (sogenannte Totale Endoprothese oder kurz TEP) sowie anderer chirurgischer Eingriffe wie der Arthroskopie und der daraus resultierenden Kostenlast für das Gesundheitssystem in Deutschland, besteht ein enormer Bedarf für die Ausweitung sowohl bestehender als auch neuer konservativer Behandlungsmethoden. „Wir müssen uns auf medizinische Maßnahmen zum Erhalt des Kniegelenks ohne den Bedarf eines operativen Eingriffs fokussieren“, forderte Prof. Wehling. „Alle nicht operativen Behandlungsmöglichkeiten sollten im Interesse des Patienten ausgenutzt werden. Dies bedarf einer Anpassung und Aktualisierung der Behandlungsrichtlinien in Deutschland. So sind zum Beispiel Injektionstherapien in das Kniegelenk leicht anwendbare und effektive Alternativen zu solchen Operationen.“ Die Leitlinien für Gonarthrose sind derzeit bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) in Bearbeitung und sollen im Dezember 2015 fertig gestellt werden.

Orthogen unterstützt den Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund

Die Firma Orthogen veranstaltete am Rande des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) am 22. Oktober 2015 in Berlin gemeinsam mit dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ein Benefiz-Fußballspiel. Die Ü40-Mannschaft von Hertha BSC spielte mit Orthopäden und Unfallchirurgen in der Soccerworld in Marienfelde. Natürlich stand auch diese Veranstaltung unter dem Motto „Konservative Methoden zur Vermeidung operativer Eingriffe stärken“. „Mit diesem Spiel wollen wir auf den Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund e.V. (BTFB) und dessen wichtiges Engagement im Freizeit- und Rehasport aufmerksam machen“, betonte Dr. Rönsch, Geschäftsführer der Orthogen Lab Services GmbH. Die Akademie Ausbildung Reha-Sport des BTFB wurde mit einem Spendenbetrag von 1.000 EUR unterstützt. Der BTFB vertritt eine große Sportgemeinde, die in den letzten Jahren kontinuierlich auf knapp 90.000 Mitglieder in über 300 Vereinen angewachsen ist.