lifePR
Pressemitteilung BoxID: 535243 (OGA/OGV NORDBADEN eG)
  • OGA/OGV NORDBADEN eG
  • Güterbahnhof 13
  • 76646 Bruchsal
  • https://www.oga-bruchsal.de
  • Ansprechpartner
  • Hans Lehar
  • +49 (7251) 8002-0

Erster Deutscher Spargel der Saison 2015

(lifePR) (Bruchsal, ) Trotz eines erheblich kälteren Winters als im Vorjahr wird seit wenigen Tagen der erste deutsche Spargel geerntet. Es handelt sich hierbei um eine von wenigen Betrieben in Deutschland praktizierte Anbaumethode, bei der die Spargelwurzel durch die Wärmeabstrahlung von Warmwasserleitungen im Boden zum frühzeitigen Austrieb angeregt wird. Mit erstem badischen Spargel aus speziellen Hochtunneln wird je nach Witterung und Sonneneinstrahlung der nächsten Tage erst Ende März gerechnet.

Zu Ostern kann sich der Verbraucher auf deutschen Spargel freuen - er wird jedoch noch nicht wie im Vorjahr in großen Mengen zur Verfügung stehen.

Der begehrte erste deutsche Spargel wird vor allem von spezialisierten Fachhändlern und der Top-Gastronomie nachgefragt. Aufgrund des derzeit noch geringen Angebots und des hohen Preisniveaus ist deutscher Spargel erst in den nächsten Tagen im Einzelhandel erhältlich.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland auf einer Fläche von über 20.000 Hektar insgesamt 115.000 to Spargel geerntet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bzw. des Agrarmarkt-Informationsdienstes AMI ist Deutschland damit erneut der größte Spargelproduzent innerhalb der Europäischen Union und Spargel das von der Anbaufläche bedeutendste Gemüse aus deutscher Produktion.

Die OGA Nordbaden eG in Bruchsal war mit ihrer Vertriebsorganisation OGV auch im vergangenen Jahr mit einer Vermarktungsmenge von über 5.700 Tonnen der größte Anbieter von deutschem Spargel innerhalb aller deutschen Erzeugerorganisationen.

Besorgt blicken die deutschen Obst- und Gemüseproduzenten auf die bevorstehende Saison. Der Mindestlohn, bei dem entgegen Ankündigungen der politischen Verantwortlichen, keine Sonderregelungen für landwirtschaftliche Betriebe vorgesehen sind, verursacht seit dem 01.01.2015 erhebliche Mehrkosten und einen administrativen Mehraufwand. Falls diese höheren Produktionskosten nicht über höhere Vermarktungserlöse gedeckt werden können, denken viele Sonderkulturbetriebe über eine Anbaureduzierung oder gar die Einstellung der Produktion nach.

Es bleibt abzuwarten, ob sich der Einzel- und Fachhandel bzw. der Verbraucher dieser Situation bewusst werden und die dringend erforderlichen Mehrerlöse für die Produzenten akzeptieren.