Frauen dominieren im Gesundheits- und Pflegesektor, oft mit schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigerer Bezahlung

(lifePR) ( Berlin, )
Zum Internationalen Frauentag am 8. März bietet auch die OECD eine Fülle an Daten und Fakten auf dem gerade aktualisierten Gender-Portal. Dort finden Sie anhand von rund 75 Indikatoren Aufschluss über geschlechtsspezifische Ungleichheiten in Bildung, Beschäftigung, Unternehmertum, öffentlicher Verwaltung, Gesundheit und Entwicklung.

So zeigt ein neuer Datensatz, wie sehr Frauen in den häufig schlecht bezahlen Jobs im Gesundheits- und Pflegebereich dominieren. Hier machen Frauen OECD-weit rund 75 Prozent Beschäftigten aus, das heißt 20 Millionen Frauen gegenüber 6,3 Millionen Männern. Dennoch beziehen Frauen im Gesundheitssektor noch immer oft ein geringeres Einkommen als ihre männlichen Kollegen. So ist beispielsweise der Anteil der weiblichen Ärzte in den letzten Jahrzehnten in den OECD-Ländern stetig gestiegen, von etwa 30 Prozent aller Ärzte im Jahr 1990 auf etwa 40 Prozent im Jahr 2000 und bis zu 47 Prozent im Jahr 2015. Allerdings verdienen Ärztinnen tendenziell weniger, weil sie in den am höchsten bezahlten Fachgebieten wie der Chirurgie unterrepräsentiert sind: Beispielsweise erhielten Ärztinnen in den USA fast 20.000 US-Dollar weniger pro Jahr als ihre männlichen Kollegen, auch unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter und langjähriger Erfahrung.

Noch stärker dominieren Frauen den Bereich der Langzeitpflege: Frauen halten durchschnittlich etwa 90 Prozent der Arbeitsplätze im Langzeitpflege-Sektor, in dem die Arbeitsbedingungen in der Regel relativ schlecht und die Bezahlungen niedriger als in anderen Pflegeberufen sind. Die Arbeitsbedingungen sind oft sowohl körperlich als auch psychisch anspruchsvoll. In der Folge hat jede sechste Langzeit-Pflegekraft mindestens ein Gesundheitsproblem, das durch die Arbeitsbelastung hervorgerufen oder verstärkt wurde.

Die OECD veranstaltet in Paris eine Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag, die am Donnerstag, den 7. März, beginnt. Es wird diskutiert werden, was getan werden kann, um geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu vermindern. Weitere Informationen und die Tagesordnung finden Sie unter www.oecd.org/gender/2019-March-on-Gender-Programme.pdf
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