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Pressemitteilung BoxID: 398405 (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)
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8. Nationale Maritime Konferenz in Kiel

Olaf Lies: "Maritime Wirtschaft bietet große Chancen für Niedersachsen."

(lifePR) (Hannover, ) In Kiel hat heute die 8. Nationale Maritime Konferenz gestartet. Für den Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, stehen dabei die Themen Innovationen im Schiffbau, die Zukunft der Offshore-Windenergie und ein nationales Hafenkonzept im Mittelpunkt. Lies, der auf der Konferenz als Ländervertreter an der Podiumsdiskussion "Schiffbau" teilnimmt, sieht in der Maritimen Wirtschaft eine Schlüsselbranche für die Zukunft Niedersachsens: "Trotz der aktuellen Probleme in einigen Bereichen wird der Verkehr auf den Weltmeeren in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen, davon muss auch Niedersachsen profitieren. Gleichzeitig ist die Energiewende eine riesige Chance für die Standorte in Niedersachsen."

Beim Thema Schiffbau will Lies konsequent auf Innovationen setzen: "Die unterschiedlichen Lohnund Produktionsstrukturen sowie die unterschiedlichen staatlichen Hilfeleistungen im globalisierten Wettbewerb schaffen Fakten. Umso wichtiger ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und insbesondere der niedersächsischen Werften voran zu treiben. Nur auf diese Weise kann es gelingen, die Weltmarktführerschaft in Spezialsegmenten mit hohem technischem Aufwand zu behalten."

Lies will deshalb die Errichtung eines "Greenshipping"-Forschungszentrum in Niedersachsen vorantreiben, in dem maritime Spitzentechnologie zur Produktionsreife gebracht werden soll. "Nord- und Ostsee stehen vor der Einführung strenger Umweltauflagen, andere Meeresgebiete werden folgen - mit gravierenden Folgen für den Bau und Betrieb von Seeschiffen", so Lies. "Es geht darum, umweltfreundliche und gleichzeitig wirtschaftliche Lösungen zu finden, um Deutschlands internationale Spitzenposition zu halten." Außerdem müsse das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Innovationsprogramm für den Schiffbau "mit hoher Schlagzahl" weitergeführt werden.

Lies kritisierte außerdem das Stocken der Energiewende der Bundesregierung: "Wenn ich auf das Chaos der Bundesregierung bei der Umsetzung der Energiewende schaue, bereitet mir das große Sorgen. Das hat für eine enorme Verunsicherung in der Offshore-Branche gesorgt. Dabei ist gerade der Ausbau in diesem Bereich eine enorme Chance nicht nur für die Küste, sondern für ganz Niedersachsen. Wir sind damit Tor zur Energiewende. Wir werden uns beim Bund für sichere Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit einsetzen. Wir setzen in Niedersachsen auf die Erneuerbaren Energien und die Energiewende. Deshalb wird das Land ansiedlungswillige Unternehmen aus der Branche bei der Suche nach geeigneten Standorten unterstützen, die notwendige Hafeninfrastruktur bereitstellen und bei Bedarf weiter ausbauen."

Lies rechnet außerdem mit einem starken Signal, das von dem Treffen der Norddeutschen Regierungschefs an diesem Mittwoch ausgehen werde: "Es ist wichtig, dass der Norden angesichts dieser Herausforderungen mit einer Stimme spricht. Von daher ist es gut, wenn am Mittwoch in Bremen ein deutliches Zeichen in Richtung Berlin geht. Denn dort droht, dass eine der größten Chancen für den Norden der letzten Jahrzehnte verspielt wird."

Mit Blick auf die Entwicklung der deutschen Seehäfen will sich Lies weiter für eine vertiefte Kooperation einsetzen: "Wir sind keine Konkurrenten, der Kuchen in diesem Geschäft ist insgesamt groß genug für alle - besonders perspektivisch. Woran es aber mangelt, ist eine Gesamtstrategie für unsere Häfen. Auch da wollen wir ran und die norddeutsche Hafenkooperation, die in den vergangenen Jahren brach gelegen hat, wieder mit Leben füllen. Wir haben dazu einen intensiven Dialog mit unseren Ländernachbarn begonnen."