Freitag, 24. November 2017


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Wer adoptiert Berlins neuen Prinzen

Seeadler-Kind möchte die NABU Wildvogelstation unterstützen

Berlin, (lifePR) - Adler sind die Könige der Lüfte und gelten als Sinnbild für Unsterblichkeit. Gerade der Seeadler ist besonders beeindruckend, in ganz Mitteleuropa gibt es nur drei Vogelarten, allesamt Geier, die größer sind.

In Berlin gab es lange Jahre ein Seeadlerpaar, das erfolgreich für Nachwuchs sorgte. Bis im Januar 2009 das Seeadler-Weibchen in die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin gebracht werden musste, Diagnose: schwere Bleivergiftung! Seeadler nehmen Fragmente bleihaltiger Kugelmunition über Jagdwild, das von Jägern nur angeschossen wurde oder über Innereien auf, die von Jägern in der Natur entsorgt wurden. Obwohl die Experten um Oberärztin Dr. Kerstin Müller alles für den Vogel versuchten, musste das Tier am 26. Februar 2009 eingeschläfert werden. Das Männchen blieb in Berlin und hatte sehr schnell eine neue Partnerin, die Brut war 2009 aber nicht erfolgreich. Ältere Seeadler gehen Dauerehen mit einem festen Partner ein, aber Seeadler sind auch nur Menschen und brauchen wie wir Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen.

Vom Königspaar einen Prinzen

In den Jahren 2010 und 2011 konnte das Seeadlerpaar wieder erfolgreich in Berlin brüten, doch dieses Mal mit einem neuen und sensationeller Weise sehr jungen unberingten Weibchen, das noch nicht ausgefärbt und wohl erst 2008 geboren war. Auch hat sich mittlerweile im Hinblick auf die Bleimunition einiges getan. So wird in den Berliner Forsten seit 1.4.2012 bleifrei gejagt, so dass einer erneuten, erfolgreichen Brut nichts im Wege stehen sollte. 2012 gab es jedoch wieder einen Dämpfer, denn es wurde ein neues und diesmal beringtes erwachsenes Weibchen bei unserem Berliner Seeadler beobachtet. Um erfolgreich für Nachwuchs zu sorgen, war die Neuverpaarung wohl wieder spät dran. Die beiden Seeadler hielten sich im Revier in Köpenick auf und viele Menschen haben die unverwechselbaren Tiere zusammen fliegen und jagen gesehen. Gebrütet hatten sie jedoch nicht.

Dieses Jahr ist es endlich soweit: Die Berliner Könige der Lüfte haben uns einen Prinzen geschenkt. Das Jungtier wurde am 21. Mai von den Ehrenamtlichen der Fachgruppe Greifvogelschutz des NABU Berlin beringt und vermessen, abschließend bekam es seinen "Personalausweis": einen Vogelwartenring und einen farbigen Kennring.

Lebenslanger Körperschmuck für die Wissenschaft

Die Beringung von Seeadlern findet meist zwischen dem 40. und 50. Lebenstag statt. Sie sind dann noch flugunfähig, haben aber schon eine ordentliche Größe erreicht, sodass die Ringe nicht von den Beinen rutschen können. Unser Prinz wog beim "Amtstermin" schon stattliche 4 Kilo und hatte eine Flügelspannweite von fast 1,60 Meter. Noch so klein und schon größer als die meisten anderen Berliner Vögel...

Durch die farbigen Kennringe, die seit einigen Jahren ergänzend zu den klassischen Aluminiumringen eingesetzt werden, sind die Adler auch in größerer Entfernung zu identifizieren. Bei Seeadlern mit Kennringen liegt die Rate der Wiederfunde bei etwa 20 %, was um ein Mehrfaches höher ist als bei Tieren, die "nur" einen Aluminiumring tragen. Durch solche Daten können genauere Aussagen über Lebensdauer und Lebensweise getroffen und die Schutzmaßnahmen für Seeadler immer weiter verbessert werden.

Auch die Mutter unseres Prinzen trägt ja einen farbigen Kennring. Er konnte bislang leider nicht genau abgelesen werden, sicher ist nur, dass sie in Ostdeutschland beringt wurde.

Das Kind braucht einen Namen

Seeadler können bis zu 40 Jahre alt werden, die Sterblichkeit in den ersten Lebensjahren ist sehr gering. Der NABU Berlin sucht deswegen exklusiv einen Namenspaten für das Berliner Adlerkind. Für eine Spende von 500 EUR können Sie dem kleinen Prinzen einen Namen geben. Der Namenspate bekommt jedes Mal, wenn der künftige König durch Ringablesung wiedergesehen wird, Nachricht darüber, wo sich das Tier aufhält. Das Geld stellt die Adlerfamilie freundlicherweise der NABU-Wildvogelstation zur Verfügung, damit dort verletzte Verwandte von ihnen weiterhin aufgepäppelt und wiederausgewildert werden.

Haben Sie Interesse an dieser einmaligen Patenschaft? Sprechen Sie uns an!

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