Sonntag, 24. Juni 2018


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NABU: Einsparpotenziale beim Wohnen ins Zentrum der Energiewende rücken

Miller: Energieverschwendung in Haushalten beenden

Berlin, (lifePR) - Der NABU fordert die Bundesregierung anlässlich ihres morgigen Zukunftsgesprächs mit Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften zur Energiewende dazu auf, den Blick stärker auf die Wohnkosten zu lenken. So zahlen laut Bundeswirtschaftsministerium private Haushalte in Deutschland im Durchschnitt 1.561 Euro im Jahr für Wohnenergie und damit rund 130 Euro im Monat. Allein von 1995 bis 2007 stiegen die Kosten um 61 Prozent - Tendenz weiter steigend.

"Angesichts der Debatte um die Kosten der Energiewende muss der Blick endlich stärker auf die Entlastung privater Haushalte und die Erschließung der dort schlummernden Einsparpotenziale gelenkt werden", forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Dabei reiche es nicht aus, allein auf die Stromkosten zu schauen. "Während alle Welt über Strompreise spricht, belasten die Preise für Öl und Erdgas zum Heizen die Verbraucher mit einem Anteil von mehr als drei Viertel an den gesamten Kosten für Wohnenergie."

Aus Sicht des NABU muss die Konzeptlosigkeit der Bundesregierung zur Reduzierung des Wärmebedarfs in Häusern und Wohnungen dringend ein Ende haben. "Ein naturverträglicher Ausbau der erneuerbaren Energien zur Wärme- und Stromversorgung ist nur mit gleichzeitiger Verbesserung der Energieeffizienz zu lösen", so Miller. Durch die energetische Sanierung könnten die Kosten für Hauseigentümer und Mieter für Wohnenergie deutlich gesenkt und der Bedarf an teuren Kraftwerken und Infrastruktur reduziert werden. Zudem lägen hier auch die größten Potenziale zur CO2-Vermeidung. "Wer die Energiewende meistern will, kommt nicht darum herum, über die Gebäudesanierung zu sprechen", so Miller weiter. Es sei schleierhaft, warum die Bundesregierung diese immer wieder auf die lange Bank schiebe, wie beispielsweise die Förderung steuerlicher Anreize oder die Novelle der Energieeinsparverordnung.

Die Entlastung privater Haushalte ist vor allem eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Gerade Menschen mit niedrigen Einkommen werden durch die Kosten besonders belastet. "Es ist nicht nachzuvollziehen, warum gerade Menschen mit geringem Einkommen in unsanierten Gebäuden mit hohen Kosten für Wohnenergie leben müssen, die inzwischen bis zu 26 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen", sagte NABU-Energieexperte Ulf Sieberg.

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