Donnerstag, 23. November 2017


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Chinesisches Interesse an Umweltbildung

Hohenzieritz, (lifePR) - Wie wird Umweltbildung im Müritz-Nationalpark ganz nah erlebbar vermittelt? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalparkamt und den Gemeinden, die im Schutzgebiet liegen? Das waren die zwei wichtigsten Themen, für die sich am vergangenen Wochenende eine chinesische Delegation bei einer Exkursion zum Jugendwaldheim Steinmühle interessierte. Ihr gehörten acht hochrangige Vertreter aus Nationalen Naturreservaten, zwei Mitarbeiter des Sangri-la Institutes für nachhaltig arbeitende Kommunen sowie zwei Tourismusexperten an.

Der Besuch im Müritz-Nationalpark war Teil einer Studienreise, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert wurde. Die GIZ betreut in mehreren Regionen Chinas unter anderem Pilotprojekte zum Schutz der Artenvielfalt in Feuchtgebieten. Der Verantwortliche für die Durchführung dieser Projekte ist seit drei Jahren Jens Brüggemann, der zuvor acht Jahre lang als Dezernent für Planung und Entwicklung im Müritz-Nationalpark tätig war. Er begleitete die chinesische Delegation im Auftrag der GIZ auf der Rundreise durch deutsche Schutzreservate.

"Der Landnutzungsdruck ist auch in Chinas Schutzgebieten groß und mit ähnlichen Problemen behaftet wie bei uns in Europa", berichtete Jens Brüggemann. Insgesamt steige mit dem wachsenden Lebensstandard aber auch dort das Interesse für den Umweltschutz. Dies sei ein wichtiger Grund, weshalb sich sowohl staatliche Institutionen als auch nichtstaatliche Organisationen für entsprechendes Know-how insbesondere aus Deutschland interessieren.

Zuvor hatte Claus Weber, Mitarbeiter für Umweltbildung im Nationalpark, den Gästen einen fundierten Einblick in die vielfältigen Methoden zur Wissensvermittlung über den Naturschutz gegeben. "Je früher wir damit schon die junge Generation erreichen, desto aktiver setzt sie sich auch später noch für unsere Schutzziele ein", betonte Claus Weber. Der ständige Kontakt mit den Kommunen, der auch über den Förderkreis der Partner des Nationalparks gepflegt werde, führe oft schon im Vorfeld von möglichen Interessenkonflikten zu einvernehmlichen Lösungen, fügte er hinzu.

"Wir haben hier viele neue Anregungen für unsere Arbeit bekommen und kommen gern wieder", bedankte sich zum Abschluss der chinesische Projektdirektor der GIZ, Luan Shenqiang. Zugleich lud er seine Gastgeber zu einem Gegenbesuch für den weiteren Erfahrungsaustausch nach China ein.

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