Mittwoch, 22. November 2017


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Wildschweine im Nationalpark mit GPS unterwegs

Projekt zur Schwarzwild-Forschung im Nationalpark Hainich geht in die "heiße Phase"

Bad Langensalza, (lifePR) - Nach monatelanger, sorgfältiger Vorbereitung war es vergangene Nacht soweit: Das erste Wildschwein wurde im Rahmen des Schwarzwildforschungsprojektes Hainich, welches in Kooperation mit dem Landesjagdverband Thüringen e.V. und dem Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha durchgeführt wird, besendert. Es handelt sich um ein weibliches Wildschwein mit einem Gewicht von ca. 40 kg. Über die nächsten Monate wird nun fast jeder Schritt des Tieres dokumentiert, denn mittels GPS-Signal erfolgt eine Ortung alle 30 Minuten. Insgesamt wurden in dieser Nacht 3 Wildschweine mit Halsbandsendern versehen, in den kommenden Wochen sollen noch weitere folgen.

Für das Anbringen des Senders werden die Tiere lediglich mit Muskelkraft fixiert und ein ca. 1 kg schweres Halsband mit GPS-Sender angelegt. Mithilfe der Ortungen können Rückschlüsse auf die Raum- und Habitatnutzung der Tiere gezogen werden. “Somit erhalten wir unter anderem wichtige Erkenntnisse zu Orten der Nahrungsaufnahme oder Einständen”, sagt Alisa Klamm von der Nationalparkverwaltung.

Außer dem auffälligen Halsband bekommen die Wildschweine in jedes Ohr eine gelbe Ohrmarke. So können sie später auf Fotos von Wildkameras identifiziert werden, die extra dazu in den letzten Monaten an ausgewählten Standorten im Nationalpark installiert wurden. Mit Hilfe der Bilder soll die Größe des Wildschweinbestandes statistisch abgesichert ermittelt werden.

Die besenderten Wildschweine sollten bei der Jagd im Umfeld des Nationalparks nicht geschossen werden, da sonst wertvolle Daten verloren gehen können. Allgemeine und aktuelle Informationen sind demnächst auf der Projekthomepage www.schwarzwild-hainich.de zu finden. Jegliche Beobachtungen von besenderten oder markierten Tieren sollten der Projektkoordinatorin, Alisa Klamm (Alisa.Klamm@NNL.thueringen.de), gemeldet werden.

Nationalpark Hainich

Der Nationalpark Hainich mit seinen großen Laubwaldflächen liegt eingebettet in einen intensiv landwirtschaftlich genutzten Raum und stellt mit diesem einen wichtigen Lebensraum für das Schwarzwild dar. Mithilfe verschiedener wildbiologischer Untersuchungsmethoden, wie GPS-Telemetrie und die Arbeit mit Wildkameras, soll das Wissen über die Anpassung des Schwarzwildes an ein Leben in einem Mosaik von sehr unterschiedlich vom Menschen geprägten Lebensräumen erweitert werden. Neben Untersuchungen zur Raumnutzung und Bestandesdichte spielen vor allem die Zusammenarbeit und Kommunikation mit Jägern und Landwirten im Umfeld des Nationalparks eine bedeutende Rolle.

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