Donnerstag, 19. April 2018


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Lampertheim macht sich fit für die Zukunft

Klimaschutz und demografischer Wandel sind Themen für den Stadtumbau / Auftaktveranstaltung für die Lokale Partnerschaft

Frankfurt am Main, (lifePR) - Der Auftakt war vielversprechend: Nicht nur Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich im Anschluss an die erste Zusammenkunft der Lokalen Partnerschaft für den Stadtumbau äußerst zufrieden: „Das war ein gelungener Start in einen intensiven Prozess. Jetzt heißt es gemeinsam weiter am Ball bleiben“, erklärte er vor Medienvertretern. Auch andere Teilnehmer lobten den konstruktiven Dialog und die positive Atmosphäre bei diesem Auftakttreffen.

Stadtumbau beginnt mit dem ISEK

Die rund 31.300 Bewohner zählende Stadt Lampertheim im Kreis Bergstraße gehört zu den 20 Kommunen, die sich im vergangenen Herbst erfolgreich um Aufnahme in das vom Land aufgelegte Städtebauförderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ beworben hatten. Störmer hatte sich von Beginn an für dieses Projekt engagiert und setzt nun darauf, mit der finanziellen Unterstützung durch das Land insbesondere die Kernstadt Lampertheim neu zu beleben. Ziel ist es, sie durch eine Stärkung von Handel und Gewerbe für Bewohner und Besucher attraktiver zu gestalten.

Grundlage für alle geplanten Maßnahmen während der kommenden zehn Jahre bildet ein so genanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das den Handlungsrahmen der städtebaulichen Entwicklung vorgeben wird. Nach einem zweistufigen Auswahlverfahren hatte die NH ProjektStadt, die Stadtentwicklungsmarke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, den Auftrag für das ISEK bekommen.

Lokale Partnerschaft bringt Akteure zusammen

Im Februar 2017 hatte das Planungsteam um die beiden Projektleiter Christian Schwarzer und Marius Becker die Arbeit an dem ISEK aufgenommen. Allen Beteiligten war von Anfang an klar, dass nicht nur die Kommunalverwaltung, sondern auch alle am Ort ansässigen Interessengruppen sowie die breite Öffentlichkeit intensiv in diesen Prozess miteingebunden werden müssen. Nur so können die jeweiligen und mitunter ganz unterschiedlichen Anforderungen, Zielvorstellungen und Bedürfnisse aufeinander abgestimmt werden. Denn Lampertheim versteht sich als „Bürgerkommune“. Ein fester Bestandteil der breit angelegten Beteiligung ist die „Lokale Partnerschaft“, die am 22. Februar zum ersten Mal zusammenkam. Dem Bündnis gehören neben dem Bürgermeister und Ersten Stadtrat auch Vertreter von Parteien, Arbeitskreisen und Berufsgruppen an. Es soll den gesamten Stadtumbauprozess beratend begleiten und im Laufe dieses Jahres insgesamt sechs Mal tagen, um sich über die bisherigen Ergebnisse und künftigen Schritte auszutauschen. Außerdem ist ein Stadtspaziergang als Ortstermin geplant, um die Probleme und Potenziale in Lampertheim gemeinsam in Augenschein zu nehmen. Damit die Bewohner darüber hinaus Gelegenheit haben, sich intensiv an der Entwicklung eines Leitbilds für die Zukunft ihrer Stadt zu beteiligen, sind für Mai und Juni 2017 außerdem zwei große öffentliche Bürgerworkshops vorgesehen. Auch ist in Planung, eine Online-Plattform für Austausch und Anregungen zum Thema Stadtumbau einzurichten.

Ein grün-blaues Band für das Klima

Als Vorgabe für das Förderprogramm hatte die Landesregierung unter anderem die sogenannten grünen und blauen Infrastrukturen, also die Grün- und Wasserflächen, in den Mittelpunkt gestellt. Diese Anregung hat die Kommunalverwaltung sofort aufgegriffen und bereits in ihrer Antragsstellung das Ziel formuliert, die prägenden Grünstrukturen vom Altrhein durch die Stadt bis zum Wald zu vernetzen. Damit einher geht auch die Weiterentwicklung der innerstädtischen Grünräume. Von dieser Vernetzung erhofft man sich auch positive Effekte für das Stadtklima. So könnten weitere klimawirksame Flächen entwickelt und freigehalten werden. Diese würden sowohl einer Aufheizung des Innenstadtbereichs im Sommer entgegenwirken als auch bei Starkregenfällen große Mengen an Wasser aufnehmen können, um künftig Überschwemmungen zu vermeiden.

Lampertheim muss sich auf den demografischen Wandel einstellen

Neben Klimaschutz und Klimaanpassung gilt der demografische Wandel als weitere Herausforderung, der mit Hilfe des Stadtumbaus begegnet werden soll. Die Bevölkerung Lampertheims wird zunehmend älter und stellt heute daher andere Bedürfnisse an die Gestaltung ihres Wohnumfeldes als in den vergangenen Jahrzehnten. „Lampertheim möchte sich mit dem Stadtumbau fit machen für die kommenden 30 bis 50 Jahre“, erklärt Projektleiter Marius Becker von der NH ProjektStadt. „Die Lösung liegt unseres Erachtens in einer maßvollen Verdichtung des Innenstadtbereichs statt in einer weiteren Ausdehnung des Stadtgebiets in die Peripherie.“ In der Kernstadt von Lampertheim könnten künftig neue Wohnangebote, insbesondere barrierefrei, entstehen beziehungsweise Bestandsgebäude saniert werden. Auch will man dafür sorgen, dass die gesundheitliche Versorgungsqualität im Kernbereich gestärkt wird und neue kulturelle Angebote geschaffen werden, die dann für Senioren bequem zu Fuß zu erreichen wären. Zusätzlich will man die Wiederbelebung des Einzelhandels in diesem Quartier aktiv fördern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar verbessern. Daneben sollen insbesondere über die Straßenzüge grüne Verbindungswege geschaffen werden, die zum Spazierengehen oder Radfahren einladen. Ferner zählen die Schaffung von notwendiger Infrastruktur für E-Mobilität und der Ausbau des S-Bahn-Verkehrs zu den Zielen, die sich die Stadtentwickler für die Zukunft gesteckt haben.

Stadtumbau ist auf 10 Jahre angelegt

Bis zum 29. September muss der ISEK-Entwurf beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden eingereicht werden. Insgesamt ist das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ auf zehn Jahre angelegt, doch muss in jedem Jahr ein neuer Förderantrag eingereicht werden. Den ersten Förderbescheid in Höhe von 291.000 Euro konnte Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer bereits im Oktober 2016 von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) persönlich in Empfang nehmen.

Der gemeinsame Stadtspaziergang ist bereits für den 18. März geplant, zu dem auch die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Nähere Informationen folgen in Kürze.

Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit über 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 720 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regional-, untergliedert in 13 Service-Centern, betreut. Unter der Marke "NH ProjektStadt" werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben durchzuführen.

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