Samstag, 25. November 2017


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Filmreihe zur Ausstellung Picknick-Zeit

Ausgewählte Filme in Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum im August 2017

Frankfurt am Main, (lifePR) - Ein fröhlicher Ausflug ins Grüne, bei dem gemeinsam in der Natur gespeist wird – das Picknick ist eine weltweit beliebte Kulturpraxis. Während der sommerlichen Monate folgt die Ausstellung Picknick-Zeit bis zum 17. September 2017 der Faszination des Mahls unter freiem Himmel quer durch verschiedene Zeiten und Kulturkreise.

Im Rahmenprogramm der Schau Picknick-Zeit und in Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum lädt das Museum Angewandte Kunst im August zu einer thematischen Filmreihe ein. In den fünf ausgewählten Filmen spielt das Picknick eine Schlüsselrolle: Sie zeigen die Lust und Sinnlichkeit, die kollektive Vergnügtheit oder aber das komische Misslingen der Mahlzeit in der Natur. Neben zwei Klassikern von Jean Renoir führen die Filme nach England Anfang des 19. Jahrhunderts, folgen dem geheimnisvollen Ausflug australischer Schülerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts oder zeigen den Konflikt des französischen Bürgertums mit dem Leben in freier Natur im Mai 1968.

Den Auftakt der Reihe bildet am 2. August um 18 Uhr der impressionistische Film Eine Landpartie von Jean Renoir aus dem Jahr 1936. Eine junge Frau aus Paris erlebt bei einem Tagesausflug aufs Land ihre erste Liebe. Renoir gelang es eindrucksvoll, die literarische Vorlage von Guy de Maupassants mit viel Liebe zum Detail nachzugestalten.

Veranstaltungsort ist das Deutsche Filmmuseum. Ohne Anmeldung. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Eintritt in die Ausstellung ist im Preis nicht enthalten.

Alle Filme und Termine der Reihe im Überblick

Mi, 2. August, 18 Uhr
Une partie de campagne / Eine Landpartie
(FR 1936; R: Jean Renoir) OmU
Eine junge Frau aus Paris wird bei einem Tagesausflug ihrer Familie aufs Land mit der Natur konfrontiert und erlebt ihre erste Liebe. Von Renoirs Adaption der gleichnamigen Erzählung Guy de Maupassants aus dem Jahre 1881 wurden im Sommer 1936 nur die Außenaufnahmen gedreht – zu den Studioaufnahmen kam es nicht mehr. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das vorhandene Material montiert und der Film vorgeführt. Trotzdem ist Partie de campagne eines von Renoirs Meisterwerken.

Sa, 5. August, 18 Uhr und Mi, 9. August, 18 Uhr
Le déjeuner sur l‘herbe / Das Frühstück im Grünen
(FR 1959; R: Jean Renoir) DF
Mit diesem Film kehrte Jean Renoir nach Cagnes-sur-Mer auf den einstigen Familiensitz seines Vaters Auguste zurück und in die Bilderwelt des Impressionismus. Eine Komödie um einen Professor und Befürworter der künstlichen Befruchtung, der alle seine Prinzipien über Bord wirft, als er sich in der freien Natur in ein Bauernmädchen verliebt. Renoir drehte – nach umfangreichen Proben mit den Darsteller/innen – die Szenen im Freien mit mehreren Kameras gleichzeitig, was dem Film eine große Frische und Spontaneität verleiht.

Sa, 12. August 18 Uhr und Mi, 16. August 18 Uhr
Picnic at Hanging Rock / Picknick am Valentinstag
(AUS 1975; R: Peter Weir) OmU
Am Valentinstag des Jahres 1900 unternimmt eine Gruppe von Schülerinnen mit ihrer Lehrerin einen Ausflug zum Hanging Rock, einer Sehenswürdigkeit in Victoria, Australien.
Drei der Schülerinnen und die Lehrerin verschwinden dabei spurlos. Picnic at Hanging Rock war Peter Weirs erster internationaler Erfolg, ein Film mit wenig Handlung, aber von enormer Intensität. Er lebt von der Spannung, die von einer unbelebten und daher als unheimlich wahrgenommenen Natur ausgeht.

Sa, 19. August 18 Uhr und Mi, 23. August 18 Uhr
Milou en Mai / Eine Komödie im Mai
(FR /IT 1990; R: Louis Malle) OmU
Der 60-Jährige Milou lebt mit seiner Mutter in einem Anwesen in Südfrankreich. Als diese stirbt, ruft er die Familie zur Beerdigung zusammen. Aber es ist der Mai ’68, welcher sich nicht nur in Nachrichten aus dem fernen Paris, sondern auch in lokalen Streiks niederschlägt. Das lässt die Familienzusammenkunft länger dauern als eigentlich geplant. Louis Malle wirft in dieser melancholischen Komödie einen kritischen wie liebevollen Blick auf das französische Bürgertum und trauert der zum Untergang verurteilten Lebensart nach.

Sa, 26. August 18 Uhr / Mi, 30. August 18 Uhr
Emma
(USA 1996; R: Douglas McGrath) OmU
Eine Adaption von Jane Austens gleichnamigem Roman aus dem Jahre 1816: Die reiche, kluge und gutaussehende Emma Woodhouse versucht beständig, Frauen aus ihrer Umgebung mit den ihrer Meinung nach passenden Männern zu verkuppeln, ist aber nicht in der Lage, ihre eigenen Gefühle zu erkennen. Mit psychologischem Feingefühl und leiser Ironie zeigt der Film seine Figuren und die Welt des ländlichen englischen Bürgertums Anfang des 19. Jahrhunderts. Emma ist ohne Frage eine der gelungensten Jane-Austen-Verfilmungen.

Filmreihe zur Ausstellung Picknick-Zeit

Ausgewählte Filme in Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum im August 2017

Direktor
Matthias Wagner K

Veranstaltungsort
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

Kasse Deutsches Filmmuseum
T +49 69 961 220 220
T +49 69 961 220 999

Eintritt zur Veranstaltung
7 Euro, ermäßigt 5 Euro

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