"Schmecken, wie gut es sich in Mittelhessen leben lässt"

Mit einem ersten "Newcomers Day" wendet sich das Regionalmanagement direkt an zugezogene Fach- und Führungskräfte / Umfassende Strategie zur Willkommenskultur soll regionale Wirtschaft fördern

(lifePR) ( Marburg, )
Im Konkurrenzkampf der Regionen um Fach-und Führungskräfte hat sich die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (RMG) jetzt erstmals mit einem "Newcomers Day" direkt an Neubürger in der Region gewandt. Rund 160 Besucher kamen am vergangenen Samstag in die "Event-Scheune" nach Marburg-Dagobertshausen, um entweder als "Newcomer" begrüßt zu werden, oder um die neugewonnenen Wahl-Mittelhessen zu begrüßen. Für das Regionalmanagement ist die Veranstaltung Teil einer umfassenden Strategie zur Willkommenskultur. Unter anderem die Wirtschaft profitiere "enorm" von einer solchen Initiative, sagte Christian Bernhard von der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill am Rande des Treffens.

Es sei wichtig zu zeigen, "dass wir eine lebenswerte Region sind", sagte Bernhard, der auch Leiter des Arbeitskreises Willkommenskultur bei der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH ist. Zu diesem Zweck hatte die RMG an dem renommierten Veranstaltungsort in dem Marburger Ortsteil ein buntes Informations- und Unterhaltungsprogramm organisiert: Gruppiert als "Themen-Inseln" informierten Institutionen und Unternehmen rund um die Bereiche Bildung und Tourismus, Immobilien und Versicherungen sowie Kommunen und die Agentur für Arbeit über ihre Angebote in Mittelhessen. Im Freien luden Mathematikum und Chemikum die "Newcomer", von denen viele mit Familie gekommen waren, zu Mitmach-Experimenten ein, während die Musik Zentrale und ein kleiner Kinder-Zirkus diverse Instrumente und Accessoires zum Ausprobieren zur Verfügung stellten. Open-air-Buffet und Musik der Gruppe 2Injoy rundeten den Tag ab.

Marburgs Oberbürgermeister und RMG-Aufsichtsratsvorsitzender Egon Vaupel betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung einer auf die Familie ausgerichteten Politik: Man wolle, dass die neuen Fach- und Führungskräfte hier ihren Lebensmittelpunkt finden. Das Programm des "Newcomers Day" sei dafür eine gute Werbung: "Hier schmeckt man, wie gut es sich in Mittelhessen leben lässt. Auch Gießens Regierungspräsident Dr. Lars Witteck rührte die sprichwörtliche Trommel für die Region: Zwar gebe es in Mittelhessen keine "Global Player", dafür aber viele "Hidden Champions". "Wir wirken im Verborgenen, aber ohne uns läuft nichts", sagte Witteck über die regionale Wirtschaft. Allerdings erschwere es die manchmal fehlende Aufmerksamkeit den Unternehmen, "Fachkräfte von außen zu locken".

Um diese Sichtbarkeit der Region nach außen bemühen sich die so genannten Mittelhessen-Botschafter, die am Samstag auch in Dagobertshausen vertreten waren. "So etwas wie das Mathematikum zu gründen, wäre in keiner anderen Region möglich gewesen", sagte Prof. Albrecht Beutelspacher, Gründer des weltweit bekannten Mathe-Mitmachmuseums. Die Frauenfußball-Ikone Nia Künzer fühlt sich auch "als Weltmeisterin stets als Mittelhessin" und verweist auf ihre sportlichen Wurzeln in der Region. Stark in Mittelhessen verwurzelt und global erfolgreich ist das Rollstuhl-Basketballteam des RSV Lahn-Dill: Zahlreiche Meister-, Pokal- und Champions-League-Titel und 2010 auch den Weltpokal holte die Mannschaft nach Wetzlar, wie RSV-Manager Andreas Joneck berichtete. Einer seiner Top-Spieler, der aus den USA stammende Kapitän Michael Paye, ist mittlerweile überzeugter Mittelhessen. "Mein deutsches Lieblingsessen ist Handkäse mit Musik", gestand der gebürtige Detroiter.

Ein anderer mittelhessischer Neubürger beim "Newcomers Day" war Prof. Dominikus Herzberg, der aus Heilbronn an die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) gewechselt ist. Man fühle sich in der Region "gut aufgehoben", sagte Herzberg. Dass sich hier Familie und Beruf so gut verbinden ließen, sei einzigartig. Und dass man "so nett begrüßt" werde, mache die Region noch interessanter. "Wir sind froh, wenn auch nationale und internationale Führungskräfte in die Region kommen", sagte Elisabeth Kraft von der THM. Auch für die Studierenden sei eine Willkommenskultur wichtig, ergänzte Stefanie Kruppa vom Campus-Team des THM-Angebots StudiumPlus. Schließlich wolle man, dass sie "nach ihrem Abschluss in der Region bleiben."

"Für uns war die Veranstaltung ein voller Erfolg; wir konnten den 'Neuen' wichtige Fragen beantworten, Informationen vermitteln und die persönlichen Netzwerke aktivieren", zog Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, nach der Premiere des "Newcomers Day" Resümee. Aber: "Jetzt geht es erst richtig los." Ihle verwies auf den neugeschaffenen Newcomer-Bereich der RMG-Website mittelhessen.eu und die Aktivitäten des Arbeitskreises Willkommenskultur. Neben dem "Newcomers Day", den es im kommenden Jahr wieder geben soll, existiert bereits ein gedruckter und als Smartphone-App verfügbarer "Newcomers Guide". Ebenfalls schon installiert sind Lotsen, die als Ansprechpartner in den Institutionen "Newcomern" und Unternehmen beim Gang durch die Verwaltung zur Seite stehen. Aber Arbeitskreisleiter Christian Bernhard hat noch eine weitere Idee: Ein "Welcome-Center" soll die Funktion der Lotsen an einem Ort vereinen - wie das in Großstädten wie Hamburg bereits der Fall ist. "Das ist eines der Dinge, die wir uns noch vornehmen."
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