Sonntag, 26. März 2017


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Mehr Schwung für den Mittelstand: Förderinstitute legen Beteiligungsfonds auf

Meyer: "44-Millionen-Volumen bietet vor allem kleinen Firmen große Chancen"

(lifePR) (Kiel, ) Neues Sprungbrett für kleine und mittlere Unternehmen in Schleswig-Holstein: Das Land, die Investitionsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft haben einen mit 44 Millionen Euro ausgestatteten Beteiligungsfonds aufgelegt, der die Kreditfähigkeit der mittelständischen Betriebe in den kommenden Jahren verbessern und sie für Krisenzeiten wetterfester machen soll. "Durch diese Mittel, die seitens der Unternehmen wie Eigenkapital eingesetzt werden können, haben insbesondere kleine Betriebe die Möglichkeit, ihre Wachstumspotenziale deutlich besser zu nutzen. Und wir kommen einen weiteren Schritt weg vom Gießkannen-Prinzip der Wirtschaftsförderung - hin zu einem bedarfsorientierten Beteiligungs­kapi­talangebot", sagte Wirtschafts­minis­ter Reinhard Meyer heute (12. Februar) bei der Förderpressekonferenz des Landes und der Förderinstitute in Kiel.

Nach den Worten von Meyer kommt der neue Fonds erstmals ohne Haushaltsmittel des Landes aus und wird je zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Kapitalmarkt-Geldern finanziert. Er löst den bisherigen EFRE-Risikokapitalfonds des Landes ab, mit dem seit 2007 über 220 Firmen aus Schleswig-Holstein unterstützt und dadurch über 200 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst wurden. Auch beim neuen Fonds, aus dem ab März erste Gelder abrufbar sein werden, rechnen Meyer und die Institute damit, dass innerhalb der nächsten sieben Jahre ein Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro ausgelöst wird.

Wie der Minister weiter erläuterte, sollen von den 22 Millionen Euro EFRE-Mitteln, mit denen der neue Fonds bestückt ist, etwa 16 bis 17 Millionen Euro nach dessen Liquidation zurückfließen und wieder für die Wirtschaftsförderung zur Verfügung stehen. Meyer: "Damit setzen wir auch um, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, nämlich Förderprogramme künftig stärker auf so genannte revolvierende Fonds umzustellen, bei denen Fördermittel mehrfach eingesetzt werden können."

Eine Bilanz des Einsatzes der klassischen Förderinstrumente in 2014 zog der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers: So wurden im vergangenen Jahr 815 Unternehmen mit einem Finanzierungsvolumen von rund 445 Millionen Euro gefördert - 17 Prozent mehr als im Vorjahr. "Mit diesen Mitteln wurden nicht nur mehr als 2.200 Arbeitsplätze neu geschaffen und viele Tausend Arbeitsplätze gesichert - es wurden auch 285 Existenzgründungen und Übernahmen von Unternehmen ermöglicht. Insbesondere das Thema Unternehmensnachfolge wird künftig ein besonderer Schwerpunkt unserer Fördertätigkeit sein", so Westermann-Lammers.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hat den Unternehmen in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 375 Millionen Euro (Vorjahr: 315 Millionen Euro) an Finanzierungsmitteln zur Verfügung gestellt. Davon vergab die IB.SH 350 Millionen Euro (Vorjahr: 300 Millionen Euro) als Konsortialkredite gemeinsam mit den Hausbanken. Damit wurde die starke Investitionstätigkeit der Unternehmen mit langfristigen Krediten als Risikopartner der Hausbanken begleitet. Ein Schwerpunkt bei diesen Finanzierungen lag im Bereich der erneuerbaren Energien. Ergänzend zur Kreditversorgung hat die IB.SH Zuschüsse gezahlt: Aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) wurden im Jahr 2014 rund 25 Mio. € (Vorjahr: 15 Millionen Euro) zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bewilligt. Die IB.SH Förderlotsen konnten Gründerinnen und Gründern ebenso wie Unternehmen mit rund 2400 Beratungen, die weiterhin kostenlos erfolgen, bei Förder- und Finanzierungsfragen begleiten.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) stärkt mit ihren Beteiligungsprodukten die Eigenkapitalbasis mittelständischer Unternehmen aus Schleswig-Holstein. MBG-Beteiligungen sind auch im Geschäftsjahr 2014 stark nachgefragt worden. Insgesamt haben 128 Unternehmen Beteiligungskapital erhalten. Das ist ein Plus von gut 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr (108). Demgegenüber liegt das zugesagte Beteiligungsvolumen mit 18,1 Millionen Euro exakt auf Vorjahresniveau. Das MBG-Neugeschäft ist somit im Durchschnitt kleinteiliger geworden. Das liegt in erster Linie an dem neuen "Mikromezzaninfonds Deutschland", der vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Beteiligungskapital verschaffen will: Im Jahr 2014 hat die MBG 27 kleinen Unternehmen aus Schleswig-Holstein Beteiligungen zwischen 10.000 und 50.000 Euro (insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro) zugesagt. "Wir freuen uns über diese positive Resonanz und sehen noch ein großes Potenzial, vielen kleinen Unternehmen mit schwacher Eigenkapitalbasis mit diesem Angebot die Umsetzung ihrer wirtschaftlich sinnvollen Vorhaben zu ermöglichen" sagte Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, Geschäftsführer der MBG.

Fehlende Sicherheiten sind nach einer KfW-Studie immer noch der häufigste Grund für eine Kreditablehnung. Damit erfolgversprechende Vorhaben mittelständischer Unternehmen dennoch nicht scheitern, steht die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB) Unternehmern und Freiberuflern zur Seite und übernimmt Ausfallbürgschaften. Im vergangenen Jahr wurden in Schleswig-Holstein 505 Unternehmen und Angehörige Freier Berufe begleitet. Das herausgelegte Bürgschaftsvolumen lag mit 70 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (66 Millionen Euro). "Fast drei Viertel der Bürgschaften wurden für Investitionsvorhaben vergeben. Dies zeigt, dass die Unternehmen trotz der Krisen um uns herum an die Zukunft in unserem Land glauben", kommentierte BB-Geschäftsführer Hans-Peter Petersen das gute Ergebnis des Förderinstitutes.

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