Landesregierung verabschiedet Novelle des Hochschulgesetzes de Jager: "Forderungen der Hochschulen und Studenten eingelöst"

(lifePR) ( Kiel, )
Weniger Regularien, schlankere Bachelor- und Master-Studiengänge, mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung, mehr Kooperation zwischen den Hochschulen, direkte Promotionsmöglichkeit für Bachelor-Absolventen sowie die Umsetzung der Bologna-Strukturvorgaben vom Februar 2010 - das sind einige der Schwerpunkte der Hochschulgesetz-Novelle, die heute (18. Mai) von der Landesregierung verabschiedet wurde. Wie Wissenschaftsminister Jost de Jager sagte, ist damit das seit März 2007 geltende Hochschulgesetz in wesentlichen Punkten optimiert worden. "Das Gesetz hat sich insgesamt äußerst gut bewährt - doch nach dreijähriger Geltungs-dauer war es nötig, in einigen Bereichen nachzusteuern und damit neben Beschlüssen der Kultusministerkonferenz vor allem auch den zum Teil berechtigten Protesten der Studierenden Rechnung zu tragen", sagte de Jager.

Nach den Worten des Ministers begegnet die Novelle den Studentenprotesten vor allem durch eine bessere Umsetzung des Bologna-Prozesses. So war vor allem die Überfrachtung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge immer wieder scharf kritisiert worden. Der neue Gesetzentwurf sieht daher unter anderem eine Reduktion der Prüfungsdichte sowie Erleichterungen bei der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen vor. "Das fördert die Mobilität der Studierenden und löst ein zentrales Anliegen der europäischen Studienreform ein", so de Jager. Als weiteren Eckpunkt be-zeichnete er erleichterte Anerkennungsmöglichkeiten von so genannten außerhochschu-lischen Leistungen. "Damit bahnen wir den Absolventen klassischer Berufsausbildungen den Weg in die Hochschulen und investieren weiter in unseren wichtigsten Standortfaktor - die klugen Köpfe von morgen."

Als Beispiele für den bereits in der ersten Fassung des Hochschulgesetzes begonnenen Bürokratieabbau nannte de Jager die weitere Streichung von Berichtspflichten oder Ge-nehmigungs-Erfordernissen der Hochschulen. Besonders befähigten Bachelor-Absolventen von Fachhochschulen ermöglicht die Gesetzesnovelle in Zukunft auch ohne einen Masterabschluss den direkten Weg zur Promotion. "Das erhöht die Durchlässigkeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten und qualifiziert besonders begabte junge Menschen für die Herausforderungen der Zukunft."

Wie de Jager weiter sagte, schaffe die Novelle auch strukturelle Verbesserungen für die Hochschulen. So wird beispielsweise die Zweitmitgliedschaft von Professoren eingeführt: Hochschullehrer können auf diese Weise an zwei Hochschulen Lehrveranstaltungen an-bieten oder Promotionen betreuen. De Jager: "Das schafft vor allem eine größere Flexi-bilität innerhalb unserer beiden Exzellenzcluster ,Future Ocean' und ,Entzündungsforschung' sowie am Universitätsklinikum." Unter bestimmten Voraussetzungen seien künf-tig zudem gemeinsame Studiengänge unterschiedlicher Hochschulen möglich. "Mit all diesen Neuerungen haben wir nicht nur die meisten Wünsche der Lehrenden und Stu-dierenden eingelöst, sondern unsere Hochschulen zugleich fit für die kommenden Jahre gemacht", sagte de Jager.
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