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Pressemitteilung BoxID: 290648 (Messe Friedrichshafen GmbH)
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Fruchtbarer Boden für die internationale Obst- und Agrarbranche

Messe-Doppel Fruchtwelt Bodensee und "agrarwelt" registriert Ausstellerplus von fünf Prozent / Zuversicht in der Obstbau- und Agrarbranche

(lifePR) (Friedrichshafen, ) Europas Obstbaubranche blickt zuversichtlich auf die laufende Vermarktungssaison 2011/2012. Im Vorfeld der Fachmessen Fruchtwelt Bodensee und "agrarwelt" (24. bis 26. Februar 2012), weist Eugen Setz, Geschäftsführer der Obstregion Bodensee, auf deutliche Exportsteigerungsraten der EU bei Äpfeln in Ländern mit zunehmender Kaufkraft wie Russland oder weite Teile Asiens hin. "Dies wirkt sich positiv auf den EU-Binnenmarkt aus." Die Bodenseeregion ist mit einem Anteil von 325 000 Tonnen Tafeläpfeln (Ernte 2011) ein starker Marktteilnehmer im In- und Ausland. Vertreter der internationalen Obstbaubranche und Landwirtschaft werden zum Messe-Doppel in Friedrichshafen erwartet. Die Zahl von 335 Ausstellern aus 13 Nationen erreicht 2012 ein neues Spitzenniveau.

"Das Ausstellerplus von fünf Prozent unterstreicht die Bedeutung des Branchentreffs am Bodensee, der sich immer mehr zu einem Pflichttermin für Europas Obstbauern und Landwirte entwickelt", erklärt Projektleiterin Petra Rathgeber. "Die Integration der 35. Bodensee-Obstbautage mit internationalen Fachvorträgen und Diskussionsrunden führt zu einer starken Bereicherung des Messeangebots."

Angesichts der aktuellen Lagerbestände der EU (15), die mit 2,4 Millionen Tonnen um fünf Prozent über dem Vorjahr liegen, und einem Mehrbestand in der Region Bodensee, der mit 118 000 Tonnen sogar 35 Prozent erreicht, wird die Vermarktung des Bodensee-Obstes 2011/2012 zu einer Herausforderung. "Es besteht dennoch Zuversicht, dass die Bestände im Zeitfenster der Lagerfähigkeit der Sorten zu akzeptablen Preisen abgebaut werden können", betont Eugen Setz im Branchengespräch. "Der Mengendruck aus der Südhalbkugel dürfte sich im kalkulierbaren Rahmen halten. Dies führt zu einer weiteren Stabilisierung."

Alarmierend ist jedoch, dass der Konsum von Obst generell rückläufig ist. In den vergangenen zehn Jahren sank in Deutschland der jährliche Marktverbrauch pro Kopf bei Äpfeln um zwei Kilogramm auf heute 17,5. Eine plausible Erklärung liefert die Altersstruktur und das Konsumverhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Konsumforschung sieht den höchsten Konsum bei Frauen im Alter zwischen 51 bis 65 Jahren mit 330 Gramm pro Tag, bei Männern (ab 65 Jahren) bei 298 Gramm pro Tag. Dagegen konsumieren 19 bis 24-jährige Frauen 212 Gramm pro Tag und Männer zwischen 19 und 24 Jahren nur 161 Gramm. Dem wollen die deutschen Obsterzeugerorganisationen, gerade auch am Bodensee, mit gezielten Botschaften vor allem an die Jugend entgegenwirken, wie beispielsweise das Schulfruchtprogramm, oder die neue bundesweite Kampagne "Deutschland - mein Garten" zeigt.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst hebt Ökotrophologin Andrea Wiedemann vom Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben hervor: "Wer regelmäßig unterschiedliches Obst isst, kann seinem Körper ein breites Spektrum an Nährstoffen zuführen." Am Messesonntag (11 Uhr, Raum Liechtenstein) informiert sie die Besucher über das fruchtige Obstvergnügen und bietet außerdem eine Smoothie-Verkostung an. Hier plädiert sie für eine eigene Zubereitung: "Wenn noch Früchte vom Sommer eingefroren sind oder überreifes Obst in der Schale liegt, lässt sich mit wenigen Handgriffen ein wohlschmeckender Vitamincocktail mixen."

Preise und Öffnungszeiten

Die Fruchtwelt Bodensee ist vom 24. bis 26. Februar 2012 geöffnet; Freitag und Samstag von 9 bis 18 Uhr, Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro und beinhaltet auch den Eintritt in die Messe "agrarwelt". Weitere Informationen und eine Überblick zu Vortragsprogramm unter: www.fruchtwelt-bodensee.de und www.agrarwelt-bodensee.de.