Montag, 18. Dezember 2017


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Mainova auf gutem Kurs

Geschäftsergebnis für das Jahr 2015

Frankfurt am Main, (lifePR) - .

· Bereinigtes Ergebnis (EBT) von 128,9 Millionen Euro
· Kühlere Witterung gegenüber Vorjahr
· Hoher Wertminderungsbedarf für Beteiligungen an Gaskraftwerken
· Außerplanmäßiger Schuldenabbau
· Neue Geschäftsfelder durch innovative Produkte
· Rund 1,7 Milliarden Euro Investitionen seit 2006

Der Mainova-Konzern hat im Jahr 2015 ein bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von 128,9 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 136,1 Millionen Euro). Unter Druck waren insbesondere die Gaskraftwerke, die mit einem anhaltenden Verfall des Börsenstrompreises konfrontiert waren. Dies erforderte die Bildung von Risikovorsorgen für unsere Beteiligungen an den Gaskraftwerken in Irsching und Bremen. Positiv entwickelten sich die Segmente Strom-, Gas- und Wärmeversorgung. Letztere profitierten auch von einer deutlich kühleren Witterung als im Vorjahr.  

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, erklärte anlässlich der Vorstellung der Bilanz: „Unser operatives Kerngeschäft ist stabil. Wir konnten die Investitionen in unsere Infrastruktur deutlich ausweiten und gleichzeitig unsere Finanzschulden über das geplante Maß hinaus abbauen. Wir haben uns rechtzeitig auf die herausfordernden Rahmenbedingungen durch die Energiewende eingestellt und die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Die Mainova ist weiterhin auf gutem Kurs.“

Positive Entwicklungen im Kerngeschäft

Die Ergebnisse in den wärmegeführten Segmenten stiegen unter anderem witterungsbedingt von 51,5 Millionen Euro auf 65,5 Millionen Euro (+14,0 Millionen Euro) in der Gasversorgung beziehungsweise von -4,6 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro (+7,2 Millionen Euro) in der Wärmeversorgung. Dabei wirkte auch die Auflösung von Rückstellungen positiv.

Das Ergebnis der Stromversorgung erhöhte sich von 18,0 Millionen Euro auf 29,2 Millionen Euro (+11,2 Millionen Euro). Maßgeblich resultierte dies aus Vertriebserfolgen sowie der Weitergabe von gestiegenen Netzentgelten.

Die Erzeugung ist wie bereits im Vorjahr durch hohe Risikovorsorgen in Höhe von rund 17 Millionen Euro für die Mainova-Beteiligungen an den Gaskraftwerken in Irsching und Bremen belastet. Das Ergebnis liegt bei -6,0 Millionen Euro (+2,3 Millionen Euro).

In der Wasserversorgung konnte im Privatkundengeschäft kein auskömmliches Ergebnis erwirtschaftet werden. Insgesamt wurden im Segment Wasser 0,8 Millionen Euro erzielt (+0,4 Millionen Euro).

Das im Vorjahr durch positive Einmaleffekte beeinflusste Ergebnis im Segment Beteiligungen ist von 79,9 Millionen Euro auf 46,3 Millionen Euro gesunken (-33,6 Millionen Euro). Dies ist insbesondere auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen bei einer Beteiligung zurückzuführen.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Mainova ihre Finanzschulden weiter reduzieren. Sie sanken von 692,2 Millionen Euro auf 623,9 Millionen Euro (-68,3 Millionen Euro). Damit verringerten sich die Finanzschulden seit 2013 um mehr als 136 Millionen Euro.

Rund 1,7 Milliarden Euro Investitionen seit 2006

Die Investitionen lagen weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Unternehmen investierte 2015 114,8 Millionen Euro (+16,0 Millionen Euro). Insgesamt hat der Mainova-Konzern damit in den vergangenen zehn Jahren rund 1,7 Milliarden Euro in die Energiewende, Versorgungssicherheit und neue Geschäftsfelder investiert.

Der größte Anteil der Investitionen des Jahres 2015 entfiel auf den Ausbau und die Ertüchtigung des Fernwärmesystems in Frankfurt. Die Unterquerung des Mains konnte planmäßig im März 2016 abgeschlossen werden. Derzeit läuft die Verlegung der Fernwärmerohre. Nächster Meilenstein ist die Unterquerung des Gleisvorfelds am Hauptbahnhof. Der Baubeginn für diesen Abschnitt ist Mitte Juli geplant.

Dr. Alsheimer: „Fernwärme ist in urbanen Ballungsräumen einer der wichtigsten Stützpfeiler der Energiewende. Sie ist die ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien. Mit dem Ausbau leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Klimaziele der Stadt Frankfurt. Durch den Verbund der Mainova-Heizkraftwerke sparen wir jährlich rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Das allein sind fast 20 Prozent der im Klimaschutzplan 2020 der Stadt Frankfurt für den Sektor Energieversorgung vorgesehenen Einsparungen.“

Mainova erschließt neue Geschäftsfelder

Der sich verändernde Markt bietet auch für Mainova Chancen durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Derzeit liegt der Fokus auf Mieterstrommodellen mit Photovoltaik-Anlagen. Mainova betreibt die Anlagen und vermarktet den so erzeugten Strom direkt an die Mieter der angeschlossenen Liegenschaften. Der Mieter profitiert von einem günstigen Ökostromtarif und partizipiert gleichzeitig aktiv an der Energiewende.

Energiewende braucht einen Kohlekonsens

Die Energiewende führt derzeit zu der paradoxen Situation, dass auch der Energiesektor die vorgegebenen Klimaziele nicht mehr erfüllt: Seit 2001 überschreiten die energiebedingten Emissionen den geplanten Reduktionspfad. Dieser Trend hat auch durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien keine Veränderung erfahren. Abgeschriebene, veraltete Kohlekraftwerke produzieren Strom, während hocheffiziente Gaskraftwerke und KWK-Anlagen aus dem Markt gedrängt werden. Dies ist dem derzeit wirkungslosen Emissionshandel geschuldet. Dr. Alsheimer: „Wir benötigen einen Kohlekonsens analog zum Atomkonsens. Die Anlagen mit dem höchsten CO2-Ausstoß sollten als erste vom Netz gehen. Dann hätten unsere hocheffizienten KWK- und Gaskraftwerke aufgrund der geringeren CO2-Emissionen faire Chancen, sich im Wettbewerb durchzusetzen.“

Ausblick 2016

Der Start in das Geschäftsjahr 2016 verlief gut. Der Vorstand geht unter den aktuellen Rahmenbedingungen davon aus, im laufenden Jahr ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau zu erzielen.

Mainova AG


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