Montag, 18. Dezember 2017


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Triumphzeichen: Siegerpokale und Trophäen erzählen Sportgeschichte

Sonderschau "Zeitreise durch die Epochen" der WORLD OF TROPHIES zeigt historische Ehrenpreise von 1882 bis 2009 / WORLD OF TROPHIES Internationale Fachmesse für Trophäen, Gravier- und Werbetechnik - 25. bis 27. Februar 2012

Leipzig, (lifePR) - Handgemalte Olivenzweige ranken ehrerbietig aus blauem Schleifenband. Schwarz-golden prangt das Felsingsche Turnerkreuz mit seinen vier F-Buchstaben zentral auf rosa Keramik. "Frisch, Frei, Fröhlich, Fromm" künden die Insignien des Turnens vom Stolz der Preisträger vor 130 Jahren. Der 32 Zentimeter hohe Pokal von 1882 zählt zu den Highlights der Sonderausstellung "Zeitreise durch die Epochen" der Fachmesse WORLD OF TROPHIES vom 25. bis 27. Februar 2012 in Leipzig. Die gemeinsam mit dem Förderverein Sächsisches Sportmuseum e.V. organisierte Schau präsentiert 33 Siegertrophäen von 1882 bis 2009, darunter Stücke aus der Sammlung des Sportmuseums Leipzig sowie Leihgaben von Sportlern.

"Ob Kristallglas, Blech, Holz, Steingut, Bronze oder Kunststoff, Vase, Schale oder Teller - die Ausstellung offenbart die historisch gewachsene Vielfalt der Ehrenpreise", verspricht Dr. Gerlinde Rohr, Leiterin des Sportmuseums Leipzig. So durfte Meisterschütze Karl Wilhelm Daniel Kiesel, Hofjuwelier in Freudenstadt, vom 8. Deutschen Bundesschießen 1884 einen Becherpokal aus echtem Silber mit nach Hause nehmen. Das 22 Zentimeter hohe Prachtstück ist mit Wappen, Reichsadler, Schützenemblem und Eichenlaub aufwändig verziert. Echtes Edelmetall steckt auch im Silbernen Fußballschuh, den Torwart Jürgen Croy aus Zwickau vor rund 35 Jahren als DDR-Fußballer des Jahres erhielt.

Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller konnte sich 1980 über einen Schlittschuh mit Marmorsockel freuen. "Sehr repräsentativ ist auch die goldfarbene Metallschale für die Mannschaftssiegerinnen im Wasserspringen beim Europapokal 1987, den Prinz Albert von Monaco gestiftet hat", so Dr. Rohr. Die gewichtigste Auszeichnung in der Sonderschau stammt von Kornelia Ender: Die 58 Zentimeter hohe, mehr als 15 Kilogramm schwere Holztafel mit eingelassenem Metallrelief - der FINA-Weltpokal - wurde dem Schwimmstar 1976 zur Olympiade in Montreal/Kanada vom internationalen Schwimmverband FINA überreicht.

Trophäen schon in der Antike begehrt

"Bereits bei den Olympischen Spielen der Antike gab es Trophäen für die Sieger - einen Kranz aus einem Zweig des wilden Ölbaums, geschnitten mit einem goldenen Messer. Außerdem wurden die Olympioniken selbst zur Trophäe: als Vorbild für Statuen", weiß Expertin Rohr. "Von ihren Heimatorten wurden die Champions mit Geschenken überhäuft. Ähnliche Vergünstigungen blieben über die Jahrhunderte üblich: Dem ersten Sieger im Zwölfkampf beim Deutschen Turnfest in Leipzig 1913, Ewald Kessler, stellte zum Beispiel ein ortsansässiger Fuhrunternehmer ein Jahr lang kostenlos Fahrzeuge zur Verfügung. Der Glückliche kam aus dem Turnverein Neureudnitz", erzählt sie. Traditionell würden Politik und Wirtschaft den Sportlern oder Vereinen mit gestifteten Pokalen ihre Ehrerbietung erweisen. So habe der Fabrikbesitzer Hugo Graf 1911 dem Leipziger Eishockey-Verband einen Wanderpreis in Form eines 16 Zentimeter großen, metallenen Weinpokals gewidmet.

Des Sportlers liebstes Souvenir

"Sportler trennen sich nur sehr ungern von ihren Trophäen, sind damit doch Erinnerungen an Höchstleistungen und errungene Siege verbunden. Meist können wir sie aber zu einer Leihgabe überreden", berichtet die Museumschefin. Bereits im 19. Jahrhundert sei mit der Zunahme an Vereinen und Wettkämpfen eine Industrie für Ehrenpreise entstanden. Bis heute bildet der Sport einen guten Absatzmarkt für Trophäen. So sind in der Ausstellung auch zeitgemäße Exponate zu sehen - wie die filigranen Kleinplastiken der Koblenzer Künstlerin Edith Peres-Lethmate, zum Beispiel Hochspringer, Speerwerfer oder Tenniskönigin Steffi Graf in Bronze.

Hintergrund Sportmuseum Leipzig

Das 1977 gegründete Sportmuseum Leipzig gehört als Sammlungs- und Dokumentationszentrum zum Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Sein Depot umfasst über 90.000 Exponate aus rund 200 Jahren Turn- und Sportgeschichte, darunter etwa 450 Trophäen und Pokale sowie eine rund 4.000 Bände umfassende Fachbibliothek. Einmalig sind die Sammlungen zur Arbeitersportbewegung, zur Turnfestgeschichte in Deutschland und die Bestände an Textilien, Sportgeräten und Memorabilien bekannter Sportler. Das Sportmuseum hat keine ständige Ausstellung.

Hintergrund WORLD OF TROPHIES

Zum zweiten Mal findet die WORLD OF TROPHIES vom 25. bis 27. Februar 2012 parallel zur Frühjahrs-CADEAUX in Leipzig statt. Rund 45 Aussteller aus fünf Ländern präsentieren Pokale, Ehrenpreise, Souvenirs, Gravier- und Werbetechnik sowie digitale Druckverfahren. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und historischer Sonderschau ergänzt die Ausstellung. Bis 2010 war die Fachveranstaltung neun Mal in Kassel ausgerichtet worden.

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