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Pressemitteilung BoxID: 414561 (Leipziger DOK-Filmwochen GmbH)
  • Leipziger DOK-Filmwochen GmbH
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Andreas Kötzing, Kultur- und Filmpolitik im Kalten Krieg

Neu auf dem Markt / Die Filmfestivals von Leipzig und Oberhausen in gesamtdeutscher Perspektive 1954-1972

(lifePR) (Leipzig, ) Wie wirkte sich der Kalte Krieg auf die Kultur- und Filmpolitik beider deutscher Staaten aus? Eine neue Studie von Andreas Kötzing, erschienen Ende April 2013 und vorgestellt bei den 59. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, gibt Auskunft über die deutsch-deutsche Kulturpolitik im tiefsten Kalten Krieg. Die Kurzfilmtage Oberhausen - lange bekannt als das "Fenster zum Osten" - und das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, stehen im Mittelpunkt dieser spannenden und kenntnisreichen Untersuchung.

Leipzig und Oberhausen zählen zu den renommiertesten Filmfestivals weltweit. Beide Veranstaltungen wurden Mitte der 1950er Jahre gegründet (Oberhausen 1954, Leipzig 1955) und entwickelten sich schnell zu zentralen Kulturveranstaltungen in der Bundesrepublik bzw. in der DDR. Andreas Kötzing untersucht am Beispiel der Westdeutschen Kurzfilmtage und der damaligen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche, wie sich der Ost-West-Konflikt auf die deutsch-deutsche Kultur- und Filmpolitik auswirkte. Verflechtungen sowie Anknüpfungs- und Abgrenzungspunkte zwischen beiden deutschen Staaten stehen dabei besonders im Mittelpunkt. Unter welchen Umständen konnten sich ost- und westdeutsche Filmemacher an den Festivals beteiligen? Welche Filme wurden gezeigt und welche Konflikte riefen sie hervor? Welchen kulturpolitischen Einfluss übten die Festivals aus? Welche persönlichen Kontakte ergaben sich im Rahmen der Filmwochen?

"Das Buch liest sich in jedem Moment spannend wie ein Agentenroman, spannend aber ist die Realität, der ungeheure Detailreichtum. Kötzings Buch stellt für mich eine der bedeutendsten filmgeschichtlichen Leistungen der letzten Jahre dar." (Lars Henrik Gass, Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen)

"Diese Untersuchung unterscheidet sich auf wohltuende Weise vom stets reproduzierten Ost-West-Diskurs. Indem Kötzing ganz genau hinsieht und nachfragt, wie es wirklich war, fördert er Erstaunliches und Absonderliches zutage: Handlungszwänge und Mut, Paranoia und einen mitunter skurrilen Wahnsinn - und zwar auf beiden Seiten." (Grit Lemke, Leiterin Dokumentarfilmprogramm DOK Leipzig)

Zum Autor:

Andreas Kötzing, geboren 1978, Historiker und freier Journalist. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut in Dresden und Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen Filmgeschichte und den deutsch-deutschen Beziehungen im Kalten Krieg.

Andreas Kötzing: Kultur- und Filmpolitik im Kalten Krieg
Wallstein Verlag
427 S., geb., Schutzumschlag, 14,0 x 22,2
ISBN: 978-3-8353-1264-7 (2013)
€ 44,90 (D) | € 46,20 (A) | SFr 57,80
Göttingen/Oberhausen/Leipzig, 2013