So viel kosten Wohnungen in Niedersachsen

Höchste Preise im Landkreis Aurich

(lifePR) ( Hannover, )
Der Preisdruck am niedersächsischen Wohnungsmarkt hält an: In fast allen Landkreisen und Städten haben die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen gegenüber dem Jahr 2015 deutlich zugelegt. Am teuersten in Niedersachsen ist derzeit der Landkreis Aurich mit einem mittleren Angebotspreis von 2.623 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Die aktuellen Daten für gebrauchte Eigentumswohnungen hat die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord) jetzt im Rahmen ihres halbjährlich erscheinenden Kaufpreisspiegels ver­öffentlicht. Die Auswertung des Instituts empirica bezieht sich auf die Immobilienangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen und Online-Portalen im dritten Quartal 2018.

Im Landkreis Aurich muss ein Haushalt rund vier Jahreseinkommen aufbringen, um eine Bestandswohnung zum typischen Preis von 179.000 Euro zu erwerben. Die Spitzenpreise in der Region liegen noch erheblich höher: Im oberen Preissegment werden für ein Viertel aller Wohnungen mindestens 6.740 Euro pro Quadratmeter verlangt. „Für diesen Wert sind in erster Linie die hochpreisigen Inselimmobilien auf Juist und Norderney verantwortlich“, erklärt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.

Den zweiten Platz bei den Wohnungspreisen belegt die Stadt Hannover. In der niedersächsischen Landeshauptstadt wird die Hälfte aller inserierten Eigentumswohnungen für 2.532 Euro pro Quadratmeter angeboten. Der hier typische Wohnungspreis von rund 180.000 Euro entspricht nach den Berechnungen von empirica 4,2 örtlichen Jahres­einkommen. Die Spitzenpreise in Hannover erreichen bei einem Viertel aller angebotenen Wohnungen mindestens 3.100 Euro pro Quadrat­meter.

Hohe Quadratmeterpreise über 2.200 Euro sind in den Städten Oldenburg (2.453 Euro/qm) und Braunschweig (2.241 Euro/qm) sowie in den Landkreisen Cloppenburg (2.320 Euro/qm), Cuxhaven (2.282 Euro/qm), Wittmund (2.278 Euro/qm), Lüneburg (2.277 Euro/qm) und Harburg (2.241 Euro/qm) zu finden. Käufer müssen in diesen Regionen das Drei- bis Viereinhalbfache eines Haushaltseinkommens für eine gebrauchte Eigentumswohnung aufwenden.

Verglichen mit dem dritten Quartal 2015 sind die Wohnungspreise im Landkreis Wesermarsch besonders stark gestiegen. Innerhalb der vergangenen drei Jahre betrug die Preissteigerung 19 Prozent pro Jahr. Auch in den Landkreisen Uelzen, Göttingen, Leer und Friesland sowie in der Stadt Osnabrück gab es jährliche Preissteigerungen von 15 Prozent und mehr.

Am günstigsten sind gebrauchte Eigentumswohnungen in Nieder­sachsen in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg (748 Euro/qm), Goslar (778 Euro/qm) und Holzminden (778 Euro/qm) zu haben. Für den Wohnungskauf müssen Haushalte hier lediglich ein bis anderthalb Jahreseinkommen aufbringen.

„Nach wie vor ist ein eigenes Zuhause einer der besten Wege, um Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen“, betont LBS-Chef Dr. Kamp. „Das neue Baukindergeld ist dafür ein wichtiges Signal – allein in Niedersachsen werden sich zusätzlich rund 6.000 junge Familien Wohneigentum leisten können.“
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