Samstag, 20. Januar 2018


  • Pressemitteilung BoxID 332783

LBS Bayern hält hohes Absatzniveau

Guter Start für neue Produktfamilie / Test-Siege für LBS-Kombidarlehen / Erwerb durch die Sparkassen bestätigt das Geschäftsmodell

München, (lifePR) - Ein Plus von fast 50 Prozent bei den LBS-Bausparverträgen, die an Unter-16-Jährige vermittelt wurden, haben der LBS Bayern im ersten Halbjahr 2012 eine kräftige Steigerung des Stückzahl-Neugeschäfts beschert. Es verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,3 Prozent auf 164.980 Abschlüsse. Die Bausparsumme erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. "Wir steuern wieder auf einen erfreulichen Bausparjahrgang zu", stellte Dr. Franz Wirnhier, Sprecher der LBS-Geschäftsleitung, auf der heutigen Bilanz-Presse-konferenz der Landesbausparkasse fest. 2011 hatte die LBS Bayern mit 249.216 Bausparverträgen (+ 9,1 %) über 8,3 Milliarden Euro (+ 4,3 %) das höchste Absatzvolumen in ihrer Geschichte erreicht.

Den Wachstumsschub im Jugendmarkt verdankt die LBS dem Junior-Bonus von bis zu 300 Euro, den sie im November 2010 für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einführte. Laut LBS-Chef Wirnhier "ein innovativer Volltreffer". 2011 wurden in der Zielgruppe rund 43.000 Bausparverträge abgeschlossen, 2012 sind es nach sechs Monaten bereits 35.562.

Neben der starken vertrieblichen Präsenz durch die bayerischen Sparkassen und den LBS-Außendienst und vielfältigen Aktionen im Markt nannte Wirnhier das anhaltend positive Image des Bausparens als wesentliche Gründe für die guten Absatzzahlen. "Mehr denn je suchen die Menschen nach Sicherheit und Stabilität", so Wirnhier. "Unter dem Eindruck von Finanz- und Schuldenkrise genießen Bausparen und Wohneigentum ein besonders großes Vertrauen." Bausparen sei der etablierte Wegbereiter für den Erwerb von Wohneigentum, das als Wertsicherung und vor allem als Altersvorsorge eine überragende gesellschaftliche Akzeptanz habe

Zufrieden zeigte sich Wirnhier auch mit dem Finanzierungsgeschäft der LBS. Das kollektive wie das außerkollektive Kreditgeschäft profitierten 2011 gleichermaßen von der kräftigen Nachfrage der Erwerber und Modernisierer von Wohnimmobilien. Der Kreditbestand erhöhte sich insgesamt um 4,6 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro. Besonders dynamisch war die Entwicklung bei den Auszahlungen von Vor- und Zwischenfinanzierungskrediten mit einem Plus von knapp 32 Prozent auf 654,4 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2012 schwächte sich die Nachfrage ab. Wirnhier machte dafür "den extremen Absturz der Kapitalmarktzinsen auf historische Tiefststände" verantwortlich. Dadurch stünden die zuteilungsreifen Bauspardarlehen, deren Auszahlungen zwischen Januar und Juni um 15,3 Prozent auf 302,1 Millionen Euro zurückgingen, im harten Wettbewerb zu Kapitalmarktdarlehen, deren Konditionen schneller nach unten gingen als die laufenden Tarifanpassungen der LBS wirken könnten. Das Minus von 7,3 Prozent auf 284 Millionen Euro bei den Auszahlungen von Vor- und Zwischenfinanzierungskrediten erklärte Wirnhier mit einem Basiseffekt: "Das außerordentlich gute Geschäft des vergangenen Jahres spielte sich vor allem in den ersten Monaten ab. Da lagen die Zinsen im Aufwärtstrend, was erfahrungsgemäß die Kreditnachfrage beschleunigt. Dümpeln die Zinsen dagegen monatelang im Keller, so wie in den zurückliegenden Monaten, dann nehmen sich Bauherren, Immobilienkäufer und Hausbesitzer mehr Zeit für ihre Investitionsentscheidung." In jüngster Zeit ziehe die Nachfrage wieder an, bei den Sofortfinanzierungen kündige sich ebenfalls ein guter Jahrgang an.

Betriebsergebnis erhöht sich um 13 Millionen Euro

Der kurzfristige Zinsanstieg in den ersten Monaten des vergangenen Jahres wirkte sich positiv auf den Zinsüberschuss aus, der um 19,1 Millionen Euro auf 208,9 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Positiv bemerkbar machten sich die gewachsenen Bestände an Vor- und Zwischenfinanzierungskrediten sowie die im Zuge mehrfacher Tarifanpassungen gesunkene Durchschnittsverzinsung der Bauspareinlagen. Das Provisionsergebnis verminderte sich um 1,4 Millionen Euro auf
-32,7 Millionen Euro, weil das sehr gute Neugeschäft hohe Provisionsaufwendungen zur Folge hat. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Vermittlung der Riester-Bausparverträge, bei denen die Abschlussgebührenerträge auf fünf Jahre verteilt werden, während die Provisionszahlungen sofort in voller Höher aufwandswirksam sind. Der Verwaltungsaufwand fiel mit 97,1 Millionen Euro um knapp 3 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr. Niedrigere Aufwendungen für die Altersvorsorge wegen der Anpassung an die Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie die Umwandlung von Vertriebszuschüssen in Provisionen waren hier die relevanten Faktoren. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Millionen Euro auf -9,2 Millionen Euro. Das sonstige Ergebnis ist vor allem belastet durch eine freiwillige Dotierung des Fonds zur bauspartechnischen Absicherung, die mit 16,1 Millionen Euro um 4,5 Millionen Euro höher ausfiel als im Vorjahr. Durch den kräftig erhöhten Zinsüberschuss kommt für 2011 unterm Strich ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 70 Millionen Euro heraus, das 13,1 Millionen Euro über dem Vorjahr liegt.

Dieses Niveau sei in diesem Jahr nicht erreichbar, sagte Wirnhier. "Trotz guter Kostensituation, trotz vorausschauender Tarifpolitik, trotz starker Vertriebsleistung, trotz einer risikooptimierten Anlagestrategie - die Effekte der Talfahrt am Kapitalmarkt lassen sich nicht kompensieren." Zudem müssten in diesem Jahr aufgrund des Urteils des Bundesarbeitsgerichts zur Rechtmäßigkeit der versorgungsrechtlichen Ansprüche von langjährigen Mitarbeitern der BayernLB außerordentliche Pensionsrückstellungen in erheblicher Höhe dotiert werden. "Aus heutiger Sicht erwarten wir ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von etwa 40 Millionen Euro."

Gute Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft

Die LBS unternehme große Anstrengungen, um das Kreditgeschäft anzukurbeln, erklärte Wirnhier zur Strategie des Unternehmens. Das Umfeld sei dafür ideal, denn die Wohnimmobilie erweise sich derzeit als absoluter Renner bei Selbstnutzern und Kapitalanlegern. Der LBS-Sprecher verwies auf die Geschäftsentwicklung der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-Gesellschaft, die 2011 das beste Ergebnis in ihrer 40-jährigen Geschichte erzielte. In diesem Jahr gehe es weiter bergauf, mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 5642 vermittelte Objekte und einem Zuwachs beim Objektwert von 17,7 Prozent auf 946 Millionen Euro. Die LBS habe für diese hohe Nachfrage hervorragende Angebote. Insbesondere die Kombikredite, also mit Bausparverträgen unterlegte Sofortfinanzierungen der LBS Bayern, sind mehrfach von der Stiftung Warentest ausgezeichnet worden. Im aktuellen "Finanztest"-Sonderheft zur Eigenheimfinanzierung landet die LBS in Bayern viermal auf Platz eins.

Rückenwind für das Finanzierungsgeschäft erwartet sich die LBS von ihrer neuen Tariffamilie. Seit Mitte März hat sie die Zinsen für Bauspardarlehen auf den niedrigsten Satz ihrer Geschichte gesenkt. Bauspardarlehen für Eigenheimerwerber werden ab einem Nominalzins von 2,75 Prozent angeboten. Hausbesitzer, die für eine energetische Modernisierung vorsorgen wollen, erhalten ihr Bauspardarlehen schon für 1,75 Prozent. "Diese Produkte werden von unseren Beratern und Kunden sehr gut angenommen", berichtete Wirnhier.

Alle neuen Tarife können mit der staatlichen Wohn-Riester-Förderung kombiniert werden. Zum 30. Juni hatte die LBS Bayern 104.504 Wohn-Riester-Verträge über 4,55 Milliarden Euro im Bestand. Wirnhier zitierte ein weiteres Mal "Finanztest", um die Attraktivität der Wohn-Riester-Zuschüsse und -Steuervorteile zu unterstreichen. "Kredite mit Riester-Förderung sind erste Wahl bei der Eigenheimfinanzierung", so die Verbraucherschützer. Wirnhier zeigte sich überzeugt, dass noch viel mehr Immobilienfinanzierer diese Chancen nutzen könnten.

Warten auf staatliche Förderung der energetischen Sanierung

Er betonte auch erneut die großen Wachstumsspielräume im Modernisierungsmarkt. Weit über die Hälfte der Wohngebäude sei älter als 30 Jahre und verheize viel mehr Öl und Gas, als es die heutigen energetischen Standards für Neubauten erlauben. Wenn die Energiewende gelingen solle, müsse der Staat das viel zu geringe Sanierungstempo durch gezielte Fördermaßnahmen erhöhen. Wirnhier plädierte für direkte Zuschüsse - "weil die Leute sie unmittelbar auf ihrem Konto sehen" - und für einfache Vergabekriterien. Er bedauerte, dass es im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat seit einem Jahr nicht zu einer Einigung auf eine Förderung energetischer Modernisierungen gekommen ist. Diese ungeklärte Situation lasse Hausbesitzer zögern, entsprechende Investitionen vorzunehmen. Das energetische Modernisierungspotenzial bezifferte Wirnhier allein in Bayern auf 120 Milliarden Euro.

"Hauptvertriebspartner investiert in seine Landesbausparkasse"

Zum Verkauf der LBS Bayern an die bayerischen Sparkassen, der Teil der Einigung im EU-Beihilfeverfahren der BayernLB ist, meinte Wirnhier: "Nachdem wir rund 40 Jahre lang als integraler Teil der BayernLB erfolgreich waren, investiert unser Hauptvertriebspartner in seine Landesbausparkasse. Das bestätigt unser Geschäftsmodell, das immer auf die intensive Zusammenarbeit mit unseren Sparkassen gesetzt hat, egal ob sie - über die BayernLB - 50 oder 5 Prozent Anteile an der LBS hatten." Seit ihrer Gründung 1929 sei die LBS die Bausparkasse der Sparkassen. "Mit dem Erwerb der LBS durch die Sparkassen werden wir die sehr gute Zusammenarbeit weiter vertiefen. Und mit der BayernLB als unserem langjährigen Eigentümer werden wir auch künftig als Partner in der Sparkassen-Finanzgruppe eng verbunden bleiben. Von unserem starken Verbund profitieren wir alle."

Positiver Ausblick

Wirnhiers Ausblick fiel mit Blick auf die dargestellten Wachstumspotenziale positiv aus. "Die Verbraucher wollen Sicherheit und Stabilität, Bausparen und Wohneigentum zählen deshalb zu ihren Favoriten - genauso wie der Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe."

LBS Bayerische Landesbausparkasse Anstalt der Bayerischen Landesbank

Die LBS Bayern ist mit fast 1,6 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 40 Prozent beim Neugeschäft die führende Bausparkasse im Freistaat. Im Verbund mit den Sparkassen ist das Unternehmen seit über 80 Jahren ein bewährter Partner für Erwerber und Besitzer von Wohnimmobilien. Mit ihrer Expertise trägt die LBS Bayern wesentlich zu einer verlässlichen und krisenfesten Altersvorsorge der Menschen im Freistaat bei. Im Jahr 2011 vermittelte sie rund 250.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 8,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2011 befanden sich rund 2 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 57,2 Milliarden Euro im Bestand. Weitere Informationen im Internet unter www.lbs-bayern.de.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Klinik-Zusammenschluss

, Finanzen & Versicherungen, Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd

Die Klinik Passau Kohlbruck und das Orthopädie-Zentrum Bad Füssing firmieren seit Januar 2018 unter dem Namen Rehafachzentrum Bad Füssing -Passau....

Schäden nach Orkantief „Friederike“: Welche Versicherungen helfen

, Finanzen & Versicherungen, Ammerländer Versicherung VVaG

Am Jahrestag von „Kyrill“ legte Orkantief „Friederike“ Deutschland lahm. Mit Windspitzen von 203 Stundenkilometern entwurzelte es Bäume und sorgte...

Wer zahlt, wenn...

, Finanzen & Versicherungen, Gothaer Versicherungsbank VVaG

. · Wohngebäude- und Hausratversicherunge­n decken nicht alle Schäden · Teilkasko übernimmt Kosten bei unmittelbaren Sturmschäden am Auto ·...

Disclaimer