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Sachsen will die Verbindung von Kultur und Tourismus voranbringen

Herausforderungen nach der Pandemie gemeinsam meistern

(lifePR) (Dresden, )
Um den Kulturtourismus in Sachsen konkret voranzubringen, hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gemeinsam mit dem Landestourismusverband Sachsen e.V. (LTV SACHSEN) Anfang des Jahres die Veranstaltungsreihe „Dialog der Gastgeber“ gestartet.

Im Vorfeld der vierten Veranstaltung heute (19. Mai 2022) in Dresden sprach Staatsministerin Barbara Klepsch gemeinsam mit Dresdens Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus Annekatrin Klepsch und Direktor Manfred Böhme vom LTV SACHSEN zur Bedeutung des Kulturtourismus für Sachsen und Dresden sowie über die aktuelle Entwicklung in diesem Bereich nach der Pandemie.

„Wir haben uns als Kulturreiseziel Nummer 1 in Deutschland etabliert. Sachsens Kulturlandschaft ist einer der zentralen Reiseanlässe – gleichzeitig befördert der Tourismus seit jeher den kulturellen Austausch und die Gastfreundschaft. Aber leider hat Corona auch Spuren bei der Nachfrage von Kulturangeboten hinterlassen. Die Gründe sind eindeutig: Kulturangebote waren während der Pandemie nur eingeschränkt verfügbar und dafür stieg die Nachfrage von Outdoor-Aktivitäten. Dennoch ist die Sehnsucht nach Kulturerlebnissen bei vielen Menschen nach wie vor groß. Wir wollen, dass beide Bereiche stark sind und sich gegenseitig unterstützen. Ein Ansatz ist es dabei, Aktivurlaub mit kulturellen Erlebnissen zu verbinden oder umgekehrt. Dafür sammeln wir mit dieser Veranstaltungsreihe Denkanstöße und neue Ideen“, betonte Ministerin Barbara Klepsch.

Kultur und Tourismus haben in den vergangenen Monaten fast die gesamte Last der Pandemiebekämpfung getragen. Die Folgen spürt die Kulturbranche bis heute – die finanziellen Reserven sind aufgebraucht und das Publikum muss wieder zurückgewonnen werden. Das betrifft die gesamte Kulturlandschaft, nach zwei Jahren Pause durch Corona kann Kultur jetzt erst wieder richtig anfangen und die Menschen kommen langsam zurück.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat im April ein über 35-Millionen-Euro-Anschubprogramm für die sächsische Kultur- und Tourismuslandschaft auf den Weg gebracht. Damit soll die schwer durch die Corona-Pandemie getroffene vielfältige sächsische Kultur- und Tourismuslandschaft erhalten und unterstützt werden.

Manfred Böhme, Direktor LTV SACHSEN, ergänzt: „Gerade nach dem Stillstand von Kultur und Tourismus durch die Pandemie sehnen sich viele stärker als zuvor nach Miteinander, gemeinsamen Begegnungen, Veranstaltungen, Kulturerlebnissen und Reisen. Um die Potenziale in beiden Bereichen zu nutzen, braucht es einen starken Schulterschluss zwischen Tourismus- und Kulturakteuren. Besonderes Augenmerk muss dabei auf den vielen kleinen Anbietern und ehrenamtlichen Akteuren liegen. Diese stellen - neben den Einrichtungen der Hochkultur - mit großer Leidenschaft und viel Herzblut einen wichtigen Teil des Angebotes bereit und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Gästeglück. Die Herausforderungen von Touristikern und Kulturakteuren sind ähnlich: Die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften gestaltet sich schwierig, die wirtschaftliche Situation vieler Anbieter ist mit Blick auf die aktuellen Kostenentwicklungen angespannt. Zum anderen erwarten unsere Gäste stets neue kreative, innovative Angebote mit Erlebnischarakter.“

„Die sächsische Landeshauptstadt gehört zu den Top der Kulturreiseziele in Deutschland. Mit zahlreichen Schlössern von Moritzburg bis Pillnitz, mit Museen, Festivals, Open Air Spielstätten und einer einmaligen Naturlandschaft ist Dresden-Elbland die Destination, in der sich Aktivurlaub und Kunstgenuss wunderbar miteinander verbinden lassen. Für ein Fünftel der Gäste unserer Region ist Kultur der Hauptreiseanlass. Nach der Corona-Pandemie ist es unser Ziel, mit den Kulturbetrieben und touristischen Dienstleistern weitere erlebnisreiche Anlässe zu schaffen. Das Sonderprogramm des SMWKT Kulturland 2022. Sachsen als Bühne ist für uns als Kommunen in diesem Jahr eine wunderbare Unterstützung, kurzfristig einen Kultursommer in der Region vorzubereiten.“ sagt Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden.

Teilnehmer der Dialogreihe „Dialog der Gastgeber“ sind Akteure aus dem Kultur- und Tourismusbereich, aus der Politik und der Verwaltung. Der „Dialog der Gastgeber“ findet in allen sieben sächsischen Reiseregionen statt. Die Ergebnisse aller Veranstaltungen werden dokumentiert und ausgewertet. Darauf basierend soll der Kulturtourismus in Sachsen weiterentwickelt werden.

Hintergrund zum Kulturtourismus in Sachsen
Sachsen ist ein Top-Reiseziel für Kulturbegeisterte. Knapp die Hälfte aller Kurzurlaubsreisen in den Freistaat führt die Gäste zu historischen Sehenswürdigkeiten, in Museen, Galerien und zu außergewöhnlichen architektonischen Highlights. Kultur und Tourismus sind eng miteinander verbunden. Das betrifft nicht nur die Leuchttürme in den großen Städten: So liegen drei Viertel der jährlichen Museumsbesuche in Sachsen außerhalb von Dresden – häufig sind es die Menschen aus Sachsen, die ihr Umland entdecken wollen. Auch die kleinsten Museen im Freistaat werden fast zur Hälfte von Touristen besucht.

Im Jahr 2021 hatten 41 % der Deutschen Interesse daran, Kultur im Urlaub zu erleben, in 2018 waren es noch 45 %. Dieser Rückgang als Folge der Corona Pandemie betrifft auch Sachsen. 

Landestourismusverband Sachsen e.V.

Als Dachverband repräsentiert der LTV SACHSEN rund 4.500 direkte und indirekte Mitglieder aus dem gesamten Dienstleistungssektor. Die breit gefächerte Mitgliederpalette unterstützt dabei seine Aufgabe, die Interessen des mittelständisch geprägten Tourismus in Sachsen zu vertreten. Die Branche erwirtschaftet in Sachsen einen Jahresumsatz von 8,1 Mrd. Euro Jahresumsatz, der 194.000 Menschen Beschäftigung sichert.

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