Straßenmeistereien ziehen Sturm-Bilanz: Landesweit erhebliche Schäden Verkehrsminister Meyer: Zur Beseitigung sind vereinzelt Vollsperrungen nötig

(lifePR) ( Kiel, )
Die vergangene Sturmnacht mit Orkanböen hat auf dem insgesamt 5400 Kilometer langen Bundes- und Landestraßennetz in Schleswig-Holstein zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), Torsten Conradt, heute (29. Oktober) mitteilten, seien nahezu flächendeckend in allen Landesteilen Straßenschäden durch entwurzelte oder abgebrochene Bäume entstanden. Besonders stark betroffen waren die Bereiche rund um Heide, Marne und Wesselburen an der Westküste. "Viele Arbeitsgruppenleiter und Leiter der Meistereien mit langer Berufserfahrung haben uns berichtet, dass die ein solch flächendeckendes Ausmaß der Zerstörung bislang noch nicht erlebt hätten", sagte Meyer und dankte den Mitarbeitern der insgesamt vier LBV-Niederlas­sungen für deren Dauereinsatz. Die Höhe des Sachschadens sei noch nicht abzusehen. Neben verwehten Baustellenabsicherungen, abgeknickten Schilderpfosten und Verkehrszeichen oder Notrufsäulen machten den Straßenmeistereien auch teilweise Gebäudeschäden zu schaffen. In Westerrönfeld bei Rendsburg wurde beispielswiese das Dach der Salzlagerhalle erheblich beschädigt.

Nach den Worten von LBV-Direktor Conradt ergibt sich nach einer ersten Übersicht folgendes Schadensbild für das Land:

Bereich der LBV-Niederlassung Flensburg:

An der Autobahn A 7 führten hier umgestürzte Bäume zu zeitweisen Sperrungen einer Richtungsfahrbahn. Auch Baustellen- und Umleitungsbeschilderungen - beispielsweise die Hinweise auf die Teilsperrung der Rader Hochbrücke - wurden zum Teil umgeknickt und behinderten den Verkehr.

Straßenschäden gab es auf der B5 bei Stollberg, auf der B 77, der B76, der B199 zwischen Leck und Stadum, auf der B199 zwischen Leck und Klixbüll, auf der B199 bei Gelting sowie der B199 bei Koppelheck. Betroffen sind hier auch die Streckenabschnitte Handewitt - Schafflund sowie die B 200, Umgehungsstraße Flensburg sowie der Abschnitt zwischen Husum und Immenstedt, auf der B201 (Schwesing -Osterohrstedt);

der B 202 (Bütteleck - Friedrichstadt). Auf der L 30 auf Nordstrand wurde ein Erdkabel durch umfallende Bäume beschädigt.

Auf der L 212 in Achtrup wird es bis morgen eine Vollsperrung wegen Sturmschäden an der anliegenden Bebauung geben, ebenso auf der L 241 hinter Tönning, der L 246 in Leck sowie weiteren Abschnitten. Bei den anstehenden Aufräumarbeiten wird laut Conradt ein besonderes Augenmerk auf die Bäume gerichtet, die bereits schräg stehen und auch jetzt noch auf die Straße zu fallen drohen. Parallel wird damit begonnen Verkehrszeichen zu richten, Schutzplanken zu reparieren und die Straßenschäden zu beseitigen. "Diese Arbeiten werden uns sicherlich noch einige Wochen beschäftigen", so der LBV-Chef.

Bereich der LBV-Niederlassung Rendsburg

Auf der A 7 sind der Bereich der Rader Hochbrücke wegen der Baustellenbeschilderung und die Rampen wegen Windbruchs besonders betroffen, ebenso der Bereich der A 215 am Autobahndreieck Bordesholm. Im nachgeordneten Straßennetz verteilen sich die Schäden über den gesamten Bezirk, insbesondere in den Allee- und Waldbereichen. Besonders betroffen war in der Nacht die B 76 zwischen Levensau und Wulfshagen - hier war eine vierstündige Vollsperrung nötig. Weitere Vollsperrungen gab es auf den Bundes, Landes- und Kreisstraßen B 77, B 203 und im Kreis Plön auf der B 430, L 318, L 49, L 53, L 69, L 68, K 53, K 14, K 49 und der K 6.

Bereich der Niederlassung Itzehoe

Hier waren die A 7 zwischen Kaltenkirchen und Hamburg sowie alle Parkplätze und Rastanlagen von umgestürzten Bäumen betroffen und zeitweise unbefahrbar.

Vollsperrungen fanden statt auf der: B 5 Eiderbrücke (Lkw-Bergung), B 5 Hemme (Lkw-Bergung und zahlreiche umgestürzte Bäume), L 302, L156, K 59, L 145 und K 24 (in allen Fällen umgestürzte Bäume)

In den nächsten Wochen wird es durch dringend nötige Baumfäll-Arbeiten auf folgenden Straßen zu Behinderungen: B 202, B 203, B 431, L 149, L 239, L 150, L 172, L 316, L 236, L 145, L 131, L 132, L175, K 77, K 43, K 76, K 50, K 51, K 42, K 46, K 40, K 34, K 35, K 36, K 37, K 38, K 39 und K41. Reparatur von Fahrbahnschäden werden nötig auf den Straßen L 235, B 431 sowie L 118. Auch hier ist das gesamte Ausmaß der Schäden noch nicht vollständig erfasst. Insgesamt werden die Aufräumarbeiten nach Einschätzung von Conradt mindestens die nächsten zwei Wochen dauern. In der Orkannacht erfuhren die Meistereien gerade im Bereich Dithmarschen erhebliche Unterstützung durch die Feuerwehr, ohne die eine zügige Räumung teilweise nicht möglich gewesen wären. Bei einigen Bäumen besteht noch Umsturzgefahr.

Bereich der LBV-Niederlassung Lübeck

Hier ist der Sturm weitgehend glimpflich verlaufen, so dass bisher keine großen Schäden gemeldet wurden. Baumschäden sind nur im Bereich Oldenburg (20 bis 25 Bäume) entstanden. Radwege an der B 202 bei Lübersdorf, der L 309 sowie an der L 60 von Güll nach Heringsdorf mussten aufgrund von Baumschäden gesperrt werden.

Weiterhin waren die Straßen: B 432, K 53, L 184, B76 teilweise betroffen. An der A1 fiel ein Baum auf ein Auto, hinterließ jedoch lediglich Sachschaden.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.