Montag, 20. Februar 2017


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Europäische Kulturhauptstadt 2017: Sønderborg2017 bleibt trotzdem eine große Chance für Schleswig-Holstein

(lifePR) (Kiel, ) Auch wenn das deutsch-dänische Grenzland beim Rennen um den Titel europäische Kulturhauptstadt 2017 nur den zweiten Platz belegt, sieht das Land eine gute Grundlage für eine neue Dimension in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das Projekt "Sønderborg2017", an dem auch Schleswig-Holstein beteiligt ist, ist heute (24. August) in Kopenhagen in der Endrunde von einer internationalen Jury dem Konkurrenten Aarhus in Mitteljütland unterlegen.

Nach der Entscheidung sprach Ministerpräsident Albig in Kiel von einem phänomenalen Einsatz in den vergangenen Jahren. "Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat, aber wir bleiben trotzdem auf der Gewinnerseite. Noch nie haben Dänen und Deutsche im Grenzland so intensiv an einem gemeinsamen Großprojekt gearbeitet. Die Verbindungen und Ideen die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden, haben nicht nur unserer jahrhundertelange gemeinsame Kunst- und Kulturgeschichte ein neues Kapitel hinzugefügt. Wir werden in den kommenden Jahren mit dem Erreichten weiter arbeiten und so die gute Nachbarschaft von Dänen und Deutschen entscheidend weiter entwickeln. Die Vision hinter Sønderborg2017 lebt weiter", sagte Torsten Albig.

Auch Landtagspräsident Schlie zeigte sich zuversichtlich, dass Sønderborg2017 nachwirken werde: "Der besondere Wert eines grenzüberschreitenden Kulturprojekts dieser Dimension bleibt bestehen. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat die Kandidatur fraktionsübergreifend unterstützt, weil sie für das Land eine einzigartige Chance war. Das Land muss nun gemeinsam mit den beteiligten Kommunen sehen, welche der großartigen Pläne sich dennoch umsetzen lassen, um die grenzüberschreitende Vernetzung des Grenzlandes zum Nutzen des gesamten Landes voranzutreiben", so Klaus Schlie.

Kultur- und Europaministerin Anke Spoorendonk unterstrich, dass das Projekt Sønderborg2017 auch in hohem Maße von dem Engagement der Kulturschaffenden in Schleswig-Holstein profitiert habe: "Ich gratuliere dem 1. Sieger, der Stadt Aarhus. Ich gratuliere aber auch dem Projektteam Sønderborg für den hervorragenden zweiten Platz. Die schleswig-holsteinische Einrichtungen und Organisationen haben bei dieser Bewerbung exzellent mit der dänischen Seite zusammengearbeitet. Schon lange sind in den grenznahen Kreisen und in der Stadt Flensburg die Kulturakteure in vielen internationalen und bilateralen Kooperationen mit dänischen Partnern erfolgreich tätig. Diese Netzwerke sind intakt und belastbar." Jetzt komme es darauf an zu zeigen, dass diese nachhaltigen Strukturen auch den Schwung und die Bedeutung der Bewerbung für Kunst, Kultur und Tourismus in der gesamten Region umsetzen könnten, so Spoorendonk.

Albig, Schlie und Spoorendonk dankten dem Projektteam in Sønderborg um die Bürgermeisterin Aase Nyegaard, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses Stephan Kleinschmidt und der Projektleiterin Else Redzepowitz für ihre Vision, ihre Beharrlichkeit und ihren Enthusiasmus. Sie seien überzeugt davon, dass die Kraft dieser Visionen auch künftig auf Schleswig-Holstein abstrahlen werde.

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