Dienstag, 19. September 2017


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Helaba mit Vorsteuerergebnis von 238 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017

Helaba mit Ergebnis im ersten Halbjahr zufrieden / Erfreuliche Entwicklung im Neugeschäft / Risikolage entspannt / Vorstand bestätigt Ergebnisprognose für 2017

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat das erste Halbjahr 2017 mit einem IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von 238 Mio. Euro abgeschlossen. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 150 Mio. Euro. Damit liegt das Ergebnis wie erwartet unter den starken Vorjahreswerten von 279 Mio. Euro vor bzw. 184 Mio. Euro nach Steuern. In einem herausfordernden Wettbewerb konnte sich die Bank in allen Geschäftsbereichen gut behaupten. Positiv wirkten sich dabei insbesondere das deutlich gestiegene Handelsergebnis und der geringe Risikovorsorgebedarf aus. Gleichzeitig haben das Niedrigzinsumfeld sowie das volatile Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten das Ergebnis im ersten Halbjahr belastet.

„Angesichts der anhaltenden Herausforderungen für unsere Branche sind wir mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2017 zufrieden. Insbesondere die Entwicklung im Neugeschäft stimmt uns positiv. Dabei profitieren wir von unseren guten und langfristigen Kundenbeziehungen und unserer starken Marktposition“, bekräftigt Herbert Hans Grüntker, Vorsitzender des Vorstands der Helaba. „Aufgrund des andauernden Null- und Negativzinsszenarios bleiben wir bei unserer Ergebnisprognose, wonach wir für 2017 mit einem spürbaren Ergebnisrückgang rechnen. Aus heutiger Sicht sind wir zuversichtlich, das in der Jahresplanung festgelegte Ziel übertreffen zu können“, so Grüntker.

Die Zahlen für das erste Halbjahr im Überblick

Der Zinsüberschuss sank vor dem Hintergrund der anhaltenden Null- bzw. Negativzinsphase um 69 Mio. Euro auf 542 Mio. Euro. Die gute Portfolioqualität führte im ersten Halbjahr 2017 zu einer niedrigen Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von minus 2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 75 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss ist um 8 Mio. Euro auf 180 Mio. Euro gestiegen. Dabei entwickelten sich die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr und dem Außenhandelsgeschäft der Helaba und der Frankfurter Sparkasse sowie aus dem Asset Management der Helaba Invest positiv. Das Ergebnis aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich auf 168 Mio. Euro nach minus 13 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Hierzu trugen wie auch im ersten Quartal 2017 niedrigere Bewertungsabschläge bei Derivaten in Folge der gestiegenen langfristigen Zinsen bei.

Ebenso wie das Handelsergebnis ist das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten von der Marktbewertung geprägt. Nachdem im ersten Halbjahr des Vorjahres ein Ergebnis von 107 Mio. Euro erzielt wurde, beträgt dieses in der Berichtsperiode minus 108 Mio. Euro. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist die gegenüber dem Vorjahr umgekehrte Wirkung der Liquiditätskomponente von Fremdwährungen (Cross Currency Basis Spread) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Fremdwährungsgeschäften.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen (inkl. Equity-Bewertung) verringerte sich auf 7 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro). Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 9 Mio. Euro auf 108 Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um knapp 4 Prozent auf 656 Mio. Euro. Wie im Vorjahr sind in dieser Position bereits die Vollversorgung für Bankenabgabe und Sicherungsreserven des DSGV und des SGVHT enthalten.

Dies führt in Summe nach den ersten sechs Monaten des Jahres zu einem Konzernergebnis vor Steuern von 238 Mio. Euro (Vorjahr: 279 Mio. Euro) und nach Steuern von 150 Mio. Euro (Vorjahr: 184 Mio. Euro).

Die Konzernbilanzsumme der Helaba ist im ersten Halbjahr 2017 von 165,2 Mrd. Euro auf rund 164 Mrd. Euro gesunken. Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf 91,7 Mrd. Euro und verringerten sich – im Wesentlichen währungsbedingt – um rund 1,4 Mrd. Euro gegenüber dem Niveau zum Jahresende 2016 (31. Dezember 2016: 93,1 Mrd. Euro). Das Abschlussvolumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft - ohne das wettbewerbsneutrale Fördergeschäft der WIBank – hat sich mit 9,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr (8,8 Mrd. Euro) erfreulich entwickelt.

Die harte CET1-Quote („phased in“) beläuft sich zum 30. Juni auf 15,1 Prozent bzw. 14,9 Prozent („fully loaded“). Die Cost-Income-Ratio liegt zum Stichtag 30. Juni 2017 bei 73,3 Prozent (30. Juni 2016: 64,0 Prozent). Die Eigenkapitalrendite (vor Steuern) erreicht 6,1 Prozent.

Geschäftssegmente im Überblick

Im Segment Immobilien stieg das Ergebnis vor Steuern um rund 10 Prozent auf 195 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 178 Mio. Euro). Damit lieferte der Unternehmensbereich Immobilienkreditgeschäft erneut den größten Beitrag zum Konzernergebnis. Das Abschlussvolumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft reduzierte sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 4,9 Mrd. Euro). Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft beträgt 3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: minus 14 Mio. Euro).

Im Unternehmensbereich Corporate Finance lag das Ergebnis vor Steuern mit 65 Mio. Euro insbesondere aufgrund der niedrigeren Risikovorsorge deutlich über dem Vorjahreswert von minus 10 Mio. Euro. Das Abschlussvolumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft überschritt in den ersten sechs Monaten mit 2,7 Mrd. Euro deutlich den Wert des Vorjahreszeitraumes von 1,9 Mrd. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft liegt mit minus 31 Mio. Euro deutlich unterhalb des Vorjahreswerts von minus 110 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern im Segment Financial Markets liegt mit minus 10 Mio. Euro deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses (Vorjahreszeitraum: 38 Mio. Euro). Das Handelsergebnis stieg auf 138 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -22 Mio. Euro). Das Ergebnis aus nicht mit Handelsabsicht gehaltenen Derivaten und Finanzinstrumenten der Fair Value-Option verringerte sich um minus 205 Mio. Euro auf minus 109 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 96 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Bewertungserfolgen bei Finanzinstrumenten der Fair Value-Option sowie dem in dieser Position enthaltenen Umkehreffekt aus der Berücksichtigung der Liquiditätskomponente von Fremdwährungen (Cross Currency Basis Swaps) im Rahmen der Derivatebewertung.

Im Segment Verbund-, Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft lag das Ergebnis vor Steuern mit 49 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 55 Mio. Euro. Die Erträge vor Risikovorsorge der Verbundbank erhöhten sich um 7 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 53 Mio. Euro). Im Geschäft der Frankfurter Sparkasse wirkte sich das Niedrigzinsniveau erwartungsgemäß in einem gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Zinsüberschuss und einem niedrigeren Ergebnis der Spezialfonds aus. Dagegen entwickelte sich der Provisionsüberschuss positiv. Damit liegt das Ergebnis vor Steuern der Frankfurter Sparkasse im Segment insgesamt mit 60 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresergebnis (63 Mio. Euro). Die LBS erzielte durch das niedrige Zinsumfeld gegenüber dem Vorjahr ein rückläufiges Zinsergebnis. Die Frankfurter Bankgesellschaft konnte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahreswert um 1,5 Mio. Euro steigern.

Im Segment Öffentliches Förder- und Infrastrukturgeschäft wird im Wesentlichen das Geschäft der WIBank dargestellt. Das Ergebnis vor Steuern im Segment liegt mit 9 Mio. Euro unterhalb des Vorjahresergebnisses (12 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr stieg der Zinsüberschuss durch einen Anstieg des Fördergeschäftes um 1 Mio. Euro an. Das Provisionsergebnis aus dem Fördergeschäft liegt mit 19 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund höherer Aufwendungen für EDV-Leistungen nahm der Verwaltungsaufwand spürbar zu.

 

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