Montag, 20. November 2017


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Motorradunfälle 2014 um zehn Prozent gestiegen

Ohne Schutzausrüstung und optimale Sicht riskieren Biker ihr Leben

Berlin, (lifePR) - Die Motorradsaison hat begonnen - zur Freude aller Zweiradfans. Weniger erfreulich ist die Unfallbilanz: 2014 stieg die Anzahl der Motoradunfälle gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent, meist nicht durch Eigenverschulden. Zweiradfahrer schützen sich am besten durch Vorsicht, gute Ausrüstung und optimale Sicht.

Im letzten Jahr verzeichnete die Unfallbilanz 45.500 Motorradunfälle. In acht von zehn Fällen handelte es sich dabei um Kollisionen mit Pkws, wobei die Zweiräder oft einfach zu spät gesehen wurden. Motorradfahrer können sich dagegen wenig schützen. Die Risiken lassen sich aber durch vorausschauendes Fahren nachweislich verringern. Grundvoraussetzung hierfür ist gutes Sehen. Denn mehr als 80 Prozent aller Sinneseindrücke nehmen wir mit den Augen wahr. Und nur wer Gefahrensituationen schnell und richtig erkennt, ist in der Lage, sicher zu reagieren. Ein regelmäßiger Sehtest ist wichtig, fachgerechte Beratung auch.

Gut Sehen mit Helm und Brille: Fünf Tipps für motorisierte Zweiradfahrer

Helm, Visier und Brille müssen aus bruchsicheren Kunststoffen wie Trivex oder Polycarbonat und mit ECE-Norm gekennzeichnet sein. Der Helm sitzt richtig, wenn er sich drehen lässt und sich die Kopfhaut an der Stirn mit verschiebt. Visiere und Brillen dürfen nicht beschlagen und müssen kratzfest und frei von Kratzern sein: Oberflächenschädigungen verursachen Streulicht, begünstigen Blendungen und können so zu gefährlichen Sichtfehlern führen. Brillen sollten über große Gläser und schmale Bügel verfügen, damit der Fahrer auch im Rück- und Seitenspiegel alles gut überblicken kann.

Sonnenschutz: Helme mit fest integrierter Sonnenblende können eine unbequeme Körperhaltung begünstigen. Besser sind Sportsonnenbrillen unter dem Helm oder getönte Zusatzvisiere über dem Klarsicht-Visier. Letztere können bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden.
Dunkle Visiere bzw. Brillengläser dürfen nur bei Tageslicht und gutem Wetter verwendet werden, nicht jedoch bei Dämmerung und Dunkelheit. "Schon bei Wechsel von Sonne und Schatten sind sie höchst unpraktisch und bei Tunnel-Durchfahrten sogar gefährlich", warnt der ADAC. Blendschutzfaktor 1 oder höchstens 2 sind für Biker deshalb empfehlenswert. Selbsttönende Gläser bzw. Visiere sind praktisch. Hier ist aber fachmännische Beratung gefragt, da die Reaktionszeiten bei Hell-Dunkel-Wechseln sehr differieren.

Sehkorrektion: Um optimale Sicht auf Verkehr und Instrumente zu gewährleisten, sollten sich Biker mit Sehdefiziten eine entsprechende Motorrad-taugliche Brille anpassen lassen. Auch Kontaktlinsen-Träger fahren besser mit Brille, um die Augen vor Zugluft im Helm und Reizungen zu schützen. Für Fans von Halbschalen-Helmen gibt es Motorrad-Schutzbrillen mit Clip, in den sich ein Korrektionsglas einsetzen lässt. Doch nicht vergessen: eine Ersatzbrille mit Sehstärke sollte zur Sicherheit immer dabei sein.

Brillenfassungen: Nicht jede Korrektionsbrille passt unter jeden Helm. Deshalb zum Helmkauf immer die Brille mitnehmen, zum Brillenkauf den Helm und dann mit beiden zehn Minuten Probefahren!

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