Dienstag, 21. November 2017


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Bewirtschaftung nasser Waldstandorte Fokusthema der 2. KWF-Thementage 2013

Experten trafen sich in Kassel zum Setzen der inhaltlichen Schwerpunkte

Groß-Umstadt, (lifePR) - Am 1. und 2. Oktober 2013 finden im Forstamt Schuenhagen (nahe Stralsund/Rügen) die 2. KWF-Thementage statt. Das Fokusthema der Veranstaltung lautet "Umweltgerechte Bewirtschaftung nasser Waldstandorte". Am 8. Januar trafen sich knapp 50 Experten aus dem ganzen Bundesgebiet in Kassel. Gemeinsam erarbeiteten sie die fachlich-inhaltliche Basis der Thementage. In den vier Arbeitskreisen Waldbau, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit/Arbeitsverfahren und Arbeitssicherheit wurden vertiefende Diskussionen geführt.

Die Geschäftsführende Direktorin des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), Dr. Ute Seeling, erläuterte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal das einzigartige Format der KWF-Thementage. Sie umfassen sowohl Exkursionspunkte - an denen exemplarisch Arbeitsverfahren für nasse Waldstandorte demonstriert werden, als auch Diskussionsveranstaltungen, Infostände, Lehrpfade und Firmenpräsentationen. Mit dieser Mischung aus Theorie und Praxis werden die vier Themenbereiche (Waldbau, Naturschutz, Wirtschaftlichkeit/Arbeitsverfahren und Arbeitssicherheit) den Fachbesuchern nahegebracht.

Die Wahl des Fokus-Themas begründete Seeling damit, dass "durch die deutlich gestiegene Holznachfrage die Holzernte auf nassen Waldstandorten von zunehmendem Interesse für die Forstwirtschaft in ganz Europa ist". Neben den technischen Fragestellungen seien es vielfach auch besondere Aspekte der Arbeitssicherheit (z.B. in den vom "Eschentriebsterben" betroffenen Beständen) und des Naturschutzes, die eine differenzierte Betrachtung erforderlich machen, so Seeling weiter.

Anschließend zogen sich die Teilnehmer der Veranstaltung in Arbeitskreise zurück, um ihre jeweiligen Themen zu bearbeiten. Alle vier Gruppen waren mit etwa zehn Teilnehmern gut besetzt. Das gastgebende Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hatte die vier Arbeitskreise inhaltlich stark vorbereitet.

Im Arbeitskreis "Waldbau" ging es um den waldbaulichen Umgang mit dem Eschentriebsterben und um die nachhaltige Nutzung von Moorwäldern. Das Eschentriebsterben betrifft in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen Eschen aller Altersklassen. Die Erkrankung der Esche ist darüber hinaus bereits in allen Bundesländern angekommen. So stellt sich nicht mehr nur für Nordostdeutschland die Frage nach geeigneten waldbaulichen Strategien im Umgang mit erkrankten Eschenrein- und -mischbeständen. Eine nachhaltige Forstwirtschaft auf eutrophen Mooren, insbesondere in Erlenbruchwäldern, erscheint recht aussichtsreich. Die waldbaulichen Besonderheiten und Naturschutzrestriktionen werden für die KWF-Thementage fachlich aufbereitet.

Eine Gruppe aus Vertretern von Forstbetrieben verschiedener Waldeigentumsarten und Naturschutzvertretern behandelte im Arbeitskreis "Naturschutz" die Bedeutung nasser Waldstandorte für den Naturschutz und Lösungsmöglichkeiten für eine Verbindung von Nutzungs- mit Schutzzielen.

Der Arbeitskreis "Ökonomie/Arbeitsverfahren" setzte sich aus Teilnehmern der Bereiche Wissenschaft, Maschinenhersteller und Forstpraxis zusammen. Hier wurden betriebswirtschaftliche Aspekte bei der umweltgerechten Bewirtschaftung nasser Waldstandorte diskutiert und die wichtigsten Kriterien zum betriebswirtschaftlichen Bewerten von Arbeitsverfahren erarbeitet. Neben exemplarischen Arbeitsverfahren, die im Rahmen der Exkursion neutral präsentiert werden, soll einzelnen Herstellern oder Unternehmern die Möglichkeit geboten werden, Einzelmaschinen und -verfahren selbst vorzustellen.

Der Arbeitskreis "Arbeitssicherheit" erörterte die Problematik des Totholzes sowie die Folgen des Eschentriebsterbens für die Sicherheit bei der Waldarbeit. Für die Mitarbeiter ergeben sich daraus zusätzliche Risiken bei der Arbeit in totholzreichen Beständen.

Die Ergebnisse aus allen vier Arbeitskreisen werden sich in allen Bereichen der KWF-Thementage wiederfinden. Zusätzlich soll es zu jedem Arbeitsbereich einen Informationsstand geben, an dem die Ergebnisse dargestellt werden und ein fachlicher Austausch mit Experten stattfinden kann.

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