Samstag, 23. September 2017


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Urlaubszeit ist Reisezeit - Beihilfe für Krankheitskosten im Ausland

Karlsruhe, (lifePR) - Mit Beginn der Sommerferien steht für viele der Jahresurlaub vor der Tür und vielleicht haben auch Sie sich für eine Reise ins Ausland entschieden. Damit eine unvorhergesehene medizinische Maßnahme im Ausland kein Loch in Ihre Urlaubskasse reißt, informieren wir Sie über die beihilferechtlichen Regelungen bei Behandlungen im Ausland.

Grundsätzlich sind im Ausland entstandene Krankheitskosten nur insoweit und bis zu der Höhe beihilfefähig, wie sie in Deutschland entstanden und beihilfefähig gewesen wären.

Bei Aufwendungen für ambulante Behandlungen und stationäre Leistungen in öffentlichen Krankenhäusern, die innerhalb der Europäischen Union (EU), der Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Liechtenstein, Norwegen) - EWR - oder in der Schweiz entstehen, ist ein Kostenvergleich in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, dass gebietsfremden Personen regelmäßig höhere Preise als ansässigen Personen berechnet werden.

Kein Kostenvergleich erfolgt, wenn bei einer Notfallbehandlung die nächstgelegene Behandlungsmöglichkeit aufgesucht wird, unabhängig davon, in welchem Land Sie sich aufhalten.

Für einen Kostenvergleich muss aus den vorgelegten Rechnungen eindeutig hervorgehen, wer behandelt wurde und welche Leistungen erbracht wurden. Ohne diese Informationen ist eine Bearbeitung Ihrer Belege nicht möglich. Fügen Sie bitte den Rechnungen gegebenenfalls eine Übersetzung bei.

Kosten für einen Krankenrücktransport sind in keinem Fall beihilfefähig. Zudem gibt es weitere Leistungsausschlüsse für Aufwendungen, die außerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz entstehen: Beispielsweise sind hier die Aufwendungen für gesondert berechnete wahlärztliche Leistungen und Wahlleistungsentgelte für Zweibettzimmer im Krankenhaus sowie jegliche Fahrkosten nicht beihilfefähig.
 
Aufgrund des häufig nicht kalkulierbaren Kostenrisikos empfehlen wir den Abschluss einer speziellen Reisekrankenversicherung, soweit nicht bereits ein anderweitiger ausreichender Versicherungsschutz besteht.
Weitere Informationen zur Beihilfe bei Auslandsbehandlungen finden Sie in unserem Merkblatt "Beihilfe zu außerhalb der Bundesrepublik Deutschland entstandenen Aufwendungen" (185,5 KB). Außerdem können Sie sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin über Besonderheiten in Ihrem Urlaubsland informieren.

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