Dienstag, 21. Februar 2017


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Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen stärken

Kolpingwerk begrüßt bundesstaatliche Initiativen als Instrumente koordinierter Bildungspolitik

(lifePR) (Köln, ) "Das Kolpingwerk Deutschland begrüßt die Initiative der Bundeskanzlerin, das Bildungswesen in seiner ganzen Breite auf die bundespolitische Agenda zu setzen", erklärte der Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Thomas Dörflinger MdB, in Berlin. Zwar sei aufgrund der föderalistischen Arbeitsteilung die Bildungspolitik in weiten Teilen Ländersache und somit dem gestaltenden Zugriff der Bundesregierung entzogen. Doch Bildungspolitik müsse ebenenübergreifend an den Chancen und Bedürfnissen der Lernenden orientiert sein.

"Von den Bildungsrahmenbedingungen der Kinder von heute ist der Wohlstand der nächsten Generation abhängig", macht Dörflinger deutlich. "Da sich die Bildungschancen der jungen Generation in den einzelnen Bundesländern wesentlich unterscheiden, dürfen zur Ermöglichung gleicher Bildungschancen in ganz Deutschland, bundesstaatliche Initiativen und Rahmenregelungen nicht weiter erschwert, sondern müssen als Instrumente einer koordinierten Bildungspolitik gefördert werden."

Schon 2005 formulierte das Kolpingwerk Deutschland die Erwartung an die Bundesregierung, den nach der Föderalismusreform möglichen Rahmen für eigene bildungspolitische Initiativen auszuschöpfen. Wenn es um die Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen gehe, dürften darüber hinaus auch föderale Zuständigkeiten nicht zum überzeitlichen Tabu erklärt werden.

"Besonders wichtig ist dem Kolpingwerk, dass nicht nur über die schulische, vorschulische und akademische Bildung gesprochen wird, sondern dass auch die Felder der beruflichen Bildung und der allgemeinen Weiterbildung (z.B. die Familienbildung und die politische Bildung) erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit genießen", betont Thomas Dörflinger. Wenn das Leitbild des lebenslangen Lernens gelten solle, seien diese Bereiche des Bildungswesens, in denen das Kolpingwerk und seine Einrichtungen ausgeprägte Kompetenzen haben, von gleichrangiger gesellschaftlicher Bedeutung. "Insofern ist es auch eine Chance der aktuellen Bildungsinitiative des Bundes, dass nicht so sehr die unendliche Diskussion um die richtige Schulstruktur im Zentrum stehen kann, sondern der Blick frei ist für die Chancenmehrung der Lernenden in allen Alters- und Bevölkerungsgruppen.

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