Voraussetzungen für neue Versorgungsmöglichkeiten

Zukunftskonzept der Klinik Mallersdorf beinhaltet auch ein Herzkatheterlabor, Stationserneuerungen und eine Palliativeinheit

(lifePR) ( Mallersdorf-Pfaffenberg, )
Parallel zur Planung des OP- und Funktionsanbaus mit den bewilligten Finanzmitteln (wir berichteten) laufen an der Klinik Mallersdorf aktuell die Vorbereitungen zur Aufstockung des Facharztanbaus in Süden für die Einrichtung eines Herzkatheterlabors und die mit Landkreismitteln finanzierten Stationssanierungen, in deren Rahmen eine Palliativeinheit entstehen soll.

MRT-Anbau wird zur Aufstockung um ein Herzkatheterlabor geprüft

Geprüft wird derzeit, ob der bestehende südliche Anbau der Klinik Mallersdorf mit entsprechender Tragfähigkeit aufgestockt werden kann für die Einrichtung eines Herzkatheterlabors. Mit dem neuen Chefarzt für Innere Medizin, Kardiologie und Interventionelle Kardiologie, Dr. Werner Schmid (wir berichteten ebenfalls) ist ein geeigneter und erfahrener Facharzt vor Ort, um das Angebot mit seinem Team für die Bevölkerung aufzubauen. Verwaltungsleiter Fürst und das Planungsteam sind optimistisch, dass der im Jahr 2012 für das Kernspintomographiegerät (MRT) errichtete Anbau hierfür geeignet ist, denn er war damals eigens modular erweiterbar konzipiert worden. Engstellen der Herzkranzgefäße können im Herzkatheterlabor in einem Arbeitsgang untersucht, wiedereröffnet und mit Stents offen gehalten werden. Hierfür mussten Patienten im Labertal und Umgebung bisher teils weite Strecken in die städtischen Zentren zurücklegen.

Stationssanierungen für Energieeffizienz, Hygiene und Komfort

Die Sanierung von vier Stationen war infolge der Abnutzungen, die mehr als ein Jahrzehnt intensiver Patientenversorgung mit sich bringt, immer dringender erforderlich geworden. Je Station investiert der Landkreis 140 000 Euro. Station 11 ist bereits fertig bis auf die Wandgestaltung auf dem Flur, Station 31 wird voraussichtlich nächste Woche fertig werden (KW 29), Station 21 wird ab 9. September dieses Jahres saniert. Wie auf Station 11 der Inneren Medizin, Gastroenterologie und Rheumatologie bereits zu sehen ist, wurde besonderer Wert auf ein helles und freundliches Beleuchtungskonzept gelegt, bei dem energiesparende Wandlampen und LED-Streifen zum Einsatz kommen. Schallschluckende Wandverkleidungen ersetzen die alten Wandfliesen. Langjähriger Kritikpunkt in den Patientenbefragungen waren die dunklen und unansehnlichen Teppichböden auf den Fluren, die zwar den Schall dämpften, jedoch umständlich zu reinigen und inzwischen stellenweise komplett abgenutzt waren. Sie werden nun durch helle, wischbare und strapazierfähige neue Böden ersetzt. Erneuert werden auch die Patientenzimmer, jeweils vom Boden über die Wände und Wandverkleidungen bis zu den Decken. Moderne Rollos mindern insbesondere auf der Südseite die Sonneneinstrahlung und halten sommerliche Temperaturen erträglich. Den Komfort für Patienten und Pflegepersonal erhöht auch die Umstellung auf elektrisch verstellbare Betten im gesamten Haus. "Im Jahr 2020 kommen nochmal 20 Stück hinzu", berichtet Verwaltungsleiter Bernhard Fürst, "so dass die Klinik dann weitgehend umgestellt ist."

Leerstehende Station ideal für schrittweise Sanierung

Einschränkungen in der Patientenversorgung treten durch die Stationssanierungen nicht auf, da man für die pro Station benötigten rund vier Wochen jeweils auf Station 22 in den zweiten Stock ausweichen kann. "Das Pflegepersonal hat bei den Umzugsarbeiten außergewöhnlichen Einsatz bewiesen", lobt der Vorstand. "Das Umräumen haben die Beteiligten mit unkompliziertem und engagiertem Einspringen am Wochenende sehr kollegial und professionell gelöst, wofür ich mich bei allen herzlich bedanken möchte." Dass es bei dem Leerstand in Zukunft bleiben wird, hofft Robert Betz zu bezweifeln: "Die zusätzlichen OP-Kapazitäten und fachlichen Neuausrichtungen der Klinik Mallersdorf sind eine gute Grundlage, um als langfristiges Ziel auch einen Antrag auf Planbettenerhöhung wieder aussichtsreich zu machen. Station 32, ehemals Römerbad, wird bei dem durch die Neuerungen langfristig erhofftem höheren Patientenaufkommen ebenfalls entsprechend später hergerichtet, gegebenenfalls als Privatstation." Voraussetzung und Nadelöhr für die Umsetzung bleibt hier aber die Personalgewinnung. Jedoch eröffnen sich durch die Neuerungen für Fachkräfte auch interessante Karriereperspektiven in einem attraktiven Arbeitsumfeld, stellen die Vorstände in Aussicht.

Station 11 bereit für Palliativeinheit

Dass gerade auf Station 11 mit der Sanierung begonnen wurde, hat auch einen konkreten Grund, wie Stellvertretender Vorstand Christian Schwarz vermeldet: "Wir haben beim bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einen Antrag mit Konzept zur Einrichtung eines Palliativmedizinischen Dienstes an der Klinik Mallersdorf eingereicht, das am 14.6.2019 genehmigt wurde und in das Fachprogramm Palliativversorgung in Krankenhäusern aufgenommen wurde. Ebenso haben die Krankenkassenverbände das Konzept anerkannt, so dass alle Voraussetzungen auch zur Abrechenbarkeit der Leistungen gegeben sind." Geplant ist, diese Einheit zunächst räumlich eingebettet in die internistische Station 11 zu betreiben und von hier aus weiter aufzubauen. "Seit Jahren nehmen wir an der Klinik Mallersdorf deutlich wahr, wie sehr sich das Sterben aus dem häuslichen und familiären Umfeld in die Institution des Krankenhauses verlagert", beschreibt Schwarz weiter. "Schon jetzt arbeiten an unserer Klinik alle Fachbereiche zusammen, um unheilbar erkrankte Menschen bis zum Lebensende würdevoll zu begleiten. Die Klinik Mallersdorf hat alle Fachkräfte für die palliativmedizinische Betreuung vor Ort, Kooperationen mit Pallidomo und dem Hospizverein wurden geschlossen, so dass eine ganzheitliche Betreuung der Patienten und die Unterstützung der Angehörigen gewährleistet sind."
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