Ohne Hygienestandards mehr menschliches Leid, mehr soziale Katastrophen und keine Bekämpfung von Corona

Ärzteschaft in Baden-Württemberg unterstützt Stadt Stuttgart bei der Teilnehmerzahlbegrenzung von Demonstrationen

(lifePR) ( Stuttgart, )
Mit Erleichterung haben Ärzte und Psychotherapeuten die Entscheidung der Stadt Stuttgart aufgenommen, für Demonstrationen eine Begrenzung der Teilnehmerzahl einzuführen.

In einem Statement stellten die beiden Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Norbert Metke und Dr. Johannes Fechner, klar: "Bislang sind wir in Baden-Württemberg und in Deutschland verhältnismäßig gut mit der Pandemie zurechtgekommen, was die gesundheitlichen Folgen angeht. Im Vergleich zu anderen Ländern konnten wir sowohl die Zahl der Infektionen als auch der an Covid gestorbenen Menschen verhältnismäßig niedrig halten. Das ist der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems mit seiner sehr dezentralen Struktur aus niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern und dem hohen Engagement von Ärzten, Psychotherapeuten und Pflege- / Praxispersonal zu verdanken. Vor allem aber ist es Folge der großen Disziplin in der Bevölkerung in Bezug auf die Einhaltung von Abstandsgebot und Hygieneregeln. Wir sind froh, dass wir in Praxen und Krankenhäusern jetzt wieder in den Regelbetrieb wechseln können. Denn viele Behandlungen, Untersuchungen und Eingriffe sind während der Pandemie verschoben worden, die jetzt wieder nachgeholt werden müssen. Mit die größten Erfolge in der Geschichte der Medizin - und damit für das Wohlergehen der Menschen - wurden durch bessere Hygienemaßnahmen, Impfstoffe und medikamentöse Entwicklungen wie z.B. Antibiotika erreicht! Das gilt auch für Corona."

Die KVBW als Vertreter der Ärzte und Psychotherapeuten im Land, möchte den Gegenstand der Demonstrationen, wie sie etwa für Samstag in Stuttgart angekündigt sind, nicht kommentieren. "Wir begrüßen, dass die Stadt den hohen Wert des Demonstrationsrechtes betont hat. Aber klar ist, dass dadurch nicht andere, Unbeteiligte gefährdet werden dürfen. Das Risiko einer zweiten Infektionswelle wäre enorm, wenn sich eine große Anzahl an Menschen auf engem Raum treffen, ohne dass sie die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten können. Wir erinnern nur daran, dass die katastrophalen Zustände in Norditalien mit tausenden Toten und unermesslichem menschlichem Leid wohl maßgeblich auf ein Fußballspiel im europäischen Wettbewerb in Bergamo zurückzuführen sind, das noch kurz vor dem Lock-Down stattgefunden hat.

Das Gesundheitswesen würde schnell an seine Grenzen stoßen, wenn es nun in kurzer Zeit eine große Anzahl an Infizierten geben würde. Von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen für unzählige Beteiligte ganz abgesehen, falls es erneute Einschränkungen im öffentlichen Leben geben würde. Nach wie vor befinden wir uns in der Pandemie, nicht nach der Pandemie. Nach wie vor infizieren sich Menschen, nach wie vor gibt es Erkrankungen mit schweren Verläufen an mit Corona Infizierten und nach wie vor sterben Menschen an Covid. Es wäre unverantwortlich, wenn wir das, was wir bisher erreicht haben, leichtfertig aufs Spiel setzen. Da die Hygiene- und Abstandsregeln bei einer großen Anzahl an Menschen nicht überprüft werden können, ist die Maßnahme der Stadt Stuttgart unverzichtbar. Wir appellieren eindringlich an alle, die an Demonstrationen teilnehmen, sich unbedingt ihrer Verantwortung für sich und alle anderen bewusst zu sein und die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Corona ist kein Spiel und keine Fiktion, sondern bittere Realität."
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