Freitag, 24. Februar 2017


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Wespenalarm im August: Fünf Tipps gegen Wespenstiche

(lifePR) (Hamburg, ) Zurzeit sind wieder besonders viele Wespen unterwegs. Ob Kuchen oder Kotelett - wir können fast nichts draußen essen, ohne die Tiere anzulocken. Volker Mauss, Biologe vom Zentrum für Wespenkunde, erklärt den Grund: "Die Wespenpopulation erreicht im August den Höhepunkt und benötigt viel Nahrung - vor allem Proteine und Kohlenhydrate." Fühlen sich die Wespen bedroht, stechen sie zu. Das ist für die meisten Menschen sehr schmerzhaft, aber eher ungefährlich. Ein Viertel aller Deutschen reagiert jedoch mit gesteigerten lokalen Symptomen an der Stichstelle. "Für knapp drei Millionen Deutsche kann das sogar einen allergischen Schock zur Folge haben, der bis zum Herz-Kreislauf-Versagen führen kann", so Mauss. Jeder, der schon einmal gestochen wurde, kann eine Allergie entwickeln. Ein Grund mehr, Wespenstiche zu vermeiden:

1. Ruhig verhalten
Nähert sich eine Wespe, nicht wedeln oder hektisch reagieren, sondern sanft wegschieben. Auch pusten ist keine gute Idee, denn der Kohlendioxidgehalt in unserem Atem versetzt die Tiere in Panik.

2. Speisen und Getränke abdecken
Unser Essen ist für Wespen die einfachste Beute. Darum vor allem Süßes aber auch Fleisch im Freien abdecken. Beim Picknick nur mit einem Strohhalm aus Flaschen oder Dosen trinken. Außerdem nach dem Essen Mund und Hände abwischen - besonders bei Kindern.

3. Auf Kleidung und Düfte achten
Duftstoffe wie Haarspray und Parfüm in der Nähe von Nestern vermeiden. Bunte Kleidung in den Farben gelb und blau mögen die Tiere gerne, helle Kleidung zieht Wespen weniger an.

4. Keine Ablenkungsmanöver starten
Wespen merken sich Futterquellen. Sie lassen sich auch nicht mit Ablenkungsmanövern täuschen. Wenn man in einiger Entfernung zum Esstisch Nahrung zur Ablenkung platziert, erhöht man vielmehr die Wespen-Dichte im eigenen Garten, da nun eine weitere Futterquelle zur Verfügung steht. Am sichersten ist es, in der Wespenzeit tagsüber nicht draußen zu essen, so schade das auch ist.

5. Hausmittel ausprobieren
Einige Hausmittel sollen angeblich Wespen abschrecken. Auch wenn die Beweise dafür fehlen, ausprobieren kann bei einer Wespen-Invasion nicht schaden: Zitronenscheiben mit Nelken auf den Tisch legen oder eine Schale mit Kaffeebohnen anzünden.

Falls Wespen doch gestochen haben: Schnell handeln!
Nach einem Stich hilft Kühlen gegen den Juckreiz. Auch Zitronensaft oder eine aufgeschnittene Zwiebel verschaffen Linderung. Einfach die Stelle damit einreiben. Das Aussaugen des Stichs hat dagegen keine Wirkung.

Wird die Schwellung größer als zehn Zentimeter, kann das ein Hinweis auf eine allergische Reaktion oder Infektion sein. Betroffene sollten dann zum Arzt gehen. Ein Insektenstich kann bei Allergikern zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock führen. Rund 20 Personen sterben daran jeden Sommer, etwa 3.000 Allergiker müssen vom Notarzt versorgt werden. "Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Allergikern, sich durch eine sogenannte Hyposensibilisierung - eine Insektengiftallergie-Impfung - vor den Gefahren durch einen Stich zu schützen. Da ein Stich nicht hundertprozentig zu vermeiden ist, begeben sie sich andernfalls im Sommer unnötig in Lebensgefahr", erklärt Prof. Dr. Bernhard Homey, Allergologe an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf.

Über die Initiative Insektengiftallergie

Die Initiative Insektengiftallergie bietet Patienten, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um Allergien auf Stiche von Wespen, Bienen, Hornissen und Hummeln. Ziel der Initiative ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren von Insektenstichen, die Auslöser sowie die Behandlung der daraus resultierenden Allergie. Weitere Informationen unter www.initiative-insektengift.de.

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