IPF warnt: Vorsicht beim Urlaubsflirt

IPF-Sommerserie „Frauengesundheit“ – Teil 3

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Die ungezwungene Atmosphäre im Sommerurlaub macht es Reisenden leicht, neue Bekanntschaften zu schließen. Manchmal entstehen daraus auch sexuelle Kontakte - die mitunter lebensgefährlich sein können. Deshalb warnt das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) in Frankfurt vor ungeschütztem Sex. Neben der Ansteckungsgefahr mit dem lebensbedrohlichen AIDS-Virus oder Hepatitis gibt es weitere ernste Krankheiten, wie Gonorrhoe (Tripper) oder Syphilis.

Junge Frauen sollten vor allem sexuell übertragbare Chlamydien- Infektionen nicht unterschätzen, denn viele dieser Infektionen führen zur Unfruchtbarkeit. Außerdem gehören zu den schwerwiegenden Folgen auch die Schädigung der Eileiter und Komplikationen bei späteren Schwangerschaften. Bei rund einer Million Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland kommt der frühzeitigen Diagnose große Bedeutung zu. Moderne Labortests helfen, Chlamydien-Infektionen schnell zu diagnostizieren.

Die Gonorrhoe ist mit 62 Millionen Neuerkrankungen im Jahr eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Typische Symptome sind ein schleimiger Ausfluss aus Harnröhre beziehungsweise Scheide und brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Die Hälfte der infizierten Frauen und zehn Prozent der Männer merken anfangs nichts von der Krankheit. Das ist tückisch, denn Tripper führt unbehandelt bei Frauen und Männern zu schweren Entzündungen und Unfruchtbarkeit.

Die Syphilis kann unbehandelt sogar zum Tode führen. Die Krankheit äußert sich durch kleine, oft schmerzloses Geschwüre an den Schamlippen und am Muttermund beziehungsweise am Penis sowie durch geschwollene Lymphknoten in der Leiste. Wird die Syphilis frühzeitig entdeckt und behandelt, kann die Erkrankung vollständig geheilt werden. Deshalb rät das IPF, bei den ersten Symptomen sofort einen Arzt aufzusuchen und einen labordiagnostischen Test machen zu lassen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland wieder mehr Neuerkrankungen festgestellt, nachdem in den 1990er Jahren die Syphilis in Westeuropa fast ausgestorben schien. Der Grund: der zunehmende Verzicht auf geschützten Sexualverkehr, der auch zum neuerlichen Anstieg der HIV-Infektionen geführt hat.

Weitere detaillierte Informationen zum Thema finden Urlauber und Heimkehrer im Faltblatt "Sexuell übertragbare Krankheiten - Bedrohung für viele" des Infozentrums für Prävention und Früherkennung (IPF). Es kann im Internet kostenlos unter www.vorsorge-online.de herunter geladen werden.
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