HANS-VOGT-FILMPREIS 2019 an CAROLINE LINK

(lifePR) ( Hof, )
Der HANS-VOGT-FILMPREIS der Stadt Rehau wird jährlich seit 2013 während der Internationalen Hofer Filmtage vergeben. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und ist an Filmschaffende gerichtet, die innovativ und sorgfältig um Ausdruck und Qualität ihres Filmtones bemüht sind.

In diesem Jahr geht der Preis an die Regisseurin und Drehbuchautorin
CAROLINE LINK

Caroline Link wurde 1964 in Bad Nauheim geboren. 1986 begann sie ihr Studium im Fachbereich Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Film und Fernsehen München. Ihr Abschlussfilm „Sommertage“ wurde 1990 auf den Internationalen Hofer Filmtagen mit dem Kodak Förderpreis ausgezeichnet. Nebenbei arbeitete sie als Regieassistentin und Drehbuchautorin (unter anderem für die Krimiserie „Der Fahnder“) und war mehrere Jahre Mitarbeiterin der Hofer Filmtage. 1992 entstand für das ZDF der Kinderfilm „Kalle der Träumer“. 1995 verfilmte sie das Drama JENSEITS DER STILLE, über ein gehörloses Elternpaar und seine musisch begabte Tochter. Der Film wurde 1998 für einen Oscar© in der Kategorie Bester fremdsprachiger Spielfilm nominiert und machte Caroline Link auch international bekannt. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Filmpreis, den Bundesfilmpreis in Silber, den Gildefilmpreis in Gold sowie im Ausland Preise als Bester Film der Festivals von Tokio, Chicago, Vancouver und Kalkutta. 1999 bewies Caroline Link mit der erfolgreichen Erich-Kästner-Adaption PÜNKTCHEN UND ANTON erneut ihr Gespür für anrührende Geschichten. Auch dieser Film wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen geehrt. Den Oscar© für den Besten fremdsprachigen Film erhielt Caroline Link schließlich mit NIRGENDWO IN AFRIKA (2001). Die Stefanie-Zweig-Adaption wurde mit vier Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet und war, wie die vorangegangenen Werke, auch kommerziell ein großer Erfolg: Die drei Filme lockten jeweils zwischen 1,7 und 1,9 Millionen Zuschauer ins Kino. 2008 inszenierte Caroline Link das Drama IM WINTER EIN JAHR nach dem Roman von Scott Campbell über eine Mutter und ihre Tochter, die nach dem Selbstmord des Sohnes und Bruders sehr unterschiedlich mit der Trauer umgehen. Caroline Link gewann den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Beste Regie für diesen Film sowie den Deutschen Filmpreis in Silber in der Kategorie Bester Spielfilm. Filmkomponist Niki Reiser wurde für die Beste Filmmusik geehrt.

Für EXIT MARRAKECH (2013) konfrontierte Link einen deutschen Theaterregisseur (Ulrich Tukur), der in Marokko ein Stück inszeniert, mit seinem 16-jährigen rebellischen Sohn, der dem Vater Versagen in seiner Rolle als Erzieher vorwirft. Der junge Darsteller Samuel Schneider erhielt für seine Leistung 2014 als Bester Nachwuchsschauspieler den New Faces Award. DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT (2018), basierend auf Hape Kerkelings Kindheitserinnerungen, war mit mehr als 3,7 Millionen Besuchern Caroline Links bislang erfolgreichster Film. Er wurde erneut mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter drei Deutsche Filmpreise, der Bayerische Filmpreis, der Deutsche Schauspielpreis, der Jupiter Award und drei österreichische Romys. Julius Weckauf, der den jungen Hape Kerkeling spielte, gewann u, a. den New Faces Award und den Golden Space Needle Award beim Seattle International Film Festival. Im Dezember 2019 kommt Caroline Links neuer Film ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL ins Kino.

Mit dem Hans-Vogt-Filmpreis soll an die Pionierleistung des im Rehauer Ortsteil 1890 geborenen Ingenieurs Hans Vogt erinnert werden, der entscheidend an der Erfindung des Tonfilms beteiligt war und eine neue Ära in der Geschichte des Kinos sorgte.

 
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