IHK Trier sieht Spielräume in der Weinvermarktung gefährdet

(lifePR) ( Trier, )
Mit Kritik reagiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier auf den Entwurf einer rheinland-pfälzischen Landesverordnung, die Vorschriften im Weinrecht ändern will. Im Kern ist vorgesehen, dass sich kleinere geografische Einheiten und Steillagenweine stärker profilieren können. Dazu soll es künftig an der Mosel nur noch möglich sein, beim Weißen und Grauen Burgunder, Roten und Weißen Elbling, Müller-Thurgau und Riesling die jeweilige Einzellage auf dem Etikett zu benennen. Zudem muss das Mindestmostgewicht dem für das Prädikat Kabinett entsprechen. Auch der Begriff "Steillage" soll nach dem Entwurf künftig nur noch eingeschränkt zulässig sein: wenn Weine einen um fünf Grad Öchsle höheren Mindestalkoholgehalt erreichen als bei der Prädikatsweinstufe Kabinett.

Die IHK Trier, die für die Industrie- und Handelskammern im gesamten Bundesgebiet eine Sprecherrolle beim Thema Wein innehat, sieht die Weinwirtschaft dadurch in ihren Vermarktungsmöglichkeiten weiter eingeschränkt. Ziele doch der Entwurf auf eine Erhöhung der Mindestmostgewichte ab, "die weder zwingend für eine bessere Qualität bürgt noch den Winzern höhere Preise sichert", warnt IHK-Geschäftsführer Albrecht Ehses. "Wenn die Vorgaben zu restriktiv sind, müssen wir verstärkt mit klimatisch bedingten Angebotsschwankungen rechnen - und dann springen Handelskunden ab, die auf kontinuierliche Lieferungen angewiesen sind."

Das Land habe mit den neuen Regelungen lediglich das Premiumsegment im Blick, "der Rest wird vernachlässigt - und das ist der viel größere Teil des Weinmarktes". Ehses verweist auf die starke Nachfrage gerade aus dem Ausland nach Weinen im Basis- und Mittelpreissegment, also Rebsortenweinen und einfachen Herkunftsweinen. Die IHK fordert deshalb ein ganzheitliches Konzept, das nicht nur kleinere geografische Einheiten und Steillagen berücksichtigt, sondern auch Weinanbietern zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet, die auf den Handel im In- und Ausland zugeschnitten sind.

Kontakt: IHK Trier, Albrecht Ehses, Telefon (06 51)97 77-2 01, E-Mail: ehses@trier.ihk.de
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