Im Sommer lag auch kein Schnee

IHK Südthüringen zur Lage im Südthüringer Gastgewerbe im Jahr 2016

(lifePR) ( Suhl-Mäbendorf, )
Rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen meldeten im Jahr 2016 die Südthüringer Beherbergungsbetriebe. Insbesondere betroffen waren Unternehmen aus den Landkreisen Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen. Vor allem im Frühling und in den Sommermonaten blieben die Gäste aus. Diese Ergebnisse liefert eine Analyse der Übernachtungsstatistik für Betriebe mit 10 und mehr Betten, die die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) vorgenommen hat.

2016 konnten die größeren Beherbergungsbetriebe 666.000 Gäste in Südthüringen begrüßen. Das waren rund 33.000 Ankünfte weniger als vor einem Jahr. Auch in den Jahren seit 2010 war die Zahl der Gäste stets höher. Zugleich sank die Zahl der Übernachtungen um mehr als 104.000 auf 1,8 Millionen. Die nähere Analyse zeigt, dass natürlich das miserable Winterwetter im ersten Quartal des vergangenen Jahres einen Beitrag zum geringeren Gästeaufkommen leistete. Stärker ins Gewicht fällt jedoch der Rückgang der Übernachtungen im zweiten und dritten Quartal.

„Wir nehmen Südthüringen gern als Wintersportregion wahr. Dabei vergessen wird, dass viele Beherbergungsbetriebe ihre Hauptsaison im Frühling und in den Sommermonaten haben. In diesen Monaten sind die Übernachtungszahlen seit Jahren jedoch rückläufig. Der aktuelle Rückgang fällt durch die Schließung des Badehauses Masserberg und wegen des Einmaleffekts Landesgartenschau 2015 kräftiger aus. Das zeigt: Ohne besondere Ereignisse und touristische Magneten ist Südthüringen einfach nur eine Mittelgebirgsregion unter vielen“ erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

2016 ergaben sich lediglich für Beherbergungsbetriebe im Ilm-Kreis steigende Gästeankünfte. Der Anstieg um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr reichte jedoch nicht aus, um den starken Rückgang der Gäste im Landkreis Hildburghausen mit 10 Prozent und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 8 Prozent zu kompensieren. In der Stadt Suhl sank die Zahl der Gäste um 3 Prozent, im Landkreis Sonneberg blieb sie nahezu unverändert. Südthüringens Beherbergungsbetriebe profitierten damit nicht vom wachsenden Marktumfeld mit einem Gästeanstieg um ein Prozent in Thüringen und um sogar 3 Prozent in Deutschland insgesamt.

Die Übernachtungszahlen stiegen in 2016 in Suhl um 2 Prozent und im Landkreis Sonneberg um ein Prozent. Dieser Anstieg wurde überkompensiert durch einen Rückgang um 10 Prozent im Landkreis Hildburghausen und um 8 Prozent im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Im Ilm-Kreis sank die Zahl der Übernachtungen um 3 Prozent.

„Wir setzten daher große Hoffnungen in die neue Tourismuskonzeption Thüringer Wald 2025. Allein mit dem Wetter werden wir eine nachhaltige Verbesserung der Gäste- und Übernachtungszahlen nicht erreichen“, so Dr. Pieterwas.
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