Mittwoch, 13. Dezember 2017


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IHK-Veranstaltung zur Beschäftigung von Flüchtlingen fand reges Interesse

Bielefeld, (lifePR) - „Für die Betriebe der Region ergeben sich durch die Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen einige Chancen, den Fachkräftebedarf in der Zukunft besser decken zu können“, fasste Dr. Christoph von der Heiden, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), das Ergebnis der Informationsveranstaltung zu diesem Thema zusammen. Mehr als 150 interessierte Unternehmensvertreter informierten sich in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Bielefeld über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die wichtigsten Fragen rund um das Thema Beschäftigung von Flüchtlingen. Vertreter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und der IHK gaben dabei unter anderem Auskünfte über Praktika und Einstiegsqualifizierungen (EQ) von Flüchtlingen. Unternehmensvertreter berichteten zudem über konkrete Fallbeispiele.

Nicole Vegelahn, Leiterin Personalentwicklung der HORA Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG aus Schloß Holte-Stukenbrock, rief in diesem Zusammenhang „zu mehr Realismus und weniger Illusion“ auf. Das derzeitige Asylrecht mache das Engagement von Unternehmen schwierig. Im Unternehmen HORA, das elf Flüchtlingen einen Einblick in den Arbeitsalltag gewährte, habe ein frühzeitiger Einbezug der Auszubildenden in die Kontaktaufnahme mit jungen Flüchtlingen für beide Seiten eine „Win-win-Situation“ erzeugt. Vegelahn: „Diese Form der gesellschaftspolitischen Bildung und viele gemeinsame Aktivitäten bereiten unsere Azubis und Studierende auf die internationalen Kontakte, Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft vor.“ Allerdings müsse unabhängig vom kulturellen Hintergrund die Persönlichkeit zum Unternehmen passen. Firmen sollten dazu gezielt eine Begleitkultur entwickeln, etwa einen Integrationshelfer einbinden. „Manchmal muss man Dinge einfach tun, auch wenn sich das als Sprung ins kalte Wasser erweist. Danach sind ein langer Atem und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit wichtig“, betonte die Personalentwicklungsleiterin. Seit dem 1. August werde ein Flüchtling bei HORA zur Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet.

Klaus Lütkemeier, Personalleiter der PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG aus Blomberg, berichtete von Erfahrungen mit zweiwöchigen Praktika für zehn Flüchtlinge aus Kriegsgebieten im Unternehmen. Auswahlkriterien bei den Teilnehmern seien deutsche oder englische Sprachenkenntnisse, eine gewisse technische Qualifikation sowie die Nähe zum Firmenstandort gewesen. „Die Praktikanten waren hoch motiviert, zuvorkommend und sehr höflich“, unterstrich Lütkemeier. Jedoch sei eine Optimierung deutscher Umgangssprache erforderlich sowie von Seiten des Unternehmens eine Intensivierung fachspezifischer Sprachkenntnisse etwa in speziellen Kleingruppen. „Der Betreuungsbedarf ist sehr hoch und beim nächsten Mal würden wir zumindest dreiwöchige Praktika anbieten“, zog der Personalchef Bilanz.

Die IHK hat im Übrigen auf ihrer Homepage www.ostwestfalen.ihk.de ein Info-Paket für Unternehmer zur aktuellen Flüchtlingskrise zusammengestellt. Firmenchefs, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, finden dort unter anderem eine entsprechende Checkliste. Darüber hinaus gibt es dort weitere Links zu Broschüren und Institutionen für das intensivere Befassen mit der Thematik. Attila Sepsi ist zentraler Ansprechpartner für alle Flüchtlingsfragen bei der IHK. Er ist in der IHK in Bielefeld erreichbar unter Telefon 0521 554-163 und E-Mail: a.sepsi@ostwestfalen.ihk.de.

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