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Pressemitteilung BoxID: 490537 (Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold)
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Hochschule OWL ist für Lippe von essentieller Bedeutung

Museumsrunde 2014

(lifePR) (Detmold, ) 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Hochschule, Politik und Verwaltung trafen sich am 2. Juni 2014 zur 29. "Museumsrunde" im LWL-Freilichtmuseum Detmold, um sich über die Wettbewerbs- und die Zukunftsfähigkeit der Region auszutauschen. Die jährliche Veranstaltung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) und des Konzerns Kreis Lippe hat sich damit wieder als das Zugpferd für Wirtschaft und Wissenschaft in Lippe erwiesen. Die Veranstaltung griff unter dem Titel "Marsch, marsch . in die Zukunft" indirekt auch die Sonderausstellung des Museums ("Marsch, marsch ins Beet - Neu verliebt in alte Sorten") auf. Außerdem lernten die Gäste Transferprojekte einzelner Fachbereiche sowie Neuberufene der Hochschule kennen.

In der Talkrunde mit Moderator Thorsten Wagner von Radio Lippe sprachen IHK-Präsident Ernst-Michael Hasse, Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann und Landrat Friedel Heuwinkel über die Chancen des Standorts Lippe und die besonderen Herausforderungen der Zukunft. Alle drei waren optimistisch, dass sich Lippe auch weiterhin erfolgreich im Wettbewerb der Regionen behaupten könne. Dazu brauche Lippe aber eine leistungsfähige Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur, innovationsförderliche Rahmenbedingungen und vor allem eine Strategie für die Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs.

"Der Wettbewerb der Regionen wird härter, die demographische Entwicklung verschärft die Situation", warnte Landrat Heuwinkel. Der Fachkräftemangel sei für viele Unternehmen heute noch nicht bedrohlich, das werde sich aber ändern. "Lippe kann mit vielen positiven Standortfaktoren punkten", so Heuwinkel, "die allein sind aber für viele junge Menschen noch nicht ausschlaggebend, um in der Region zu bleiben."

"Die mittelständischen und vielfach familiengeführten Unternehmen in Lippe bieten attraktive Arbeitsplätze in zukunftsweisenden Berufsfelder!", betonte IHK-Präsident Hasse. Das sei aber bei jungen Menschen zu wenig bekannt. Er warb deswegen ausdrücklich dafür, dass noch mehr Unternehmen mit den lippischen Schulen und der Hochschule OWL zusammenarbeiten. "Wir müssen die Jugendlichen und die Studierenden so früh wie möglich für die Mitarbeit in unseren Unternehmen begeistern." Glücklich zeigte sich Hasse über die positive Entwicklung der Hochschule OWL: "Die Hochschule ist der Nukleus für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg Lippes. Hier werden die Fachkräfte ausgebildet, die wir in Zukunft brauchen." Künftig müsse es noch viel mehr Kooperationen von Unternehmen mit der Hochschule geben. Mit der jüngst in der IHK-Vollversammlung beschlossenen transferorientierten Stiftungsprofessur "Arbeits- und Fabriksysteme" leiste die lippische Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Standorts. "Zudem hofft Hasse, dass Forschungsergebnisse künftig vermehrt zur Gründung von Hightech-Unternehmen genutzt würden.

Hochschulpräsident Dr. Herrmann zeichnete die rasante Entwicklung der Hochschule nach: Seit 2011 seien besonders viele Studierende in die Bachelorstudiengänge der Hochschulen geströmt. "Ab dem kommenden Wintersemester erwarten wir nun einen großen Andrang in den Masterstudiengängen. Wir können aber all denen, die weiterstudieren möchten, nur dann einen Platz anbieten, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen." Dr. Herrmann wünscht sich deshalb, dass der Hochschulpakt mit dem Bund und dem Land NRW nicht nur fortgesetzt, sondern auch auf Studierende in den Masterstudiengängen ausgebaut wird. Darüber hinaus hofft er, dass das geplante Hochschulzukunftsgesetz des Landes die durch das bisherige Gesetz gewonnenen Freiheiten nicht zu sehr beschneidet.

Im Anschluss an die Talkrunde präsentierten Professorin Dr. Susanne Schwickert vom Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur sowie Professor Dr. Achim Stiebing vom Fachbereich Life Science Technologies aktuelle Transferprojekte. Vor dem geselligen Ausklang in der Gaststätte des Paderborner Dorfes stellte Wagner mit Professorin Dr.-Ing. Li Li und Professor Dr. Korbinian von Blanckenburg noch zwei neue Wissenschaftler an der Hochschule vor.