Montag, 27. Februar 2017


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Ausbildungsmarkt 2008: Von Lehrstellen und Leerstellen

(lifePR) (Frankfurt, ) Den Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet gehen in diesem Ausbildungsjahr die Bewerber aus. Rechnerisch stehen jedem Bewerber 1,8 Ausbildungsplätze gegenüber - so eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur. Viele Lehrstellen bleiben in diesem Jahr unbesetzt. Dafür gibt es zwei Gründe: Die gute Konjunktur sorgt erstens dafür, dass viele Unternehmen entweder ihr Angebot an Ausbildungsplätzen aufstocken oder erstmals wieder ausbilden. Der zweite Grund für das dicke Plus an Ausbildungsangeboten sind die Nachwuchssorgen bei den Unternehmen. Längst ist der Markt für junge Fachkräfte, sowohl mit technischer wie auch kaufmännischer Ausbildung im Rhein-Main-Gebiet leergefegt. Nach einer Umfrage der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen fehlen den Unternehmen eben nicht nur Ingenieure. Fachkräfte werden an vielen Stellen gesucht. In diesem Jahr wurden im IHK-Bezirk Frankfurt (Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Stadt Frankfurt) knapp 20 % mehr Lehrstellen angeboten als vor Jahresfrist.

Bislang konnten jedoch lediglich gut 5.400 neue Ausbildungsverträge im IHK-Bezirk Frankfurt geschlossen werden; im August 2007 waren es noch knapp 5.450 neue Verträge. "Die Zahl der Bewerber ist im gleichen Zeitraum um knapp 30 % gesunken. Gerade mal 50 % der neuen Azubis kommen selbst auch aus dem IHK-Bezirk Frankfurt. Die andere Hälfte kommt aus anderen Regionen, insbesondere aus Nord- und Osthessen sowie Thüringen. Dort brummt der Ausbildungsmarkt zur Zeit, so dass zahlreiche Jugendliche einen wohnortnahen Ausbildungsplatz finden konnten.", erklärt Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftführerin Aus- und Weiterbildung bei der IHK Frankfurt am Main. Und weiter: "Für Schulabgänger aus Frankfurt und Umgebung brechen goldene Zeiten an. Sie haben die Qual der Wahl, vorausgesetzt ihre Performance stimmt. So banal es klingt: Die Unternehmen suchen junge Menschen, die Lust auf einen Beruf haben, die mehr als drei Sätze hintereinander formulieren können und die Dreisatz, Prozent- und Bruchrechnung beherrschen. Sicher ist angesichts der fehlenden Bewerber die Kompromissbereitschaft bei den Einstellungsvoraussetzungen deutlich gewachsen. Aber wer nur die Note Vier in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch oder unentschuldigte Fehltage mitbringt, wird auch zukünftig seine liebe Not haben."

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