Montag, 21. Mai 2018


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Lausitzer Wirtschaft verliert an Schwung

Die Ergebnisse der gemeinsamen Konjunkturumfrage der IHKs Cottbus und Dresden für die Lausitz im Herbst 2012 belegen eine anhaltend gute Geschäftslage vieler Unternehmen - bei allerdings nachlassenden Geschäftserwartungen

Dresden/Cottbus, (lifePR) - Die Hauptgeschäftsführer der IHKs Cottbus und Dresden, Dr. Wolfgang Krüger und Dr. Detlef Hamann, stellten am 19.11.2012 die Ergebnisse der zweiten gemeinsamen Konjunkturumfrage für den Wirtschaftsraum Lausitz vor, der beide Kammerbezirke - über die Grenzen Brandenburgs und Sachsens hinweg - verbindet. An der Umfrage beteiligten sich 528 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft, Groß- und Einzelhandel, Verkehr und dem Dienstleistungsgewerbe aus den Landkreisen Bautzen, Görlitz, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus.

Im Ergebnis berichten 90 Prozent der Unternehmen über eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Ein nach wie vor sehr guter Wert, dennoch hat die Geschäftslage der Lausitzer Wirtschaft im Jahresverlauf leicht nachgegeben (Herbst 2011: 94 Prozent). Der Stimmungsabfall hat alle Wirtschaftsbereiche - außer dem Baugewerbe - erfasst, die Industrie am deutlichsten. Grund sind hier nachlassende Aufträge. Einzelhändler und verbraucher-orientierte Dienstleister profitieren dagegen weiterhin von der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und den Einkommenszuwächsen der Konsumenten.

Die Geschäftserwartungen der Lausitzer Unternehmen für die kommenden Monate sind etwas verhaltener als im Vorjahr. Dennoch gehen 68 Prozent der Befragten davon aus, das erreichte Niveau zu halten; weitere zehn Prozent rechnen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf. Damit beläuft sich der Anteil der Skeptiker auf 22 Prozent (Herbst 2011: 20 Prozent). Problematisch werden insbesondere die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und die Entwicklung der Nachfrage im In- und Ausland gesehen. Dabei spielen die noch unklaren Auswirkungen der Energiewende sowie die anhaltende Euro-Schuldenkrise eine zentrale Rolle. In diesem Umfeld sinken auch die Investitionsneigung - deren Hauptmotive Ausgaben für Ersatzbeschaffungen und Rationalisierung bleiben - sowie die Absicht, Personal aufzubauen.

„Obwohl die Beschäftigungsnachfrage infolge der schwächeren wirtschaftlichen Dynamik etwas nachlässt, sehen weiterhin zahlreiche Firmen den Mangel an Fachkräften als konjunkturelles Risiko“, erklärt Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. „So können 29 Prozent der Lausitzer Betriebe längerfristig offene Stellen nicht besetzen – vor allem in den technischen Berufen. Hauptgrund ist die fehlende Qualifikation der Bewerber. Die IHKs werden ihre Angebote im Bereich Aus- und Weiterbildung verstärkt darauf einstellen.“

„Dem Risikoradar der Lausitzer Wirtschaft zufolge belasten besonders steigende Kraftstoff- und Energiepreise, schwankende Rohstoffpreise und steigende Arbeitskosten die Ertragslage der befragten Unternehmen. Trotz guter Umsätze kommt immer weniger in den Unternehmen an“, stellt Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, fest. „In der Risiko-beurteilung nehmen besonders die Nachfrage im In- und Ausland sowie die wirtschafts-politischen Rahmenbedingungen an Bedeutung zu. Die Wirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, weshalb die Politik bei der Bewältigung der europäischen Staats-schuldenkrise in der Pflicht steht. Gelingt es ihr, durch die Lösung dieser Herausforderung Vertrauen zu schaffen, steigt auch die Zuversicht der Unternehmer wieder“, so Hamann.

Branchenbewertung

Industrie: Das Wachstum der Industrie setzt sich gemäßigter fort. Die Auftragsrückgänge der letzten Monate haben den Unternehmen zugesetzt. Die Stimmung ist verhaltener geworden. Als Geschäftsrisiken schlagen neben Nachfrage-Sorgen die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und der Arbeitskosten zu Buche.

Baugewerbe: Obwohl auch das Baugewerbe mit sinkenden Aufträgen und Umsätzen zu kämpfen hat, ist die aktuelle Geschäftslage bei 94 Prozent der Baubetriebe gut oder befriedigend (Herbst 2011: 89 Prozent). Allerdings sind die Erwartungen zurückhaltender. Hier spielen die rückläufige Nachfrage im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau sowie die bevorstehenden saisonalen Einschränkungen eine Rolle.

Handel: Die Händler sind mit ihrem Geschäftsverlauf überwiegend zufrieden. Nur 13 Prozent berichten über eine schlechte Lage (Herbst 2011: 12 Prozent). Die Einzelhändler erzielten auf Grund der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und gewachsener Einkommen steigende Umsätze. Die unternehmensnahen Großhändler spüren jedoch die Nachfrageflaute der gewerblichen Wirtschaft. Vor allem die Einzelhändler sind für die nächsten Monate wieder optimistisch und hoffen auf ein gutes Weihnachts- und Jahresendgeschäft.

Dienstleistungsgewerbe: Das Dienstleistungsgewerbe hält die konjunkturelle Entwicklung der Lausitz in Schwung. 91 Prozent der Betriebe verzeichnen eine gute oder befriedigende Geschäftslage (Herbst 2011: 94 Prozent). Dennoch zeigen die Erwartungen zunehmende Skepsis, die sich aus der künftigen Entwicklung der Aufträge und Umsätze ableitet. Das Investitionsengagement gibt auf hohem Niveau etwas nach.

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