Samstag, 23. Juni 2018


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Produktivität in Sachsen um 2,8 Prozent gewachsen

Chemnitz, (lifePR) - Die Produktivität (Bruttowertschöpfung je geleisteter Arbeitsstunde) ist in Sachsen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent (Deutschland: 1,8 Prozent) gewachsen. Die Stundenproduktivität im Freistaat lag 2011 dennoch immer noch bei 72,9 Prozent (2008: 72,8 Prozent) des gesamtdeutschen Durchschnitts, was vor allem auf die Kleinteiligkeit der sächsischen Wirtschaft und das Fehlen von wertschöpfungsstarken Konzernzentralen zurückzuführen ist. Somit sind in Sachsen aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur nach wie vor geringere Löhne und Gehälter als im deutschen Durchschnitt ökonomisch unvermeidlich. "Undifferenzierte Lohnerhöhungen ohne den entsprechenden Produktivitätszuwachs, etwa durch planwirtschaftliche Mindestlöhne, würden viele sächsischen Unternehmen nicht verkraften", betont der Präsident der IHK Chemnitz, Franz Voigt. "Der Konvergenzprozess zwischen Ost und West kann nur über Produktivitätssteigerungen und folglich Gewinne in den Betrieben erfolgen, die sich dann wieder in der Lohntüte der Mitarbeiter bemerkbar machen", so Voigt weiter. Parallel dazu stehen aber viele Unternehmen vor der Herausforderung mit attraktiven Gehältern qualifizierte Fachkräfte zu werben, um durch deren innovative Ideen die Produktivitätslücke zum gesamtdeutschen Niveau weiter zu schließen.

Bei den Arbeitnehmerentgelten -sämtliche Geld- und Sachleistungen für den Arbeitnehmer- je Arbeitsstunde (je Arbeitnehmer) erzielt Sachsen erfreulicherweise bereits knapp 77 (82,3) Prozent des deutschen Durchschnittsverdienstes, wobei real ein erheblicher Teil des Lohngefälles durch geringere Lebenshaltungskosten im Freistaat ausgeglichen werden.Allerdings ist die Lohnangleichung im Freistaat weiter fortgeschritten als die Angleichung der Produktivität an das gesamtdeutsche Niveau. Folglich wird die Wettbewerbsfähigkeit Sachsens von überdurchschnittlich hohen Lohnstückkosten -das Verhältnis zwischen Arbeitnehmerentgelt und Bruttowertschöpfung- belastet. Dieser Wettbewerbsnachteil kann aber nur teilweise durch Mehrarbeit in den Betrieben kompensiert werden.

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