Mittwoch, 20. Juni 2018


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Konjunkturumfrage Frühjahr 2013: Optimistische Prognosen - zurückhaltende Lageurteile

Chemnitz, (lifePR) - Der Geschäftsklimaindex der südwestsächsischen Wirtschaft ist im Frühjahr 2013 minimal gesunken. Während die Geschäftserwartungen deutlich optimistischer beurteilt werden, wirkt die konjunkturelle Schwächephase zum Jahreswechsel in den zurückhaltenden Lagebeurteilungen nach. Knapp 4 von 5 Unternehmen sind weiterhin recht zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftssituation. Dies ist das Ergebnis der Frühjahrskonjunkturumfrage der IHK Chemnitz, an der sich 567 Unternehmen mit mehr als 27.000 Mitarbeitern aus den Bereichen Industrie, Bau, Dienstleistungen, Handel und Güterverkehrsgewerbe beteiligten.

"Die wirtschaftliche Entwicklung stockt, dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Konjunktur 2013 wieder in Fahrt kommt", urteilt Franz Voigt, Präsident der IHK Chemnitz. Mit Ausnahme des Güterverkehrsgewerbes geben alle betrachteten Wirtschaftsbereiche ein positives Stimmungsbild ab. Das beste Ergebnis erzielt abermals die Dienstleistungswirtschaft. Im Gegensatz zur Lagebeurteilung steigen in allen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen. Im Bau (+ 21 Saldopunkte), der Industrie (+ 10 Saldopunkte) und im Dienstleistungsbereich (+9 Saldopunkte) überwiegen positive Prognosen, während die Händler (- 3 Saldopunkte) und Güterverkehrsunternehmen (- 8 Saldopunkte) immer noch zurückhaltend in die kommenden Monate blicken. Insgesamt gibt jedes fünfte Unternehmen positive Prognosen ab, während der Anteil der Pessimisten auf 13 Prozent sinkt.

Die positiven Aussichten dürfen allerdings nicht über die Risiken für die südwestsächsische Wirtschaft hinwegtäuschen. Wenngleich aktuell kein Auseinanderbrechen des Euroraums droht, verunsichern die Euro-Krise und die Rezession in weiten Teilen Europas die Unternehmen. Im Risikoradar rangieren wiederholt die Energie- und Kraftstoffpreise ganz oben. Dabei machen besonders die steigenden Stromentgelte infolge der Energiewende den Unternehmern und privaten Verbrauchern zu schaffen. Es folgen die Inlandsnachfrage und die Arbeitskosten auf den Plätzen 2 und 3. Erfreulicherweise konnten die Arbeitnehmer in den letzten Jahren ein Plus in ihrer Lohntüte verbuchen. Jedoch haben 39 Prozent (2011: 22 Prozent) der Unternehmen die Arbeitskosten auch vor dem Hintergrund des in der Politik diskutierten einheitlichen Mindestlohns als Risikofaktor für die weiteren Geschäfte benannt. "Löhne müssen sich an der Leistung orientieren, sonst sind unsere Arbeitsplätze in Gefahr. Deshalb müssen wir undifferenzierte Lohnerhöhungen ohne den entsprechenden Produktivitätszuwachs, etwa durch planwirtschaftliche Mindestlöhne, verhindern", mahnt Voigt. 2 von 3 der befragten Unternehmen sprechen sich gegen einheitliche Mindestlöhne auf der Agenda der nächsten Bundesregierung aus.

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