Freitag, 15. Dezember 2017


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Ausgleichsabgabe für das Jahr 2016

Chemnitz, (lifePR) - Alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Beschäftigten sind verpflichtet, wenigstens 5%  der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Bildet ein Arbeitgeber Mitarbeiter aus, so werden diese Arbeitsplätze bei der Zählung der gesamten Arbeitsplätze nicht mitgezählt. Schwerbehinderte Auszubildende werden aber auf zwei Pflichtarbeitsplätze angerechnet.

Wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote nicht oder nur teilweise erfüllt ist eine Ausgleichsabgabe zu zahlen.

Deshalb haben Arbeitgeber die Pflicht, bis spätestens 31.März 2017 für das Kalenderjahr 2016 ihre Beschäftigungsverhältnisse der für den Sitz zuständigen Agentur für Arbeit anzuzeigen. Eine sich evtl. daraus ergebende Ausgleichsabgabe ist an das Integrationsamt zu überweisen. Die Pflicht zur Zahlung entsteht ohne besondere Zahlungsaufforderung.

Die Höhe der Ausgleichsabgabe richtet sich nach dem Erfüllungsgrad der Pflichtquote.

·        125 Euro pro Monat bei einer Beschäftigungsquote von 3 % bis weniger als 5 %

·        220 Euro pro Monat bei einer Beschäftigungsquote von 2 % bis weniger als 3 %

·        320 Euro pro Monat bei einer Beschäftigungsquote von weniger als 2 %

Die Agentur für Arbeit stellt dafür am Ende eines jeden Jahres das Programm REHADAT-Elan auf CD zur Verfügung. Damit errechnet der Arbeitgeber die Höhe der Abgabe in Selbstveranlagung. Dieses Programm kann auch unter www.rehadat-elan.degeladen werden.
Von der Ausgleichsabgabe sind 50% der Arbeitsleistungen von Rechnungen anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen absetzbar.

Auf alle nach dem 31.März eingehenden Zahlungen erhebt das Integrationsamt Säumniszuschläge in Höhe von 1% des rückständigen Betrages je angefangenen Monat.

Mit der Ausgleichsabgabe möchte der Gesetzgeber Arbeitgeber motivieren, schwerbehinderte Menschen auszubilden und zu beschäftigen. Gleichzeitig wird ein finanzieller Ausgleich zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben geleistet. Der überwiegende Anteil der Ausgleichsabgabe geht an Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen einstellen und beschäftigen, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. (Quelle: KSV Sachsen)

Die IHK Chemnitz empfiehlt, mit der Anzeige bei der Agentur für Arbeit nicht bis Ende März zu warten, um eventuelle Fragen rechtzeitig klären zu können.
Über Möglichkeiten und Strategien zur gezielten Senkung der Ausgleichsabgabe informiert die Inklusionsberaterin Ines Petzold.

IHK-Ansprechpartner im Fachbereich: Ines Petzold, Tel. 0371 6900-1233

 

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