Mittwoch, 24. Mai 2017


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IHK: Land bei Kita-Finanzierung auf gutem Weg

Kinderbetreuungskosten-Gesetz muss zum 1. Januar 2009 kommen

(lifePR) (Stuttgart/Weingarten, ) Die Südwestwirtschaft begrüßt den Beschluss der Landesregierung zur Kita-Finanzierung, nach dem die Betreuung von Kindern in der Nähe des Arbeitsplatzes unterstützt werden soll. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Baden-Württemberg sehen darin einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie berufstätiger Eltern, wie sie die IHKs seit langem fordern. Nun komme es darauf an, den Beschluss in ein Gesetz zu gießen, das sich an den Bedürfnissen von Eltern und Unternehmen orientiert, das auch die über Dreijährigen einbezieht und zum 1. Januar 2009 in Kraft tritt. Die IHKs in Baden-Württemberg fordern die Kommunen auf, der vorgesehenen Änderung keine Steine in den Weg zu legen, sondern diesen Weg aktiv mitzugehen.

Das Gesetz müsse den Eltern ermöglichen, ihr Kind in einer Betreuungseinrichtung ihrer Wahl oder bei einer Tagesmutter unterzubringen, ganz gleich, ob sich diese Einrichtung am Wohn- oder Arbeitsort der Eltern befindet. Dies sei bisher an den Kommunen gescheitert, die in der Regel nur am Wohnort ansässige Betreuungseinrichtungen bezuschussen.

Auch in der Region Bodensee-Oberschwaben haben viele Unternehmen diese Notwendigkeit längst erkannt und unterstützen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Erfahrungen der IHK wird das Engagement der Betriebe durch die bisherige Praxis eher gebremst als gefördert. "Gerade hier im ländlichen Raum wohnen viele Menschen nicht an ihrem Arbeitsort und pendeln jeden Tag oft über größere Distanzen an den Arbeitsplatz. Die Nähe zur Kinderbetreuungseinrichtung ist gerade für junge Mütter ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung, wie schnell sie wieder in den Beruf zurückkommen", betont Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben. Gerade die gut qualifizierten Frauen werden von ihren Arbeitgebern oft schnell wieder gebraucht; je nach Arbeitsgebiet veralten Wissen und Kontakte schnell, so dass auch die Frauen selbst an einer kurzen Familienpause interessiert sind. "In Zeiten des wachsenden Fachkräftebedarfs ist die Wahlfreiheit der Eltern bei der Kinderbetreuung nicht mehr nur eine gesellschaftspolitische Forderung, sondern pure Notwendigkeit der Standortförderung", so Jany.

Nach dem Prinzip: "Die Mittel folgen den Kindern" sollen nun laut Landesregierung die Standortgemeinden der Betreuungseinrichtungen die Mittel aus dem Finanzausgleich erhalten und diese an freie Träger, zum Beispiel von Betriebskindergärten, weiterleiten. Wichtig sei, so Jany, die Umverteilung der Mittel ohne Mehraufwand und zusätzliche Bürokratie für Eltern und Unternehmen zu organisieren. Eine weitere Forderung der IHKs ist, dass auch über Dreijährige von der Maßnahme profitieren. Denn auch nach der Kinderkrippenzeit müssen Eltern die Möglichkeit bekommen, ihr Kind in einer Einrichtung ihrer Wahl oder von einer Tagesmutter betreuen zu lassen.

Ansprechpartnerin:
Ruth Schlaf
Geschäftsbereich Standortpolitik & Unternehmensförderung
Tel. 0751 / 409-140
schlaf@weingarten.ihk.de

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