Mittwoch, 18. Juli 2018


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ifo Geschäftsklima: Erste Spuren der Verunsicherung sichtbar

Düsseldorf, (lifePR) - Aktuelle Umfragen über Konjunkturindikatoren in der Euro-Zone stehen im Schatten der Brexit-Entscheidung und der Sorge einer sich ausweitenden konjunkturellen Eintrübung als Folge anhaltender Unsicherheit. So waren im Vorfeld des heute veröffentlichten ifo Geschäftsklima Index die Erwartungen der Marktanalysten eher gedämpft. Im Fokus der Märkte lag vor allem die Bewertung der Geschäftsperspektiven des ifo Index, und damit die Einschätzung der Unternehmen über die kommenden sechs Monate. Es wurde eine deutliche Eintrübung um 1,5 Punkte erwartet. Die Unternehmen zeigten sich aber weniger pessimistisch und die Erwartungskomponente sank lediglich um 0,9 auf 101,6 Punkte, wobei sich insbesondere bei den Industriefirmen die Geschäftsperspektiven zum Teil verschlechterten. Die Automobilbranche berichtete sogar von pessimistischen Erwartungen.

Die aktuelle Lage wurde von allen Unternehmen leicht besser beurteilt. Der Teil-Index verbesserte sich leicht um 0,2 auf 114,7 Punkte; erwartet wurde eine geringfügige Eintrübung um 0,5 Punkte. Damit verschlechterte sich das ifo Geschäftsklima insgesamt lediglich um 0,5 auf aktuell 108,3 Punkte. Die Konsensmeinung ging dagegen von einer deutlich pessimistischeren Einschätzung aus und erwartete einen Rückgang um 1,2 Punkte. Zu berücksichtigen ist, dass der ifo Index durch die verbesserte Einschätzung der Bauunternehmer und der Einzelhändler gestützt wurde. Bei Großhändlern und Industriefirmen hat sich hingegen das Geschäftsklima eingetrübt.

Die Entwicklungen rund um den Brexit scheinen die Stimmung deutscher Unternehmen nur langsam zu beeinflussen. Allerdings ist sehr wohl in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang des ifo Index zu rechnen, vor allem wenn sich – wie von den meisten Beobachtern erwartet – keine schnelle Einigung zwischen der EU und Großbritannien über den Austritt abzeichnet. Dabei könnte das deutsche BIP-Wachstum zum einen durch eine nachlassende Nachfrage aus Großbritannien und zum anderen durch eine sinkende Nachfrage nach Investitionsgütern grundsätzlich belastet werden. Eine erneute Eintrübung des ifo Index in den nächsten Monaten würde dieses Bild bestätigen.

Die IKB geht von einem weiteren Rückgang des ifo Geschäftsklima in den kommenden Monaten aus. Abb. 2 zeigt den BIP-Wachstumsverlauf, wie er vom ifo Index und dem IKB-Modell prognostiziert wird. Das Geschäftsklima hat seinen höchsten Erklärungsbeitrag für das BIP-Wachstum des Folge-Quartals. Somit basieren die BIP-Wachstumsannahmen für das vierte Quartal auf den ifo Annahmen des dritten Quartals, während das Wachstum des zweiten und dritten Quartals auf den tatsächlichen Durchschnittswerten des ifo Geschäftsklima des ersten und zweiten Quartals beruhen.

Fazit: Die Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft sollte in den kommenden Monaten weiter unter Druck geraten und das ifo Geschäftsklima belasten. Zwar mag die europäische Wirtschaft insgesamt die Nachfrage nach deutschen Gütern stützen, die anhaltende Phase erhöhter Unsicherheit über die Neugestaltung der EU und ihrer Beziehung zu Großbritannien sollte jedoch das Unternehmervertrauen und damit den ifo Index in den kommenden Monaten zunehmend belasten. Von einem Einbruch in der Wirtschaftsleistung ist aber angesichts der weiterhin extrem guten Konsumlaune nicht auszugehen. Die IKB erwartet ein BIP Wachstum von 1,5 % (kalender- und saisonbereinigt) für 2016.

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