Dienstag, 28. Februar 2017


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A /H1N1-Impfung spaltet Deutschland

Schweinegrippe

(lifePR) (München, ) Ist eine Impfung gegen Schweinegrippe sinnvoll oder nicht? Die widersprüchlichen Aussagen von Medizinern und Politikern um die Gefahren und die Bekämpfung der Schweinegrippe verunsichern die Bevölkerung.

Während sich in den USA lange Warteschlangen vor den Impfstellen gegen die Neue Grippe - auch Schweinegrippe genannt - bilden, gibt es in Deutschland bei den impfenden Ärzten nur Wartelisten, weil die Lieferung des Impfstoffs weiterhin auf sich warten lässt. Repräsentativen Umfragen zufolge wollen sich nur zwölf Prozent der Deutschen gegen das A/H1N1-Virus, das die Schweinegrippe hervorruft, impfen lassen.

Zwar hat die Bundesregierung zwar auf Druck der Weltgesundheitsorganisation und ihrer Berater aus den Pharmakonzernen sowie getrieben von der kurzen Entscheidungsfrist der Impfstoff-Hersteller 50 Millionen Impfdosen bestellt - davon wurden bisher 5,3 Millionen geliefert. Aber durch die Verunsicherung, die die politische Führung des Landes durch unterschiedliche Impfstoffe für Volk und Staatsbedienstete verursacht hat, muss sie sich die unerwartete Impfmüdigkeit zum Teil auch selbst zuschreiben.

Zweiklassen-Medizin

In einer Umfrage des Sicherheitsportals www.sicherheit.info zeigte sich nicht nur, ob sich die Deutschen impfen lassen wollen, sondern auch die Gründe, warum sie es nicht wollen. Ein Großteil der Befragten (41 Prozent) vertraten die Meinung, dass die Zweiklassen-Medizin eindeutig beweise, dass der Impfstoff noch nicht hinreichend erprobt sei. Dass Staatsbedienstete sowie Schwangere ein anderes Präparat ohne Wirkungsverstärker (Adjuvantien) erhalten sollen als die breite Bevölkerung, hat offenbar großes Misstrauen in die Verträglichkeit des noch nicht hinreichend auf Nebenwirkungen erprobten Impfstoffs hervorgerufen.

Überschätzte Gefahr?

Andere wiederum hielten die Viren der saisonalen Grippe für viel gefährlicher: Über ein Drittel der Befragten (36 Prozent) gab an, dass sie die Schweinegrippe derzeit als nicht so beängstigend empfinden wie die normale Grippe, an der weltweit jährlich rund 250.000 Menschen sterben. Ein mit neun Prozent geringer Teil der Stimmen war noch unentschlossen, und gab an, sich vielleicht impfen zu lassen, wenn es tatsächlich erste Fälle von Schweinegrippe in ihrer unmittelbaren Umgebung gebe.

Mit allen Mitteln

Eine verhältnismäßig kleine Gruppe der Umfrage-Teilnehmer (14 Prozent) war der Meinung, dass man trotz aller Bedenken gegenüber des Impfstoffs jede medizinische Möglichkeit nutzen sollte, um die Virusverbreitung vorsorgend einzudämmen. Eine Bekämpfung von Krankheiten mit allen Mitteln müsse jedoch in Relation zu den Risiken stehen.

Unabhängig davon, ob es sich nun um eine Massenhysterie oder eine Unterschätzung der Gefährlichkeit der Schweinegrippe handelt: Wenn der Impfstoff gegen die Schweinegrippe zum Ladenhüter wird - immerhin ist er zwei Jahre lang haltbar -, bleibt zumindest die Erkenntnis, dass man sich durch geeignete Pandemie-Planung und langfristige Vereinbarungen mit Impfstoff-Herstellern zukünftig besser auf Ausnahmesituationen wie die Schweinegrippe vorbereiten muss.

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