Donnerstag, 26. April 2018


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Geiken: "Saubere Energie muss auch gute Arbeit heißen"

IG Metall Küste zum Start der WindEnergy 2012 in Husum

Husum, (lifePR) - Die IG Metall Küste hat die Unternehmen der Windenergiebranche aufgefordert, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Unternehmen zu verbessern. "Saubere Energie muss auch gute Arbeit heißen", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, heute bei einem Besuch der WindEnergy 2012 in Husum. "Die Beschäftigten der Branche sind enormen Arbeitsbelastungen und erhöhten Unfallgefahren ausgesetzt sowie häufig für längere Zeit auf Montage. Sie erwarten deshalb zu Recht Arbeitsbedingungen und -zeiten sowie Bezahlung nach Tarif", so der Gewerkschafter.

Als Beispiel nannte Geiken den Windanlagenhersteller Repower, der seit Juli Tarifverhandlungen mit der IG Metall führt: "Die 2300 Beschäftigten wollen eine gerechte und transparente Bezahlung nach Tarif. Wir müssen deshalb in den Verhandlungen endlich weiter kommen. Dem Unternehmen muss jedoch klar sein, dass es einen Tarifvertrag und die damit verbundene Eingruppierung der Beschäftigten nicht zum Nulltarif geben wird", sagte Geiken.

Auf scharfe Kritik stößt bei der IG Metall Küste die zögerliche Umsetzung der Energiewende durch die Bundesregierung. "Wir haben kein Verständnis, dass Bundesumweltminister Altmeier jetzt sogar den Ausbau der Windenergie bremsen will. Statt mit Interviews für Verunsicherung zu sorgen, soll er seinen Job machen und den Bau der Stromnetze und damit die Energiewende vorantreiben", so der Bezirksleiter. Von den fünf norddeutschen Küstenländern erwartet die Gewerkschaft ein gemeinsames Handeln, um die Chancen der Energiewende im Norden besser zu nutzen. "Mit kleinstaatlichem Denken wie bei dem Streit um den künftigen Sitz der Messe kommen wir nicht weiter. Der Norden muss gemeinsam auftreten, um die Branche und damit die Arbeitsplätze zu stärken", forderte Geiken.

Auch die Gewerkschaften sind auf der Messe vertreten: Auf dem Stand der IG Metall in Halle 2, B 18 gibt es noch bis Freitag so genannte "Mittagsrunden", in denen Experten aus der Branche auf Einladung des DGB Nord inhaltliche Impulse setzen. Mehr Informationen: www.nord.dgb.de

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