Dienstag, 28. Februar 2017


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vbw warnt vor Risiken in der Rohstoffversorgung

Brossardt: "Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Betriebe in Gefahr"

(lifePR) (München, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. schätzt die langfristige Versorgung heimischer Betriebe mit Mineralien und Metallen als unsicher ein. "Vor allem die zunehmende Konzentration auf Anbieterseite sowie die Einschränkung der Exporte von Förderländern zum Schutz eigener Industrien stellen mittel- und langfristig eine ernsthafte Gefährdung für die bayerische Wirtschaft dar", warnt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Angesichts der sich verschärfenden Situation fordert Brossardt von der Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung, sich weltweit für die Interessen der heimischen Wirtschaft einzusetzen. "Konkret erwartet die vbw, dass die Regierung neue Rohstoffmärkte öffnet, enge Kontakte zu Rohstoffländern pflegt, Grundlagenforschung hinsichtlich effizientem Rohstoffeinsatz und möglichen Rohstoff-Substituten unterstützt sowie mit der Wirtschaft zukunftsfeste Recyclingkonzepte entwickelt", erklärt Brossardt.

Kritisch, so der vbw-Hauptgeschäftsführer, sei die Situation vor allem für die Hersteller und Zulieferer von Zukunftstechnologien wie Energiespeicher- und Beleuchtungssystemen sowie IT-Lösungen. Diese Produkte enthielten geringe Mengen sogenannter Gewürzmetalle und Seltener Erden. Der Umsatzanteil beispielsweise von Lithium, Molybdän, Chrom, Niob oder Platin mache in der bayerischen Wirtschaft nur durchschnittlich 0,03 Prozent aus. Für die Funktionalität der Produkte seien sie aber unverzichtbar. Brossardt: "Ein Engpass bei der Versorgung mit diesen Rohstoffen könnte ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen. Viele unserer Industrieunternehmen wären existenziell bedroht." Als Beispiel nennt Brossardt den Fahrzeugbau: Brennstoffzellen für den elektrischen Antrieb mit Wasserstoff benötigen Platin. Hybridmotoren kommen nicht ohne Lithium aus.

Die vbw unterstützt Unternehmen bei der Analyse und Bewertung ihrer Rohstoffsituation mit dem Rohstoff-Risko-Index. Im Rahmen eines Gutachtens wurden rund 40 für die bayerische Industrie relevante Metalle und Mineralien auf ihre Gefährdung hin untersucht. Betriebe können dem Risiko-Index entnehmen, in welchem Maße sie tatsächlich von einer zukünftig nicht gesicherten Rohstoffversorgung betroffen sind.

Das komplette vbw-Rohstoffgutachten mit Risiko-Index steht ab sofort im Internet unter www.vbw-bayern.de zum Download bereit.

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