Weltwirtschaft trotz Krisen auf Wachstumskurs

Brossardt: "Unternehmen weiterhin vor unruhigen und unsicheren Zeiten"

(lifePR) ( München, )
„Allen Risiken, Krisenherden und politischen Unsicherheiten zum Trotz wächst die Weltwirtschaft“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., das Ergebnis des aktuellen vbw Konjunkturradar Ausland zusammen. Danach kamen die positiven Impulse im ersten Quartal 2017 unter anderem aus Europa. „Sowohl die Eurozone als auch die EU insgesamt konnten ein stabiles Wirtschaftswachstum erreichen“, sagt Brossardt. Sowohl in der Eurozone als auch in der EU legte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2017 um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. „In den USA hat sich die Dynamik mit einem Plus von 0,3 Prozent dagegen etwas verlangsamt. Für den weiteren Jahresverlauf wird jedoch wieder eine Beschleunigung erwartet.“

Auch die Schwellenländer tragen laut vbw Auswertung zum globalen Wachstum bei. Zwar hat sich die hohe Dynamik in China weiter abgeschwächt, das Wachstumstempo bleibt aber mit einem BIP-Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal hoch. Indien konnte ein kräftiges Wachstum von 2,0 Prozent verzeichnen. Russland hat die Rezession überwunden, zum dritten Mal in Folge waren die Quartalswachstumsraten positiv (zuletzt 0,5 Prozent). In Brasilien fiel das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2017 erstmals seit zwei Jahren wieder etwas höher aus als im Vorquartal (1,0 Prozent). „Die kommenden Monate müssen zeigen, ob die Trendwende dauerhaft geschafft ist“, erläutert Brossardt.

„Allerdings gehen die politischen Krisen und Unsicherheiten nicht spurlos an der Wirtschaftsentwicklung vorüber", betont der vbw Hauptgeschäftsführer. „Stichwort Brexit: Das BIP-Wachstum im Vereinigten Königreich fiel mit einem Plus von nur noch 0,2 Prozent erheblich schwächer aus als in den Vorquartalen. Und Stichwort Türkei: Hier hat sich das Wachstumstempo im Vergleich zum Trend der letzten Jahre fast halbiert. Der globalen Wirtschaft und damit auch den exportorientierten Unternehmen Bayerns stehen damit weiterhin unruhige und unsichere Zeiten bevor.“
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