Verspätungen wegen Bahnstreik: Risiko des Verdienstausfalls trägt der Arbeitnehmer

Keine weiteren arbeitsrechtlichen Folgen

(lifePR) ( München, )
Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat angesichts des angekündigten Lokführerstreiks darauf hingewiesen, dass Arbeitnehmern, die streikbedingt zu spät oder gar nicht im Dienst erscheinen, das Gehalt entsprechend gekürzt werden kann. Grundsätzlich gilt: Der Arbeitnehmer trägt das sogenannte Wegerisiko. Er hat dafür zu sorgen, rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein. "Die Vergütungspflicht des Arbeitgebers zur Zahlung des Lohns entfällt solange, bis der Mitarbeiter seine Arbeit aufnimmt", erläuterte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Arbeitsrechtliche Sanktionen, die über den Einbehalt des Gehalts hinausgehen, hat der Arbeitnehmer im Falle des Streiks von Verkehrsbetrieben nicht zu befürchten. Werden Streiks in den Medien angekündigt, muss man zumutbare Vorkehrungen treffen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Die Mitarbeiter müssen also prüfen, ob sie auf ein anderes Verkehrsmittel, etwa das Auto umsteigen können. Sofern der Arbeitnehmer nachweisbar wegen streikbedingter Ausfälle von Verkehrsmitteln nicht in der Lage war, an seinem Arbeitsplatz zu erscheinen, hat er dies nicht zu verantworten. In diesen Fällen scheiden Abmahnung oder Kündigung als arbeitsrechtliche Sanktionen aus. "Die Arbeitnehmer sind allerdings verpflichtet, unverzüglich dem Arbeitgeber mitzuteilen, ob sie später oder gar nicht am Arbeitsplatz eintreffen", so Brossardt.

Die meisten Unternehmen haben laut Brossardt gute individuelle Lösungen gefunden, um die Folgen von ausfallender Arbeitszeit wegen eines Streiks bei Verkehrsbetrieben abzumildern. Häufig wird Urlaub gewährt. Möglich ist auch, dass die ausgefallenen Stunden nachgearbeitet beziehungsweise im Rahmen eines Arbeitszeitkontos verrechnet werden.
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