Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Starker Euro belastet Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie

Brossardt: „Exporte in die USA und nach Japan zurückgegangen“

München, (lifePR) - Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Metall- und Elektroindustrie leidet unter dem starken Euro. Vor allem die Aufwertung gegenüber Dollar und Yen macht den Firmen zu schaffen: Ein Fünftel der bayerischen M+E-Exporte fließt in den Dollar- und Yenraum.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM: "Im letzten Jahr gingen die Ausfuhren der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in die USA um 2,5 Prozent, die nach Japan sogar um 5,6 Prozent zurück. Nach den bisher vorliegenden Daten gehen wir davon aus, dass auch im laufenden Jahr die Exporte nach Japan und in die USA weiter zurück gehen werden." Der stark gestiegene Euro verteuere die heimischen M+E-Produkte in diesen Ländern massiv, so dass die heimischen M+E-Betriebe die Wahl hätten zwischen Pest und Cholera. "Entweder sie lassen die Preise konstant, dann brechen die Aufträge weg. Oder sie reduzieren die Preise, um mithalten zu können, dann bricht der Gewinn ein."

Der Hauptgeschäftsführer wies darauf hin, dass der starke Euro nicht nur im Dollar- und Yenraum zu Problemen führe. "Auch innerhalb der EU belastet der starke Euro die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen M+E-Produkte. Denn er führt dazu, dass die Preise der Anbieter von außerhalb des Euro-Raumes in Euro gerechnet billiger werden."

In bestimmten Sektoren, wie z. B. für elektrotechnische Produkte oder in der Luftfahrtindustrie, finde außerdem praktisch der gesamte Welthandel in Dollar statt. So nahmen beispielsweise die Ausfuhren bayerischer Elektroprodukte im Jahr 2007 weltweit nur unterdurchschnittlich um 2,1 Prozent zu. Bestimmte Produktbereiche mussten sogar zum Teil massive Rückgänge verzeichnen.

Dass die bayerische Wirtschaft unter dem Strich im letzten Jahr die Exporte dennoch um 8,6 Prozent steigern konnte, lag an den extrem guten Zuwächsen in die Wachstumsregionen China, Indien sowie die Öl exportierenden Staaten.

Brossardt: "Die bayerischen M+E-Unternehmen haben frühzeitig die Chancen in den Wachstums- und Schwellenländern erkannt und konnten sich dort sehr gut positionieren. Dieses Engagement in den Wachstumsregionen hat den Exporterfolg der bayerischen Wirtschaft 2007 gerettet."

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